Zwischen Mensa und Mutant

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TRIER. Eine hochexklusive Führung bietet Professor Michael Jäckel am Samstag, 17. Mai, um 14 Uhr in der Reihe „Trier für Treverer“ an: Der Universitätspräsident führt höchstpersönlich durch sein Arbeitszimmer. Die Teilnehmer erleben den Campus jedoch nicht nur als Ort der Wissenschaft, sondern auch als Fernseh-studio, als grüne Lunge, als Museum für moderne Kunst und, wie Michael Jäckel sagt, als „besonderen Ort“.

Auf dem Weg zur Mensa wartet ein „Mutant“ auf den Vorbeieilenden: ein zweigeteilter Eisenstab mit zarten Rillen und Knoten an der Oberfläche. Ist er menschlich? Kann er uns hören? Uns beobachten? Seit 1991 hat das Kunstwerk von Johannes Metten hierauf noch keine Antwort gegeben. Und auch am Samstag ist nicht der „Mutant“, sondern Michael Jäckel für die Antworten zuständig. Als echter Insider zeigt er den Teilnehmern neben Audimax und Forum auch die versteckten Orte der Universität, zu denen man sonst keinen Zutritt hat: den Rara-Raum beispielsweise, in dem besonders wertvolle und seltene Buchausgaben aufbewahrt werden. Oder das universitätseigene Fernsehstudio und die wertvolle Abguss-Sammlung des Zentrums für Altertumswissenschaften. „Eine Führung über den eigenen Campus hat immer etwas von Neu- und Wiederentdecken“, freut sich der Uni-Präsident auf die Führung, die er schon zum 2. Mal bei „Trier für Treverer“ anbietet. „Es ist auch für mich eine kleine Expedition.“
Entdeckt werden kann dann auch das auf der Dachterrasse des Bibliotheksge-bäudes verborgene „Boot“, eine aus dünnen Eisenstäben gefertigte Skulptur mit drei in die Ferne deutenden und blickenden Figuren. Und natürlich jede Menge Wiesen, Bäume und Entspannungsinseln. Nicht umsonst wurde der Trierer Campus 2013 vom Bund der Landschaftsarchitekten als einer von 100 besonderen Orten in Deutschland ausgezeichnet: Wer hier hinter die Kulissen blickt, erlebt so manche Überraschung. (red)

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