Geheiligt werde die Planung – Ministerium reagiert

0
Blick ins Treppenhaus in einem der Häuser "Am Irminenwingert".

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. 700 000 Euro hätte die Stadt 2013 aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“ von Bund und Land für Trier-West abrufen können. Weil das zuständige Sozialdezernat von Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) jedoch kein zuschussfähiges Projekt einreichte, blieb das Geld im Topf. Deswegen formiert sich im Stadtteil eine seltene Allianz – von der CDU bis hin zu den Linken. Ortsvorsteher Horst Erasmy sagt: „Ich habe die Nase gestrichen voll!“ Das Rathaus beschwichtigt: Man plane, heißt es aus Birks Dezernat. So auch im Irminenwingert, wo in den Wohnungen der Schimmel steht. Gearbeitet wird seit Birks Amtsantritt 2010 – an einem Konzept. Inzwischen hat das Mainzer Innenministerium auf den lokalo-Bericht reagiert (siehe Infobox).

Von Eric Thielen

Immer ist da diese Mauer des Schweigens. Durch die blinden Fensterscheiben dringt kaum ein Laut. Ab und an öffnet sich ein Loch in den dunklen Höhlen. Ein Kopf lugt hervor. „Morjen“, heißt es dann. Und das Fenster schließt sich wieder. Die Kamera verunsichert die Menschen zusätzlich. Sprechen will hier keiner, über die eigenen Wohnverhältnisse schon gar nicht.

Trier-West, Irminenwingert. Kurz vor der Kurve am Ende der Gneisenaustraße und erst recht dahinter beginnt eine andere Welt. Der letzte Block im Gneisenau-Quartier darbt vor sich hin. Zwischen dem schnieken neuen Jobcenter ein paar Meter weiter unten und der Soccerhalle Don Bosco wuchert das Unkraut. Die kleinen Kinder, die früher dort in den großen schwarzen Reifen zwischen Unrat spielten, sind zwar verschwunden. Der Eindruck des unausweichlichen Verfalls aber ist geblieben. Eine Spur Kosmetik als Alibi, ein wenig Farbe zur Beruhigung des Gewissens – Trier-West ist ein Stiefkind.

„Man schämt sich schon“, sagt der junge Mann mit der Baseballmütze, der aus einem der renovierten Häuser am Hang im Irminenwingert tritt. Er stellt die Mülltonnen vor die Türe und blickt hinüber auf die andere Straßenseite. „Früher habe ich selbst da gewohnt“, erzählt er, „aber jetzt…“ Er lässt den Satz unvollendet. Eigentlich sei es ganz nett gewesen, sagt er noch. Eigentlich. Man habe einen Teich hinter dem Haus gehabt, mit Fischen und um sich im Sommer die Füße zu kühlen.

Ein Bad? „Nein“, lacht er, „das hatten wir nie.“ Irgendwo auf dem Flur vielleicht. „Aber so genau weiß ich das nicht mehr. Ich glaube, das habe ich verdrängt.“ Als Kind achte man nicht so genau darauf. Froh sei er, sagt er, jetzt nicht mehr dort zu wohnen. „Ja, ganz ehrlich.“ Dann geht er durch das silberfarbene Tor zurück zu seiner Wohnung mit Badezimmer. Als er den Blick noch einmal über die braun-graue Wand der städtischen Häuser schweifen lässt, hält er kurz inne. „Nein“, sagt er und schüttelt der Kopf, „ich weiß auch nicht, was man da noch machen kann.“

Wie er sind viele Menschen in Trier-West inzwischen ernüchtert, Fatalismus macht sich breit. Vor vier Jahren wurde der Masterplan für den Stadtteil mit großem öffentlichem Getöse aufgelegt, 2009 eine Planungswerkstatt abgehalten. Institutionen, Organisationen, Vereine, Behörden, Verwaltungen und die Frauen und Männer von der Straße waren daran beteiligt – eine Aufbruchstimmung war zu spüren. Doch außer einigen Vorzeigeobjekten wie dem Jobcenter und dem Haus des Jugendrechts sei kaum etwas vorangekommen, ist der Tenor im Stadtteil.

„Passiert ist seit 2009 nicht viel“, sagt Ortsvorsteher Horst Erasmy (CDU). Dem Christdemokraten schwillt der Kamm, wenn er daran denkt, was alleine mit den 700 000 Euro, die Trier-West 2013 aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“ hätte bekommen können, möglich gewesen wäre. Hätte. Denn das Geld wurde nicht abgerufen, weil das zuständige Dezernat von Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) kein zuschussfähiges Projekt eingereicht hatte – auch nicht für die Sozialraumwohnungen der Stadt am Irminenwingert. Die Begründung: „Die verwaltungsinternen Entscheidungen über die Verwendung der Fördermittel waren noch nicht abschließend getroffen worden.“ Schließlich seien „hierbei enge und komplexe Absprachen zwischen zwei Dezernaten vonnöten“ – zwischen Birks Sozialdezernat um dem Baudezernat von Simone Kaes-Torchiani (CDU).

