Modernste Trinkwasseraufbereitung

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TRIER. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen nahmen die neue Filtertechnologie im Wasserwerk Trier-Irsch in Betrieb.

Zwei Filterstufen, Desinfektion mittels UV-Licht, Steuerung über Fernwirktechnik – rund zwölf Millionen Euro haben die Stadtwerke Trier in das Wasserwerk Irsch investiert. „Damit gehört die Aufbereitungsanlage in Irsch zu den größten und modernsten Anlagen mit Ultrafiltrationstechnik. Aufgrund der guten Rohwasserqualität aus der Riveristalsperre kommt der Aufbereitungsprozess weitestgehend ohne Chemikalien aus“, erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage am 12. Mai in Irsch.

Mit diesen Voraussetzungen sei das Wasserwerk Irsch ein wichtiges Standbein im Zukunftsprojekt „Trinkwasserverbund Westeifel“. „Ziel dieses Projekts ist es, dass wenige moderne Wasserwerke mit gut schützbaren Gewinnungsgebieten die Region langfristig mit einem hervorragenden Trinkwasser versorgen“, so Höfken weiter.

Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen ergänzte: „Wenn man so will, war der Bau der Riveristalsperre und des Wasserwerks in Irsch in den 50-er Jahren eine der ersten erfolgreichen Trinkwasser-Kooperationen über die Stadtgrenzen hinaus. Sie hat noch heute Bestand und bietet seit vielen Jahren Vorteile für alle Beteiligten“, so Jensen.

Auch das zweite Standbein der Trierer Trinkwasserversorgung, der Zweckverband Wasserwerk Kylltal, sei eine erfolgreiche Kooperation gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Schweich, so Jensen. „Diesen erfolgreichen Weg der Synergien durch Kooperationen gilt es auch in Zukunft in der Region weiterzugehen und im Sinne der Menschen, die hier wohnen, zu nutzen“, erklärt Jensen.

Dass die Stadtwerke Trier mit Erfahrung und Weitsicht agieren, zeigt auch die neue Verfahrenstechnik im Wasserwerk: Bereits im Jahr 2009 haben die Experten der Stadtwerke gemeinsam mit dem Technologiezentrum Wasser des DVGW in Karlsruhe mittels Pilotanlage untersucht, wie das Rohwasser aus der Riveristalsperre am besten aufbereitet werden kann.

„Bei der Wasseraufbereitung findet man die Lösung nicht am Reißbrett. Wir haben viele verschiedene Anlagenkonstellationen getestet und haben so die optimale Lösung für unser Rohwasser aus der Riveristalsperre gefunden: Ein zweistufiger Filtrationsprozess mit Ultrafiltration und Calciumcarbonat-Filterstufe“, erläutert SWT-Vorstand Arndt Müller.

Die Funktionsweise der Ultrafiltration ist vergleichbar mit einem ganz feinen Sieb. Das Wasser wird unter Druck durch eine Membran gepresst, Schmutzpartikel bleiben darin hängen. Da der Umbau im laufenden Betrieb stattfand und die ehemaligen Filterbecken auch im neuen Reinigungsprozess verwendet werden, wurde die Ultrafiltration in einem 3-stöckigen Neubau mit insgesamt 600 Quadratmetern Nutzfläche untergebracht.

Mit der Erweiterung erreichen die SWT drei wichtige Ziele: „Erstens können wir nun den Aufbereitungsprozess über Fernwirktechnik automatisiert betreiben. Zweitens ergeben sich durch die Umstellung von einer einstufigen auf eine mehrstufige Filtration neue Stellschrauben, um den Aufbereitungsprozess schnell auf die jeweilige Wasserqualität anpassen zu können. Und drittens minimieren wir den Chemikalieneinsatz“, erklärt Müller weiter.

Die Aufbereitungskapazität wurde durch die Baumaßnahme nicht wesentlich verändert und liegt noch immer bei rund 40.000 Kubikmetern täglich. (red)

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