Wie das Stochern im Nebel

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Bildquelle: FSV Salmrohr/SV Mehring

SALMROHR/MEHRING. Zwölf Punkte sind im Endspurt der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz noch zu vergeben. Wie viele davon der FSV Salmrohr im Kampf um Platz 2 und der SV Mehring gegen den Abstieg noch benötigen, ist Spekulation. Sicher ist aber, dass Salmrohr auf der Woge des Erfolgs weiterschwimmen muss und der Nachbar von der Mosel nichts mehr zu verschenken hat.

FSV Salmrohr – SV Röchling Völklingen, Samstag, 15.30 Uhr, Salmtalstadion

„Leichte Gegner gibt es in dieser Saisonphase ohnehin nicht“, sagt Jörg Stölben, einer der beiden Salmrohrer Coaches und sein gleichberechtigter Kollege Uwe Schüller fügt hinzu: „Aber derzeit ist Völklingen wohl die denkbar schwierigste Aufgabe.“ Ein Blick in die Statistik bestätigt das Trainerduo. Völklingen ist seit dem Ende der Winterpause die erfolgreichste Mannschaft der Liga. Sieben Siege in Serie hat der Tabellenletzte der Hinrunde bereits gefeiert und hat in den 13 Partien der Rückrunde 23 Zähler gesammelt – in den 17 Spielen zuvor waren es nur 15 gewesen. Ohne Frage ist Völklingen die Mannschaft der Stunde in der Oberliga.

„Sie waren im Winter auf Einkaufstour“, sagt Schüller über die Multi-Kulti-Truppe aus dem Saarland, „und haben mit Sammer Mozain, Andelo Srzentic, Mizgin Demir und Marc Hümbert einige großartige Indidualisten im Kader.“ Eher speziell sind dagegen die Tugenden, die Idir Meridja an den Tag legt. „Raubein“ wäre noch eine Verharmlosung eines für ihn passenden Spitznamens. Im Hinspiel, beim 1:0-Sieg des FSV, trat er Christian Schroeder (lokalo berichtete) zusammen, der seitdem etliche Operationen über sich ergehen lassen musste und erst allmählich wieder Hoffnung schöpfen kann, keine Langzeitschäden davonzutragen. Schroeder hat im übrigen Zivilklage gegen Meridja eingereicht.

Zumindest Schröder wird die Partie mit gemischten Gefühlen verfolgen – in Zivil von der Bank aus. Für den Rest des Teams gilt es, den Schwung der letzten Wochen mitzunehmen und Röchling zu schlagen. Mit einem weiteren Dreier wäre der FSV – unabhängig von den Resultaten der Konkurrenz – fast schon am Ziel der Träume.

SC Hauenstein – SV Mehring, Samstag, 15. 30 Uhr, Stadion Neding, Rasenplatz

Vor einer vielleicht noch höheren Hürde als der Lokalrivale steht der SV Mehring, der beim SC Hauenstein, einem der Salmrohrer Mitstreiter um Platz 2 antreten muss. Obwohl die Formkurve der Schuhstädter in der Rückrunde Rätsel aufgibt. Die erste Saisonhälfte beendeten sie auf Rang 1 mit nur zwei Niederlagen auf dem Konto und sechs Punkten Vorsprung auf den Zweiten. In der isolierten Rückrundentabelle sind sie Drittletzter (11 Punkte) und haben inzwischen 10 Niederlagen kassiert und 13 Punkte Rückstand auf den ehemaligen Verfolger FK Pirmasens. Hauenstein ist so etwas wie der Absteiger der Rückrunde.

Dieser Leistungsabfall ist aber nicht der einzige Punkt, der Mehrings Coach Frank Meeth macht. Mehr noch ist es der Hauensteiner 5:1-Erfolg bei der SG Betzdorf. „Ich hoffe, sie nehmen uns nicht so richtig ernst“, sagt Meeth, „dieser klare Sieg des SC ist mir jedenfalls lieber, als wenn sie verloren hätten.“ Nun sind diese Gedankenspiele im Vorfeld nicht mehr als das Stochern im Nebel. „Das sind jetzt keine Durchhalteparolen oder Platitüden für eine Zahlung ins Phrasenschwein“, sagt Meeth, „aber Fakt ist, dass noch zwölf Punkte zu vergeben sind. Und davon wollen und müssen wir möglichst viele einstecken.“

Noch dem zuletzt festzustellenden Aufwärtstrend gerade in Auswärtsspielen – drei Spiele ohne Niederlage – ist zumindest ein Punktgewinn bei den Pfälzern nicht außer Reichweite.“ (wir)

 

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