„Diese Schussligkeit, ja Schlamperei der Verwaltung ist einfach unfassbar“, wettert Erasmy. „Es geht doch hier um die Menschen“, schiebt er nach. „Wie die städtischen Wohnungen aussehen, ist ein Skandal – da muss jetzt einfach etwas passieren.“ Mit den meisten Kolleginnen und Kollegen der anderen Parteien im Ortsbeirat ist Erasmy sich in Bewertung und Beurteilung der Situation im Stadtteil einig. Es ist eine Allianz über die Parteigrenzen hinweg.

Linde Andersen von den Linken hatte auf der Sitzung des Beirates Ende März vom Schimmelbefall in den städtischen Wohnungen berichtet. Aber die Menschen hätten Angst, den Mund aufzumachen. „Was verständlich ist“, sagt Erasmy, „weil sie sich vor den Konsequenzen fürchten.“ Trier-West brauche endlich Taten und keine Absichtserklärungen mehr, fordert der Ortsvorsteher. „Weil es so nicht weitergehen darf.“

Von Versprechungen die Nase voll

Den Schimmelbefall in den städtischen Wohnungen räumt das Rathaus gegenüber lokalo zwar ein. Der trete hin und wieder auf, heißt es. Maßnahmen zur Beseitigung würden jedoch „unverzüglich nach Bekanntwerden beauftragt“. Zuletzt seien im November 2013 Umfragen im gesamten Wohnungsbestand durchgeführt worden. Drei Mieter aus dem Irminenwingert hätten sich daraufhin gemeldet. Die Schäden seien aufgenommen und deren Beseitigung umgehend beauftragt worden.

Für Erasmy ist das nicht mehr als Flickschusterei. „Was hier aus dem Dezernat Birk kommt, erinnert stark an die Phrasen zum Schulentwicklungsplan und zum Schulbaukonzept.“ In der Antwort des Rathauses auf die lokalo-Anfrage zum Zustand der städtischen Wohnungen in Trier-West dürfte sich der Christdemokrat in seiner Einschätzung bestätigt sehen. „Die Stadt arbeitet seit Herbst 2010 an einem Konzept zur Sanierung der städtischen Wohnungen“, teilt Birks Dezernat kurz mit.

Seitdem sind vier Jahre vergangen. Doch das Dezernat der grünen Bürgermeisterin ist über die Arbeit an einem Konzept nicht hinausgekommen – vom Beginn der Sanierungsarbeiten ist ohnehin keine Rede. Man plane, heißt es stets aus dem Rathaus. Man plane auch an einem Projekt, um die 700 000 Euro Fördermittel für 2013 doch noch abrufen zu können. Das Geld sei nicht endgültig verfallen, sondern könne, „sobald die entsprechenden Planungen abgeschlossen sind, abgerufen werden“.

Ferner sei man in der Projektplanung bis 2018, die sich allerdings noch in der verwaltungsinternen Abstimmung befände. „Aussagen zu konkreten Projekten können daher noch nicht getroffen werden“, teilt Birks Dezernat weiter mit. Dabei drängt die Zeit erneut. Denn für 2014 stehen Trier vier Millionen Euro aus dem Fördertopf der „Sozialen Stadt“ zu – für Trier-West, Trier-Nord und Trier-Ehrang. „Ich bin wirklich gespannt, ob sich in diesem Jahr etwas tut“, sagt Erasmy. Im Dezernat der Bürgermeisterin sieht man das offenbar ganz entspannt: In Kürze werde es Gespräche mit dem Land zum Umfang der künftig verfügbaren Städtebaufördermittel geben.

Auch die Planungen für die – geplante – städtische Wohnungs-GmbH sind noch nicht abgeschlossen. Die jedoch sollte schon längst existieren, weil die Stadt für ihren Wohnungsbestand keine finanziellen Rücklagen bilden darf. Dazu lässt Birks Dezernat mitteilen: „Die geplante Neuorganisation des städtischen Wohnungsbestandes in einer neuen Rechtsträgerschaft ist bisher noch nicht vollzogen. Nach aktuellen Planungen soll die Gründung der neuen Gesellschaft noch in diesem Jahr erfolgen.“ Wann genau, wird nicht gesagt.

