„Schuld sind immer die anderen!“

0

TRIER. Vom 15. Mai – 30. Juni finden in Trier und im Kreis Trier-Saarburg zum 16. Mal die Gewaltpräventionswochen statt, die der Arbeitskreis Gewaltprävention mit seinen Kooperationspartnern initiiert und durchführt (lokalo berichtete).

Gemäß dem Motto der Gewaltpräventionswochen „Gewalt hat viele Gesichter“ erläutert Anja Geishecker von der AG Frieden und Koordinatorin des Arbeitskreises: „Es ist uns wichtig eine breite Öffentlichkeit anzusprechen. Deshalb gibt es eine große Vielfalt verschiedener Veranstaltungsangebote sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene und Multiplikatoren.“

Mit „Schuld sind immer die anderen!“ bietet der Arbeitskreis in Kooperation mit dem Filmpalast Broadway einen 2012 prämierten Film an, in dem der Weg eines jugendlichen Straftäters in einer Resozialisierungsmaßnahme in dramatischer Weise dargestellt wird. „Beim Thema Gewalt geht es immer auch um die Schuldfrage“, so Irene Stangl vom Jugendnetzwerk Konz, „Kinder und Jugendliche – aber auch Erwachsene – suchen die Schuld schnell ‚im Außen‘, beim anderen! Erst wenn der Blick nach innen gerichtet wird, kann das eigene Handeln reflektiert und die Verantwortung hierfür übernommen werden. Das stellen wir in unserer täglichen Arbeit immer wieder fest!“

Neben „Kino gegen Gewalt“ gibt es „Theater gegen Gewalt“. Verschiedene Theateraufführungen, sowohl für Grundschulen als auch für weiterführende Schulen, bilden einen weiteren Höhepunkt im diesjährigen Programm.

Vor dem Hintergrund, dass in einer globalisierten Gesellschaft interkulturelle Kommunikation und Kompetenzen an Bedeutung gewinnen, bietet der Arbeitskreis auf einer Fachtagung einen Vortrag und ein Seminar zum Thema „Interkulturelle Mediation in Theorie und Praxis“ an. Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind „Das konfrontative Gespräch“ und „Gewaltfreie Kommunikation“.

Wie jedes Jahr gibt es verschiedene Workshops für Kinder zur Selbstbehauptung und -verteidigung sowie viele Spiel- und Sportveranstaltungen, in denen es um Kooperation und um „Fair play“ geht. (red)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.