TBB-Abschlussfeier mit großem Basketballturnier auf Trierer Universitätscampus

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Eine bunte Mischung: Teilnehmer und Coaches des inklusiven Streetball-Turniers

Bildquelle: Lisa Löwe

TRIER. Tolles Wetter, super Stimmung und ein gelungenes Streetballturnier – die Abschlussfeier des Basketball-Bundesligisten TBB Trier lockte am Samstag rund 800 begeisterte Basketballfans aus der Region an den Campus der Universität Trier und machte so ein „Naherlebnis“ mit den Stars der Trierer Basketballer möglich.

Von Yvonne Romes

Die Veranstaltung, die in Kooperation der TBB mit der Lebenshilfe Trier organisiert wurde, gab den Fans neben diesen ganz persönlichen Begegnungen mit ihren Idolen die Möglichkeit, an einem Basketballturnier der besonderen Art teilzunehmen: 12 Mannschaften spielten um den Titel, betreut jeweils von einem Profi der TBB, die ihre Teams mit fachmännischem Rat coachten. Zudem wurde ein inklusives Turnier ausgerichtet, in dem Teams, die sowohl aus behinderten Menschen als auch aus uneingeschränkten Teilnehmern bestanden, um den Titel kämpften.

Der Trierer Shooting Guard Mathias Mönninghoff, der persönlich wegen Krankheiten und Verletzungen eine schwierige Saison hinter sich gebracht hat, zeigte sich äußerst zufrieden mit seinen drei Mannschaften, denen er als Coach zur Verfügung stand – alle drei Spiele wurden gewonnen. Mönninghoff zog außerdem ein sehr positives Resümee der vergangenen Spielzeit: „Besonders ausgezeichnet hat uns in dieser Saison der außerordentlich gute Zusammenhalt des Teams. Mit ein bisschen weniger Verletzungspech wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen.“

Auch Nationalspieler Andi Seiferth, der im August im Länderspiel gegen Luxemburg in seiner heimischen Arena auf einen Einsatz hoffen darf, sah das anhaltende Verletzungspech als einzigen Makel der sonst zufriedenstellenden Saison, schaut aber zuversichtlich in die kommende Spielzeit: „Mit diesem Kader ist einiges möglich, wir schauen optimistisch in die Zukunft.“

Dazu passt auch die Einstellung des gesamten Teams gegenüber Trainer Henrik Rödl, dem die Spieler großes Vertrauen entgegenbringen und dessen spezielle Fähigkeiten und Kompetenzen, die er als Nachwuchstrainer in Berlin und beim DBB gerade im Führen junger Mannschaften entwickelte, besonders von den Profis geschätzt werden. Die Fans erwartete im Rahmenprogramm eine große Tombola mit vielen attraktiven Preisen, deren Erlös an die Lebenshilfe Trier fließt, für die die TBB auch innerhalb der Saison unentgeltlich wirbt.

Hallensprecher Chris Schmidt zog im Rahmen der Saisonabschluss-Feier ein positives Resumee aus der vergangenen Spielzeit. Er hatte zusammen mit einem Team aus vielen Ehrenamtlichen und Crowd-Founding-Geldern einen Basketball-Stream ins Leben gerufen, der am 6. Mai halbjähriges Jubiläum feiert. 20 Heim- und Auswärtsspiele hat der Liveservice bereits übertragen. Die Stimmung in der Arena beurteilt Schmidt positiv. Trotz leicht sinkender Zuschauerzahlen sei der Zuspruch für die Mannschaft ungebrochen. Im Spiel gegen Alba Berlin sei das Publikum trotz hoher Niederlage „für ihre Jungs“ aufgestanden.

Dass der Trierer Uni-Campus als Austragungsort ausgewählt wurde, hatte nicht nur mit den perfekten Voraussetzungen zu tun. Schmidt: „Wir wollen die ‚Studis‘ noch mehr ins Boot holen wollen. 15 000 Studenten sind viel Potential. Wir werden auch in Zukunft weiter an der Zusammenarbeit mit der Uni arbeiten.“

Auch Vorstand Sascha Beitzel kann vermutlich nicht über die vergangene Spielzeit klagen. Erst kürzlich legte er gute Geschäftszahlen für den Trierer Basketball Club vor. Auch er hatte seine Basketball-Schuhe für die Veranstaltung mit im Gepäck, gestand er mit einem Lächeln ein, aber es hätten sich glücklicherweise genügend Teams im Vorfeld angemeldet. „Die Fans stehen hinter der Mannschaft, auch wenn wir durch die vielen Verletzungen nicht immer eine hundertprozentige Leistung zeigen konnten. Für die nächste Saison sehe ich viel Entwicklungspotential.“

Für die kleinsten Fans sorgte das Fest dann mit einem bunten Kinderprogramm und der Möglichkeit, heiß begehrte Autogramme der großen Stars zu ergattern, für einen schönen Abschluss. Pressesprecher Tom Rüdell zeigte sich mit der Resonanz auf das Event zufrieden: „Bei diesem tollen Wetter und der guten Stimmung kann man sich nicht beklagen. Das ist für alle Beteiligten eine gute Chance, noch einmal zusammen zu kommen. Wir haben gezeigt, dass der Trierer Weg in der Liga nach wie vor die Basis für gute Leistungen bietet. Daran sollten wir weiter arbeiten.“

Viele Teilnehmer des Streetball-Tuniers lobten die Idee des Trierer Bundesligisten, ein solches Format anzubieten. „So ein regelmäßiges Tunier fehlt in der Trierer Basketball-Landschaft“, war der einstimmige Tenor. Pressesprecher Rüdell kann da nur zustimmen: „Ja, aber das ist viel Aufwand und betrifft eigentlich nicht unser Kerngeschäft. Aber die Idee kommt offenbar gut an.“ (rom)

 

1 KOMMENTAR

  1. Weil der letzte Satz hier dann doch etwas anders klingt, als er gemeint war, hier eine Ergänzung dazu: Es ist natürlich viel Arbeit, ein Streetball-Turnier in dieser Form neben einem engen Spielplan zum Saisonende zu stemmen. Aber es ist Arbeit, die sich lohnt, und die wir uns sehr gerne gemacht haben. Nochmal vielen Dank an alle Beteiligten und alle, die gestern da waren – das war ein toller Basketball-Tag!

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