Was für die städtischen Wohnungen gilt, trifft auch auf das Gneisenau-Areal zu. Auch hier heißt es, das städtebauliche Gesamtkonzept werde derzeit überarbeitet, „kleinere Arrondierungsarbeiten rund um die bereits sanierten Gebäude“ seien in Vorbereitung. Geplant wird also auch dort. Ein Ergebnis liegt allerdings auch hier nicht vor. Ersamy kann bei solchen Aussagen nur den Kopf schütteln. „Ständig wird uns etwas erzählt über Konzepte, die angeblich schon vorliegen. Hoffnungen werden geschürt und platzen dann wieder.“ Der Christdemokrat hat von den Versprechungen, wie viele aus Trier-West, die Nase voll.

Das Amtsdeutsch aus dem Dezernat der grünen Bürgermeisterin Birk klingt folglich wie Hohn in den Ohren von Erasmy. „Derzeit werden verwaltungsinterne Abstimmungen und Berechnungen bezüglich der künftigen Gebäudenutzung und des genauen Zeitplans vorgenommen.“ Auch das lässt die Grüne mitteilen. Diese würden dann auf das Gesamtkonzept für den Gneisenaubering abgestimmt. „Wann?“, fragt Erasmy. Eine Antwort darauf gibt es nicht.

So hält es der Ortsvorsteher von Trier-West zumindest derzeit mit dem jungen Mann im Irminenwingert, der wie jeden Montag seine Mülltonnen auf die Straße stellt. „Ob ich das noch erlebe, dass sich hier etwas tut?“, fragt er skeptisch. „Nein, ich glaube nicht.“ Er ist 25 Jahre jung. (et)

„Mittel sind nicht verfallen“

Inzwischen hat auch das Mainzer Innenministerium von Roger Lewentz auf den lokalo-Bericht über Trier-West reagiert und die Angaben des Rathauses zu den Fördermitteln „Soziale Stadt“ bestätigt. Demnach sind die für 2013 nicht abgerufenen 700 000 Euro für Trier-West „nicht verfallen“, wie ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag mitteilte.

„Sofern die Stadt Trier konkrete Maßnahmen projektiert hat, kann nach positiver Prüfung der Förderungsfähigkeit eine Förderung durch das Innenministerium erfolgen“, heißt es aus Mainz. Ferner sei für die zweite Maihälfte 2014 ein Gespräch mit Vertretern der Stadt Trier über den Fördermittelbedarf der nächsten vier Jahre geplant. Konkrete Projekte für Trier und damit auch für Trier-West wurden vom Ministerium allerdings nicht genannt.

Nach Angaben von Innenminister Lewentz (SPD) stehen Trier auch in den kommenden Jahren Fördermittel in Millionenhöhe aus dem Topf „Soziale Stadt“ zu – sofern die Stadt entsprechende Projekte bei der Mainzer Landesregierung einreicht. (et)

 

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

1 KOMMENTAR

  1. Liebe Frau Bürgermeistern Birk, nehmen Sie doch bitte endlich Ihren Hut. Gehen Sie meinetwegen nach Brasilien den Regenwald retten aber lassen Sie endlich Trier in Frieden.
    Sie werden von unseren Steuergeldern bezahlt und leisten nichts dafür. Wenn das kein Skandal ist, dann möchte ich wissen was einer ist.

  2. Birk(el) und Käse-Tortellini. Und die haben noch die Frechheit zu sagen sie wollen wieder kandidieren ? In welcher Welt leben wir, das man so was nicht aufhalten kann. Genug ist genug, bevor unsere Stadt gegen die Wand gefahren wird.

  3. Wir hatten doch schon mal die Pest in Trier. Jetzt haben wir die politische Pest. Was diese beiden Damen im Rathaus so treiben ist Körperverletzung eines jeden einzelnen Trierer Bürgers. Der Jensen hat aber die grosse Verantwortung, macht nichts, tummelt sich im Namen der Stadt Trier von Feierlichkeit zu Feierlichkeit. In einem Verein würde man eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen aber dieses Kasperletheater da sind wir machtlos ausser es gäbe einen Protestaktion vor dem Rathaus mit mehreren hundert Trierer Bürgen aber mit so richtig Hass dieser Politik gegenüber. Ich kann mich vor Wut kaum halten wenn ich sowas wieder mal lese

  4. Wie heuchlerisch ist das? Überall in Trier hängen diese „Verdämmt gut“-Plakate, in denen Handwerker Böden sanieren. So werben ausgerechnet die Grünen in Trier um Stimmen, während in sanierungsbedürftigen Gebäuden der Schimmel nur so sprießt.

