In Egbert steppt der Bär

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TRIER. Es ist eine große Allianz zum Erhalt der Egbert-Schule am Standort im Gartenfeld: Schüler, Eltern, Lehrer, die gesamte Schulgemeinschaft hatten am Sonntag unter dem Motto „Wir feiern Egbert!“ zum Stadtteilfest auf das Schulgelände an der Olewiger Straße geladen. Rund 400 Gäste waren gekommen – und unterstrichen damit die Forderung nach einer baldigen Rückkehr der Schule aus dem Exil in Kürenz. Der Stadtratsbeschluss vom März 2013, der den Erhalt des Standortes garantiere, müsse endlich umgesetzt werden, war der einhellige Tenor.

Förderverein und Schulelternbeirat wollten mit diesem Fest ein Zeichen für die Egbert-Schule setzen und zeigen, „dass die Egbert-Schule lebt und gelebt wird“. Der auch mit Blick auf den 25. Mai, dem Tag der Kommunalwahlen, kurzfristigen Einladung an den Stadtvorstand und die schulpolitischen Sprecher der Stadtratsfraktionen waren Vertreter der CDU, der SPD und der Grünen gefolgt. In der Vernetzung, so Vertreter von Förderverein und Elternbeirat, zeige sich ferner deutlich, dass die Grundschule mit zahlreichen Anknüpfungspunkten als lebendiger Treffpunkt tief im Gemeinschaftsleben des Ortsteils verwurzelt sei.

Um die Bedeutung der Schule für das Viertel zu unterstreichen, gestalteten Vertreter einiger der im Viertel ansässigen Institutionen mit ihren Grußworten das Programm mit: Neben Schulleiterin Johanna Keller unterstrich auch Ortsvorsteher Dominik Heinrich die Bedeutung der Egbert-Grundschule für den Stadtteil – insbesondere am Standort an der Olewiger Straße in einer engen und gewinnbringenden Zusammenarbeit.

Schließlich fand Professor Dr. Gunther Franz als ausgewiesener Kenner die richtigen Worte, um den Namenspatron der Schule – auch mittels einiger Schautafeln aus dem Egbert-Kodex (Leihgabe der auch im Schulbezirk liegenden Stadtbibliothek) – in seiner Rolle als Förderer der Kunst und Kultur lebendig werden zu lassen.

Eingerahmt wurde die Feier von musikalischen Darbietungen des „Chor über Brücken“ unter Leitung von Julia Reidenbach. Im Anschluss hatten die Kinder Gelegenheit, ihre Schule zu malen, während alle Gäste neben den sofort ausgestellten Werken auch die Vorführungen zweier eigenproduzierter kleiner Filme anschauen, sich vom Zauberer unterhalten lassen und unter Musikbegleitung das kulinarische Angebot nutzen konnten.

Als ein Fazit des Stadtteilfests richteten die Organisatoren erneut den Aufruf an die Stadtverwaltung, den Stadtratsbeschluss vom März 2013 zum Erhalt der Egbert-Grundschule im Bestand endlich umzusetzen, „weil Hängepartie um die notwendigen Arbeiten offensichtlich der Entwicklung und der Arbeit im sehr kinderreichen Viertel schadet und insbesondere die hervorragende pädagogische Arbeit im Ganztagsbetrieb der Egbert-Grundschule gefährdet“. (red)

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7 KOMMENTARE

  1. Was hat denn eigentlich der Stadtrat im März 2013 beschlossen ?

    Zitat aus dem Schulentwicklungsplan (Absatz 4.17) : „Die Grundschule Egbert bleibt ohne Aus- oder Neubau erhalten“.

    Das heisst zwar, dass man die Egbert-Grundschule erhalten will, dies jedoch nur dann, wenn kein Geld dafür nötig ist.

    Also muss die Stadtverwaltung im Moment eigentlich gar nichts tun …

  2. Bzgl. der Egbert-Grundschule lautete der genaue Beschluss: „Die Grundschule Egbert bleibt ohne Aus- oder Neubau erhalten. Die Schulbezirksgrenzen sind so zu verändern, dass die zusätzlichen Kinder von Ausonius und Olewig aufgenommen werden können, ohne dass Egbert erweitert werden müsste.“

    Hierzu sollte man wissen, dass der Egbert-Schulbezirk zu denen gehört, für die laut Biregio-Konzept der größte Wachstum an Schülerzahlen prognostiziert wurde. Dies bedeutet, dass das bestehende Schulgebäude eine noch größere Schülernzahl mittelfristig nicht aufnehmen kann und dieses Manko mit einer Änderung der Schulbezirksgrenzen kompensiert werden kann. Der Beschluss besagt folglich, dass die Egbert-Grundschule nicht im Bestand erweitert oder durch einen Neubau ersetzt werden soll – um noch mehr Schüler aufnehmen zu können.

