Die Freien Wähler zur Innenstadtentwicklung: Bürgerbeteiligung bei Center-Projekten

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TRIER. Man habe Angst vor dem Abzug der Kunden aus dem Innenstadtbereich, betont FWG-Spitzenkandidatin Christiane Probst. Daher käme der Standort Europahalle für einen Center-Neubau nicht in Frage. Der aktuelle Standort des Warenhauses Karstadt könnte eine Alternative sein. Dazu fordern die Freien Wähler den stärkeren Einsatz von Bürgerbeteiligungsinstrumenten.

Das Strategische Entwicklungs- und Nutzungskonzept (SENI) sei ein gutes Grundlagenkonzept, das als faktenbasierte Entscheidungsgrundlage dienen könnte. Dabei soll sich die Stadt nicht von Angeboten wie zum Beispiel eines möglichen Theaterneubaus locken lassen, betont Probst. Bereits in anderen Städten hatten Investoren wie ECE oder mfi solche Angebote unterbreitet. Viele Kritiker sehen aber die Gefahr, dass die Investoren sich nur mangelhaft an vorherige Absprachen halten könnten. Die Freien Wähler fordern daher als Grundlage eine europaweite Ausschreibung, falls sich die Stadt für ein neues Center entscheidet.

Wie SPD, Grüne und Linke fordert man zudem Attraktivitätssteigerungen für Paulin- und Saarstraße. „Das BDI-Projekt (Anm. d. Red: ein Projekt zur Quartiersentwicklung) ist ein guter Anschub dafür, möglicherweise muss langfristig über einen verstärkten ehrenamtlichen Einsatz vor Ort nachgedacht werden“, so Probst. Als Beispiel könne die Neustraße dienen, die auch mit kleinen Maßnahmen Akzente setzt, wie zum Beispiel zuletzt mit einheitlicher Blumendekoration an den Ostertagen.

Als Schwerpunktthema der FWG sieht Probst die regionale Wirtschaftsförderung: „Ohne einen gesunden Mittelstand und ohne damit verbundene Einnahmen ist hier Vieles nicht möglich.“ Vereinskollege Kleber kann da nur zustimmen: „Vor allem müssen wir dafür sorgen, dass die Unternehmen hier in der Region bleiben und auch hier Aufträge bekommen.“ Kleber schlägt in diesem Zusammenhang eine Art „Bonusförderung“ vor. Darunter versteht die FWG beispielsweise einen städtischen Anreiz für die Beauftragung Trierer Unternehmen, zum Beispiel im Bausektor. So stärke die Stadt sowohl die Unternehmen, als auch die Arbeitnehmer. Ob und wie sich genau solch ein Bonussystem etablieren ließe, wolle man noch genau überprüfen.

Welches „Herzensthema“ die anderen Parteien ausgewählt haben und wie sie zu einem möglichen neuen Trierer Shoppingcenter stehen, erfahren Sie morgen in einem weiteren Teil unserer Reihe zur Kommunalwahl. (rom)

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