    Stattdessen lebt man den Traum von einer grünen Seilbahn, gehts eigentlich noch? Dämmmaterial geraucht?

  5. AfD Trier zum Thema „700.000 Euro verschenkt“:

    Weil die Trierer Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) es nicht schaffte, ein Projekt in Trier-West für eine Förderung auszuwählen, entgingen dem Stadtteil Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro. Den Ortsvorstehern in Trier wird schon lange kein Gehör mehr geschenkt, und so verhallten auch die Projektvorschläge der Trier-Wester ungehört.

    Statt sich um Schimmelbefall in den städtischen Wohnungen in Trier-West zu kümmern oder Jugendprojekte in Angriff zu nehmen, befassten sich die Grünen lieber mit ihrem Traum von der „Seilbahn“.

    Leider keine Satire: Die Grünen halten eine Seilbahn von den Höhenstadtteilen hinunter in die Innenstadt tatsächlich für eine realistische Alternative, um das Verkehrsaufkommen zu senken. Wir freuen uns darauf zu hören, wie man mit einer Seilbahn Schimmel bekämpft. Bei den hohen Preisen für Bustickets wäre die Preisgestaltung für eine Fahrt mit einer Seilbahn sicher spannend im Hinblick auf die Finanzierung. Eine Preissenkung im öffentlichen Nahverkehr wäre jedoch zielführender, um sowohl Straßen als auch die Umwelt zu entlasten. Aber eine grüne Seilbahn sieht halt schöner aus.

    Beim Betrachten der „Verdämmt gut“-Plakate der Grünen kommt man dann auch ins Grübeln. Auf der einen Seite haben wir in Trier einen Stadtteil, in dem sich in städtischen Wohnungen der Schimmel so richtig wohl fühlt, auf der anderen hängen überall Plakate mit Handwerkern, die gerade Böden sanieren. „Verdämmt“ heuchlerisch…

  6. @Mario
    Super Beitrag! Das Problem hat einen Namen und heißt Klaus Jensen. Die Beiden tanzen ihm auf der Nase herum und er lässt sich das gefallen. Ich befürchte nur, dass sich daran in den nächsten Monaten nicht ändert.

  7. Sehr interessant was Fr.Birk
    leistet. Das muss doch Konsequenzen
    haben !

    Ich hoffe, das Ortsvorsteher Herr Erasmy nicht die Flinte ins Korn wirft, wir brauchen solche motivierte Menschen.

    Mich wundert es dass dieses Thema nicht von unserer lokalen Zeitung intensiv aufgenommen wird….

  8. Ich kann es nicht fassen. Wie kann man nur so arbeiten.

    Ein Rücktritt ist das Minimum, entsprechende Entschädigungen aus privater Kasse, zwar unwahrscheinlich, aber im eigentlichen Gerechtigkeitssinn notwendig. Verzicht auf einen Teil der Pension ist eine Möglichkeit.

    Wo bleibt eine Stellungnahme?

    Und zwar genau hier und nicht im Wischi-Waschi Rathaus-Volksfreund-Blatt, die wahrscheinlich noch dabei helfen den Text weichzuspülen.

    Eigentlich wäre sogar eine öffentliche Kundgebung angebracht. Herr Jensen, sorgen Sie für den Dienst am Bürger und erklären Sie, oder lassen Sie erklären – von mir aus dann auch über eine wohl überlegte und „sichere“ Pressemitteilung.

    Das ist eine Schweinerei.
    Siebenhunderttausend Euro.
    Das muss man sich mal vorstellen.
    Unglaublich.

  9. Dieser Artikel macht mich wütend und fassungslos zugleich! Was muss denn alles noch passieren bzw. nicht passieren, damit Frau Birk endlich abgewählt wird? Liebe CDU und SPD, tut endlich eure Pflicht und beendet dieses Trauerspiel mit der Hauptdarstellerin Birk! Und zwar umgehend!!!!

  10. Lieber 10 Birk als eine kaes-torchiani!wie soll sich ein guter Charakter gegen die Hartherzigkeit im Baudezernat durchsetzen

  11. Was sind das für Menschen, die einer Stadt so etwas antun.

    Wenn noch ein Funken Anstand herrscht treten die Verantwortlichen sofort zurück.

    Kurz vor der Wahl wäre das nur im ersten Gedanke eine Blamage, liebe Grüne, liebe CDU.

    Glaubwürdigkeit erreicht ihr in meinen Augen nur noch dann wenn ihr die beiden Damen jeweils ausschließt. Mit Leuten die sowas verantworten will ich nichts zu tun haben.

    Pfui!

