Die CDU zur Innenstadtentwicklung: Offen für Verhandlungen mit Investor

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TRIER. Wie auch die FDP zeigt sich die Trierer CDU offen für ein mögliches neues Shoppingcenter im Innenstadtbereich. Den Standort Europahalle schließen die Christdemokraten dabei aus, für vorstellbar halten sie hingegen den Standort der jetzigen Karstadt-Filiale. Spitzenkandidat Dempfle betont dabei, es dürfe keine Abkopplung eines Centers von der Innenstadt geben.

Der Karstadt-Standort alleine verfügt dabei über eine zu geringe mögliche Quadratmeterzahl, die von Investoren heutzutage verlangt wird. Die CDU hält es daher für denkbar, das Karstadt-Grundstück inklusive des Geländes bis zum Pferdemarkt vorzusehen. Dann wäre auch ein Parkhaus mit entsprechend benötigter Stellplatzanzahl möglich.

„Quid-pro-quo-Verhandlungen“ mit einem möglichen Investor seien ebenso denkbar. „Erst einmal brauchen wir verlässliche Daten für solche Entscheidungen. Und dann kann man darüber nachdenken, Vorteile für die Stadt zu eruieren, beispielsweise eine Sanierung des Porta-Nigra-Vorplatzes durch den Investor“, erklärt der CDU-Spitzenmann. Man werfe dem Oberbürgermeister vor, dies bisher zu wenig getan zu haben. Stattdessen habe er an allen städtischen Akteuren vorbei agiert. „Das werfen wir ihm klar vor“, empört sich Dempfle.

Oberbürgermeister Jensen hatte im vergangenen Jahr wie aus heiterem Himmel erklärt, er habe Verhandlungen mit dem Investor ECE geführt. Eine unterschriftsreife Exklusivvereinbarung lag bereits vor. Diese sah die jetzige Europahalle als Standort vor. Für die CDU kommt dieser Standort nach wie vor nicht in Frage. Bei einer Standortbegehung habe man festgestellt, dass die Europahalle, wenn auch alt, trotzdem noch über eine gute Bausubstanz verfüge, fehlen würden allerdings wichtige Neuerungen. „Bei der Europahalle halten wir daher noch alle Optionen für denkbar: sowohl eine Sanierung, als auch einen Verkauf“, erklärt Birgit Falk, Dempfles Stellvertreterin in der letzten CDU-Fraktion.

Als „Herzensthema“ sehen die Trierer Christdemokraten den Bereich des Ehrenamts und des Sports. „Trier lebt vom Ehrenamt, vor allem in den Stadtteilen“, erklärt Dempfle, um mit Stolz hinzuzufügen, wie sehr man als CDU für die Umwandlung des Sportplatzes in Irsch in eine Kunstrasenanlage kämpfen musste. „Wir mussten uns da mit Gewalt gegen Bürgermeisterin Birk durchsetzen.“ Förderung des Ehrenamts und des Sports bedeutet für die CDU dabei vor allem die Förderung der Trierer Sportstätten und der Freien Träger. „Einsparungen hier gehen gar nicht. Jeder Cent kommt hundertfach zurück.“ Außerdem sollen bürokratische Hürden abgebaut werden und die Verwaltung helfend zur Seite stehen. Ähnlich wie das Olewiger Weinfestes soll nach CDU-Meinung auch das bisher städtisch organisierte Altstadtfest in Ehrenamtshand. Dempfle nennt das “den Menschen den Weg freimachen.”

Welches „Herzensthema“ die anderen Parteien ausgewählt haben und wie sie zu einem möglichen neuen Trierer Shoppingcenter stehen, erfahren Sie morgen in einem weiteren Teil unserer Reihe zur Kommunalwahl. (rom)

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