    Bereits zum damaligen Zeitpunkt waren die erforderlichen Sanierungskosten im Biregio-Konzept für sämtliche Schulen beziffert und damit allen Fraktionen bekannt. Die Sanierungskosten der Egbert-Grundschule wurde mit knapp 1,1 Mio. Euro angegeben.

    Die Verwaltung hätte nun die Pflicht, gegen den Schimmelbefall anzugehen, damit der Unterricht dort weitergeführt werden kann. Der Stadtrat hat nämlich mit großer Mehrheit den Erhalt der Egbert-Grundschule am Standort beschlossen!

  3. Genau so ist es und ist es immer noch?
    Wer hat eingentlich in der Vergangenheit seinen Job nicht oder so schlecht gemacht, dass nun die Schule einen solchen Instandhaltungsstau aufweisst?????

    Die Bürger müssen das wissen!

  4. Die Egbert Schule wird sicherlich zu gemacht werden und das ist auch gut und richtig so. Den meisten Zuwachs verzeichnen die schon lange nicht mehr und wenn die noch weiter im Exil (eigentlich haben die Kürenz ja eher annektiert) bleiben dann wird sich das von alleine regeln. Wenn ihr Egberter nun noch glaubt dass der von euch ge“holte“ Super Ortsversteher da was dran ändern kann seid ihr sicherlich auf dem falschen Dampfer ! Guten morgen und hallo wach !

    Übrigens wäre es mehr als nett wenn die Verantwortlichen der Egbert Exil Schule es mal schaffen würde ihre Lebensmittelrestetonne nicht unabgeschlossen in der prallen Sonne auf dem Schulhhof stehen zu lassen. Kommt nicht gut wenn die mal umkippt und dann wissen wir alle was da stinkt Herr Just!

  5. Ach Sie Brunnenvergifter; auch Ihr toller Name hilft nicht weiter. Hier muss kein Streit Egbert gegen Kürenz ausgefochten werden. Kürenz ist zu und bleibt es auch.

    Ich will auch wissen, wieso es bei Egbert so weit kommen musste. Wieso das Gebäude systematisch (ob aus Dummheit, Faulheit oder was auch immer) kaputt gemacht wurde und auch, ob das für andere Gebäude auch gilt?
    Wieso können die Stadtwerke z.B. die Parkhäuser in so gutem Zustand halten, wie sie in Trier sind (tiptop!), wieso die Stadtverwaltung nicht? Was läuft da?

  6. habe ich geschrieben dass kürenz wieder aufgemacht werden soll ?!?! nein ich meine das gleiche sollte halt mit egbert auch passieren. da brauch ich auch nix mehr zu vergiften, denn dort sind ja schimmelbedingt scheinbar genug verunreinigungen (-: …

    das gebäude systematisch kaputt gemacht ?!? ist ziemlich weit hergeholt …. wenn ich mir den ganzen wischi waschi schuldzuweisungskram der in den medien breitgetreten wurde so durchlese, frage ich mich wie innerhalb der fastnachtstage ein komplettes gebäude von wem kaputt gemacht wurde ? oder geht dieser vorwurf etwa an das dort beschäftigte personal ?

    das gebäude ist schon seit jahrzehnten marode ! die frage die sich eigentlich viel eher stellt, ist wieso es passieren konnte dass die schüler eines vergleichsweise viel intakteren gebäudes verdrängt wurden damit dann im anschluss die egberter dort einkehren konnten … nun aber bitte nicht behaupten das konnte zur zeit der entscheidung keiner wissen !?! das wäre lächerlich denn immerhin wurden zu seiner zeit genügend argumente diesbezüglich (egal wo) geliefert !

    um dem ganzen noch die krone aufzusetzen fordert die lehrerschaft einen neubau !?!?! also wenn das passieren sollte dann ist die frage was da läuft wohl mehr als berechtigt ….

    vielleicht an der stelle mal wieder ein vorschlag

    standort (nicht schule) egbert dicht, schulgrenzen in richtung olewig und vielleicht dem neuen oststandort egbert (soterstrasse) an die realität anpassen und gut ist … dann brauch ja auch niemand mehr umzugskisten zu packen …

    in dem fall von streit ausfechten zu sprechen ist lächerlich … ihr solltet die entscheidung dann vielmehr genau so mit grummeln akzeptieren wie einst die kürenzer und das beste draus machen statt irgendwelche abstrusen forderungen zu stellen ….

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