  12. VOLKSFREUND HEUTE http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/
    Heute-in-der-Trierer-Zeitung-20-Jahre-Partnerschaft-ueber-Grenzen-hinweg

    20 Jahre Partnerschaft über Grenzen hinweg
    (Trier) Zwei Tischtennisvereine aus Trier und Frankreich haben ihre Freundschaft gefeiert. Oberbürgermeister Klaus Jensen hieß Mitglieder des AS Gazelec Auxerre im Rathaus willkommen………

    Da ist er unser lieber OB Party machen beim Tischtennis

    Irgendwie ist das Ignoranz und gefühlte Arbeitsverweigerung des führenden TRIO`s

  13. Das hat die Stadt ja gut hingekriegt: Ablenken mit den läppischen 700 tsd Eu.
    Von den Skandalecken Südblick, Burgunderstraße, Tyrsustr. und Riverisstraße, um nur mal 4 von vielen Ecken zu nennen , an denen die Stadt wertvolle, dringend benötigten Wohnraum vergammeln läßt.
    Die Stadt hat 700 eigene Wohnungen, die seit 1 Jahr von der GBT „Verwaltet“ werden. Preisfrage: Wie viele Hausmeister hat die Stadt davor für diese Häuser beschäftigt?
    Antwort: Keinen. Nur einen Verwalter, der noch nicht mal einen Dienstwagen hat, sich mal die Häuser anzugucken.
    Ein Glück, das in Trier die Scharia nicht gilt. Also Glück für diesen Stadtrat(los).
    Früher hätte man das P… geteert und gefedert. Und heute? Die zuständigen Dezernentinnen bekommen B3 (6500 ¤ + X) , ein Stadtrat ~ 1000 ¤ „Aufwandsentschädigung“
    Was habt ihr aus meiner schönen Stadt gemacht.

  14. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich spüre es gerade vor Wahlkämpfen besonders:

    Man verliert das Vertrauen in „uns“.

    Das ist sehr, sehr schade.

  15. Moien,

    auch das Erstellen von Konzepten kostet bekanntlich Geld, ebenso der dafür erforderliche Zeitaufwand. Bin mal gespannt wie viel von den ¤ 700.000,- übrig bleiben wenn die „Narren im Rathaus“ mit ihren Überlegungen, Besprechungen, Planungen und Konzepterstellungen für unseren „Westen“ fertig sind. Viel Zeit bleibt da nicht mehr.

  16. Herr Erasmy, eigentlich ist Ihren Worten nichts hinzuzufügen: Auch wir Trierer haben die Nase gestrichen voll, und zwar restlos!! Was einen wirklich wütend macht, ist diese scheinbare Machtlosigkeit. Da sitzen derartige unfähige Leute mit einer hohen Besoldung in ihren Sesseln, jeder,auch der Stadtrat, weiß um deren Unfähigkeit und nichts passiert – wegen politischem Kalkül und eigenen Machtinteressen. Und da wundert sich noch einer über Politikverdrossenheit der Bürger. Nur immer weiter so!

  17. @alle die auf Jensen herumhacken

    Der Oberbürgermeister in Trier hat keinerlei Rechte sich in die Arbeit seiner Dezernenten/Dezernentinnen einzumischen, da jeder Dezernent sein Dezernat eigenverantwortlich leitet.

    Dies wird sich auch unter einem neuen OB nicht ändern, ob er nun Zock oder Leibe heisst.

  18. Hallo,
    Hier schreibt man , 2014 stehen Trier vier Millionen Euro aus dem Fördertopf der „Sozialen Stadt“ zu – für Trier-West, Trier-Nord und Trier-Ehrang.

    Was ist mit dem Stadtteil Mariahof und Heiligkreuz ?
    die Wohnungen sind auch teilweise von der Stadt und sind in einem schlechten Zustand
    die Fenster müßten erneuert werden die Bäder sind vom Schimmel befallen .
    Die liebe Frau Brink war sogar schon in einigen Wohnungen gewesen und hat versprochen sich darum zu kümmern …bis heute noch nix ist nun 3 Jahre her…vielen lieben dank auch

  19. @jethro gibbs
    , , , aber trotzdem könnte er durchgreifen, wenn er wollte oder? Ich glaube einfach, daß Jensen bei den ganzen Querelen einfach die Lust verloren hat, was ich sogar verstehen kann. Hätte ich nämlich auch, wenn ich jeden Tag mit den beiden „Grazien“ zu tun hätte 😉

  20. Die Missstände in Trier West sind nur ein Teil des ganz großen Missstands in der sozialen Wohnungsrealität in Trier.
    Überall in der Stadt sind die städtischen Wohnungen in einem erbarmungswürdigen Zustand.
    Klar muss man mal ein sehr drastisches Beispiel herauspieken, damit die Missstände überhaupt einmal thematisiert werden und die Wohnungen „Am Irminenwingert“ sind in der Tat ein sehr drastisches Beispiel, um nicht zu sagen, ein Schandfleck für ganz Trier.

