Menschen Räume eröffnen – Pfarrer Guido Kohlenberg in Bitburg eingeführt

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BITBURG. Am Sonntag, 4. Mai 2014, ist Guido Kohlenberg, neuer Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bitburg, durch Superintendent Dr. Jörg Weber in einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt worden. Kohlenberg tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Jochen Debus an, der im vergangenen Jahr auf eine Pfarrstelle der badischen Landeskirche gewechselt war.

Guido Kohlenberg wurde 1964 in Duisburg geboren. Nach Vikariat und Hilfsdienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Oberpleis in Königswinter war Kohlenberg 14 Jahre Pfarrer in Cochem. Zuletzt hatte er eine Pfarrstelle in Frankfurt/Oder inne, seit dem 1. Mai ist er nun Pfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Trier.

Kohlenberg, der eine therapeutische Zusatzausbildung in der Gestaltberatung absolviert, liegen in der Gemeindearbeit besonders Gottesdienst, Predigt und Seelsorge am Herzen: „In Gottesdienst und Seelsorge sollen die Menschen mit ihrem „So-Sein“ Raum finden. Räume eröffnen, das ist etwas, was mir, wenn es gelingt, viel Freude bereitet. Und das schließt Glaubens- und Lebenshilfe mit ein.“ Seelsorge läge ihm sehr am Herzen, so der Pfarrer, „aber ich predige auch gerne.“ Besonders in den letzten Jahren in Frankfurt/Oder habe er sich mit der Frage beschäftigt, „wie man biblische Texte so übersetzt, dass Menschen sie wirklich verstehen. Mein Wunsch ist es, dass Menschen etwas aus dem Gottesdienst mitnehmen.“

Für seinen Start in der Evangelischen Kirchengemeinde Bitburg hat Kohlenberg sich aber vor allem eines vorgenommen: „Für die erste Zeit werde ich gerne erst mal hingehen, hinsehen und hinhören – mir geht es darum, erst einmal genau hin zu schauen.“

Superintendent Dr. Jörg Weber erinnerte in seiner Ansprache anlässlich der Einführung an den großen Schritt Kohlenbergs von Frankfurt/Oder an der polnischen Grenze in die Kirchengemeinde Bitburg, die an Luxemburg grenzt und betonte: „Sie bringen aus diesen fünf Jahren in Frankfurt/Oder auch eine wie Sie sagten typisch Ost-Erfahrung mit: „Ich lass mir was einfallen“ heißt es, wenn eine Situation eintritt, die unvorhergesehen ist. Ich denke, Sie können diese Erfahrung gut bei uns einbringen.“

Denn Kirche sei in diesen Zeiten immer wieder neu zu denken, so Weber weiter: „Im Blick auf das, was in den nächsten Jahren an Umbrüchen und Änderungen auf uns zukommt, kann man diese Lebensweisheit „Ich lass mir was einfallen“ gut gebrauchen.“ Dazu brauche es jedoch vor allem eins, so der leitende Theologe des Evangelischen Kirchenkreises Trier: „Die Gnade unseres Gottes. Er schafft uns Raum. Raum zu glauben und zu vertrauen. Damit wir diesen Raum weit machen für andere.“

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