    Ich kann nicht verstehen, wie sich Politiker in schönen Sonntagsreden über den „sozialen Wohnungsbau“ auslassen können und gleichzeitig so einen Zustand quasi vor der eigenen Haustüre dulden können. Ich bekomme jedesmal Bauchschmerzen, wenn ich die Reden höre, man brauche mehr bezahlbaren Wohnraum usw. usf., wie sie immer vor Wahlen gehalten werden.

    In ganz Trier ist der Zustand der städtischen Wohnungen ein ausgewachsener Skandal, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, denn es geht nicht nur um die Wohnungen sondern auch um die Menschen in den Wohnungen, die sich keine teuren Mieten leisten können und deshalb nicht wahrgenommen werden. Gerade von einem sozialdemokratischen Oberbürgermeister hätte ich mir in der Hinsicht viel mehr versprochen.

  21. @Stadtbewohnerin
    Wenn ich richtig informiert bin,sind nur West, Nord und Ehrang in dem Jahr in das Projekt aufgenommen.

  22. Der Fernsehsender Phönix hatte vor Jahren einen sehr guten Spot um auf die inhaltlichen Schwerpunkte des Senders hinzuweisen. Der Slogan dazu war: „Machen Sie sich das ganze Bild.“

    Und so Unrecht hatten die damals damit nicht, es ist immer gut möglichst viele Fakten zu kennen:

    Städtischer Wohnungsbestand:
    Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie Frau Birk 2010 kurz nach ihm Amtsantritt vollkommen entsetzt von einem Ortstermin in einer der städtischen Wohnungen zurückkam. Sie war entsetzt darüber, dass dort augenscheinlich seit Jahrzehnten nicht mehr investiert worden ist und sie war entsetzt darüber, dass in den Jahren zuvor alle guten, bis brauchbaren Wohnungen für einen Appel und ein Ei verscherbelt worden sind.

    Die rund 700 verbliebenen Wohnungen sind das Minimum dessen, was die Stadt Trier benötigt um in akuten Notsituationen handeln zu können, um Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren.

    Als erstes hatte sie damals im Stadtvorstand ein Moratorium eingebracht, damit keine weiteren Wohnungen mehr verkauft werden.

    Als nächstes hat sie sich dem Problem des Sanierungsstaus angenommen. Da Trier bekanntlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Städten, keine eigene Wohnungsbaugenossenschaft hat, muss eine entsprechende Struktur geschaffen werden. Die einberufenen Fachleute – es lagen von ihren Vorgängern, oder vom Baudezernat auch keine Daten über den Zustand der Wohnungen vor – haben einen Investitionsbedarf von etwa 35 Mio. Euro errechnet.

    Als Rechtsform hatten die Gutachter eine Stiftung favorisiert. Das Modell der Stiftung ist an den Widerständen der zuständigen Aufsichtsbehörde für Trier (ADD) gescheitert. Daher wird jetzt das GmbH-Modell umgesetzt werden.

    Dass die Stadt Trier bei Ihrer Finanzsituation die 35 Mio. Euro nicht alleine aufbringen kann, liegt auf der Hand. Daher wurden Verhandlungen mit dem Land Rheinland-Pfalz aufgenommen. Frau Birk und Herr Jensen haben in den Verhandlungen erreicht, dass etwa die Hälfte der Kosten aus Landesmitteln getragen wird. Die städtische Hälfte ist noch unsicher. Nach Angaben des Oberbürgermeisters wird sich die Sanierung über einen Zeitrahmen von 7 Jahren strecken. Das wären für den städtischen Haushalt eine Belastung von etwa 2,5 Mio. Euro pro Jahr.

    Die Versäumnisse von Jahrzehnten sind nicht in drei Jahren zu beseitigen. Und denjenigen zu prügeln, der als erster das Problem angeht, halte ich für wenig durchdacht.

    Soziale-Stadt-Mittel:
    Dass Frau Birk in ihrer Zeit als Ministerin in Schleswig-Holstein, maßgeblich dafür gesorgt hat, dass es das Programm Soziale-Stadt überhaupt gibt, lasse ich mal außen vor.

    Für die Sanierung des letzten Blocks im Gneisenau-Areal gab es mit dem Studierendenwerk einen Partner, und einen Sanierungsplan. Dieser wurde aber (@Jethro Gibbs) vom zuständigen Finanzdezernenten (OB Jensen) gestoppt, weil der städtische Anteil an den Kosten, nach Abzug der Fördermittel, noch zu hoch gewesen wäre.

    Neben der Sanierung des eben angesprochenen Gebäudes, gibt es natürlich auch andere Vorhaben, die mit den Fördermitteln unterstützt werden sollen. Die 700.000 Euro sind ja jetzt nicht verfallen, sondern „nur“ verschoben. Aber bevor gebaut wird, müssen – Herr Thielen hat es in seinem Artikel angedeutet – erst Widerstände abgebaut werden.

  23. Das klingt ja so, als müsste Frau Birk nach jedem Beschluss auf die Fertigstellung warten, um dann erst den nächsten bearbeiten zu können.

    Das ist schlicht zu langsam – deshalb geht es in 3 Jahren auch nicht hin.

  24. Entschuldigung Herr Kretzer aber das ist doch kein Argument. „Betroffenheit“ ist doch kein Maßstab für die Kompetenz einer Politikerin. Ich bin auch von vielen Dingen betroffen, aber dass intressiert meinen Chef herzlich wenig, wenn ich meine Leistung nicht erbringe!
    Soviel ich weiß bekommt Frau Birk ein fürstliches Gehalt aus der Steuerkasse und da ist es ein bisschen wenig, wenn man dafür „nur“ betroffen ist.
    Man kann auch nicht bei eigenen Fehlern immer auf andere oder rückwärts zeigen. Versprechungen machen und dann nicht liefern geht gar nicht. Und vier Jahre für ein Konzept sind auch bei aller Betroffenheit etwas viel.

  25. Ich bin einfach nur schockiert, die Bilder sind ganz schlimm, furchtbar ;-( wenn ich mir vorstelle, dass vielleicht auch Kinder da wohnen?!?

  26. @Ralf Schwab: Auf den Punkt getroffen, Herr Schwab! Betroffenheit ist in der Tat kein Kriterium für die Leistung eines Politikers. Ich glaube Herrn Kretzer gerne, dass Frau Birk von dem Zustand der Häuser entsetzt war und ist – aber als Dezernentin stehen nicht ihre persönlichen Qualitäten im Vordergrund, sondern ihre fachlichen! Und da bietet sich leider ein schlimmes Bild. Die Familien, die in diesen unwürdigen Wohnungen leben müssen,können sich nämlich von Frau Birks Betroffenheit auch kein Badezimmer kaufen. Da würden nur Taten helfen, die sie als Dezernentin schon längst hätte folgen lassen können!

  27. und dafür will die tolle EGP unter der Mithilfe der Stadt bald teure Luxuswohnungen auf dem alten Bobinet Grundstück bauen. Eine tolle Politik ist das, wo kaum noch bezahlbare Wohnungen da sind und die paar Wohnungen der Stadt vergammeln. Menschen werden wegsaniert, wenn sie nicht mehr ins Bild passen von der tollen Einkaufsstadt Trier.

  28. @Ralf Schwab und Wutbürger: Was Sie nicht verstehen wollen ist, dass Frau Birk diejenige ist, die gehandelt hat, nachdem es Jahrzehnte niemanden gekümmert hat, wie die Wohnungen aussehen. Und da geht es nicht um ihre Betroffenheit, sondern darum, dass sie bei solchen Problemen nicht wegsieht und anpackt.

    Und das Konzept ist ja soweit fertig. Aber glauben Sie mir, solch eine Aufgabe stemmt man nicht in kurzer Zeit. Es ist ja nicht nur das Amt von Frau Birk damit beschäftigt. Nach den Gutachtern und dem Grundsatzbeschluss des Rates (und es gab Stimmen aus den Fraktionen, die den Prozess stoppen wollten) kamen die Architekten die hinzugezogen werden mussten um den genauen Finanzbedarf zu errechnen. Mit dieser Summe begannen die Verhandlungen mit dem Finanzministerium über die Zuschüsse. Die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion muss zustimmen, dass städtisches Vermögen ausgelagert wird. Das Finanzamt muss die steuerrechtlichen Konsequenzen prüfen. Die zuständigen Abteilungen des Landes für die Städtebauförderung sind zwingend einzubinden. Das Baudezernat ist genauso beteiligt wie die Finanzabteilungen der Stadt. Und bestimmt habe ich noch jemanden vergessen.

    Haben Sie mitbekommen wie lange die Errichtung des Waldkindergartens gedauert hat? Und ging es nur um einen Bauwagen und eine Schutzhütte und es war nur ein Amt, das blockiert hat.

    Und natürlich wurde auch zwischenzeitlich Geld für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen ausgegeben. Wenn jemand in dieser Sache gehandelt hat, dann waren es mit Sicherheit Frau Birk und auch Herr Jensen. Den Schuh des Zustands der Wohnungen müssen sich hier die Vorgänger anziehen.

  29. Ein grundsätzliches Problem in der Stadt ist die Tatsache, dass selbst Eigeninitiativen ausgebremst werden. Auf dem Heiligkreuzer Sportgelände ist beispielsweise aufgrund der guten Jugendförderung des VfL Trier Platzmangel entstanden – um diesem in den Wintermonaten zu begegnen, wurde dort in Eigeninitiative ein Flutlicht-Mast auf einem kleinen Nebenplatz errichtet, auf Kosten des Vereins. Eigentlich sollte man so etwas von städtischer Seite her begrüßen, stattdessen wurde dem Verein jeder Stein in den Weg gelegt, den man finden konnte.

    Hatte ein Amt den Bauantrag genehmigt, schaltete sich ein anderes ein, weitere Gutachten wurden gefordert. So zog sich der Bau dieses Masts um Monate hin.

    Es liegt aber auch ein bisschen an den regionalen Medien, die solche Geschichten nicht aufgreifen und den Bürger nicht informieren. Man findet im TV beispielsweise bis heute nicht eine Zeile zum Thema „700.000 Euro“, was sehr bemerkenswert ist. Da stellt sich die Frage, warum das so ist.

    Da kann man vor lokalo.de nur den Hut ziehen – wer sich informieren will, tut das besser hier. Und auch noch völlig kostenlos.

  30. @Premm: Die Stadt IST die EGP. Zumindest, inkl. der Tochterfirmen etwas über 50 % .
    Die Wohnungen Bobinet sind doch nur für Kapitalanleger. Wer in die Dinger einzieht, ist selbst Schuld: Raumhöhen bis zu 6 Meter, direkt an der Westtrasse und die Qualität der Sanierung…..

  31. Wie lese ich da. 35.000.000,- für 700 Wohnungen. Das sind 50.000 Euro pro Wohnung. Hat hier der Limburger Bischof die Renovierung geplant.

  32. Ich möchte die Diskussion nicht stören, bin zu wenig im Thema, finde den ganzen Artikel aber toll geschrieben. Das liest sich wie Stern oder Spiegel. Richtig nah dran. Wenn man mal bedenkt wieviel Arbeit das ist..vor Ort sein, um Einlass bitten, O-Töne finden, Fotos machen.

    Finde ich stark. Mein grosses Lob.

  33. Wir wollen unsern alten Georg wieder haben. BERNARDING wollte und würde nämlich alle Wohnungen den Leuten unterm -pardon – A[…] verkaufen.
    Und würden super renoviert werden, aber nicht für die Bewohner. ALSO weiter so.

  34. keine bösen Märchen, Frau Britz und bei der Wahrheit bleiben, siehe Trier Nord Beutelweg Genossenschaft, Tr West Gneisenaustr GBT, Straßburger Allee usw, viele Millionen und zwar mit den Mietern.. oder wissen Sie es nicht besser?
    Liebe Grüße

  35. Jawoll Herr Bernarding, Sie wären der bessere OB geworden, aber leider wollte Sie Ihre eigene Partei nicht. Schade!!!

  36. @olli Aber auch er hat zu seiner zeit ,wie er selbst sagte ,die Ochsen vom ……..Amt nicht gebremst bekommen ! Nee nee lieber Olli da hat sich alles so verselbständigt, das auch der OB ziemlich hilflos ist.denn eins sicher und wird immer schlimmer,sie sollten eigentlich dem Bürger dienen,sie spielen sich aber auf wie die Herrscher !

  37. Ja, der Bernahrding ist ein Schlitzohr, bei dem man aufpassen muss was er macht. Aber:
    Er hat was gemacht und dazu gestanden. Dem ist nicht laufend das Führungspersonal weggelaufen. Wenn er überzeugt war: Ein Mann ein Wort. Gut, er hat sich jetzt nicht so beim TV eingeschleimt , aber damit konnte er leben. Im Gegensatz zum jetzigen Stadtvorstand, der es noch nicht mal packt vom Hauptmarkt zum Dom zu gehen, ohne sich zu verlaufen, hat er immer wieder Heimgefunden( zwar manchmal mit Hilfe, die aber nur zum laufen)
    Bitte Schorsch, komm zurück! Du kennst den Laden. Räum den Saustall auf. Meine Stimme hättest Du.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.