Das Schicksal in eigener Hand

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TRIER. Nach zwei spielfreien Wochen treffen die Miezen zum Rückrunden-Auftakt der Abstiegsrunde der Frauenhandball-Bundesliga am Sonntag (16 Uhr, Arena Trier) auf Bietigheim. Die Moselstädterinnen haben trotz der Niederlage gegen Bensheim/Auerbach nach wie vor alles in der eigenen Hand: Bei noch fünf ausstehenden Partien beträgt der Vorsprung sechs Punkte. Auch deshalb appelliert Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.

Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen stehen vor entscheidenden Wochen. Galten die Miezen vor Ostern als quasi gerettet und wurden für ihre starken Vorstellungen über den grünen Klee gelobt, geht nach der Niederlage bei der HSG Bensheim-Auerbach (21:27) auf einmal die Angst an der Mosel um. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenletzten, der mit einem Sieg am Samstag gegen Koblenz/Weibern auf vier Punkte heranrücken könnten. Der Druck vor der Begegnung am gegen die SG Bietigheim würde schlagartig steigen. Ein Szenario mit dem sich aber wohl nur Außenstehende beschäftigen.

„Die Mannschaft hat durch die Niederlage keinen Knacks abbekommen. Wir waren an diesem Tag das schwächere Team, aber das ist abgehakt“, sagt Gutiérrez und ergänzt: „Wir haben den Klassenerhalt selbst in der Hand, es liegt einzig und allein an uns.“ Die Spanierin sieht ihre Mannschaft gerüstet für die beginnende Abstiegsrunde. Mut macht der 37 Jahre alten Spielertrainerin vor allem die Tatsache, dass die „Playdowns“, mit Ausnahme der Parte gegen den Aufsteiger, bisher eine Erfolgsstory waren. Siege gegen Bietigheim (23:22), Koblenz und Göppingen haben gezeigt, was die Moselstädterinnen zu leisten imstande sind. Kampfstark, bissig und mit Teamgeist – mit diesen Komponenten erspielte sich die Cabeza-Sieben einen komfortablen Vorsprung.

Und eben jene Eigenschaften sollen gegen Bietigheim wieder zum Tragen kommen. Nach mehr als einem Monat ohne Heimspiel bauen die Miezen auch auf die tatkräftige Unterstützung des Publikums. „Wir brauchen unsere Fans, mit ihrer Hilfe können wir gerade in engen Situationen das eine oder andere mehr Prozent aus uns rausholen“, so Katrin Schneiders Apell an die Zuschauer, den Weg in die Halle zu finden. Denn eines ist auch klar: Die Gäste aus Bietigheim reisen als Favorit in die Arena. Spielerinnen wie Ex-Nationalspielerin Ania Rösler, Annamaria Ilyes oder Zana Covic verfügen über eine hohe individuelle Klasse.

Fraglich ist, mit welcher Spiellaune die Mannschaft von Bo Milton, für die es in der Abstiegsrunde um nichts mehr geht, in der Arena auftritt. „Wir müssen von Beginn an zeigen, wie wichtig diese Begegnung für uns ist. Bietigheim muss spüren, dass es für uns um sehr, sehr viel geht“, fordert Cabeza daher. Die zwei spielfreien Wochenenden hat die 37-Jährige intensiv genutzt, um vor allem die physischen Grundlagen für die verbleibenden fünf Partien nochmal aufzufrischen. Arbeit, die am Sonntag Früchte tragen soll. Mutig, spielfreudig, kampfstark und ohne Angst – so wollen die Miezen die Rückrunde der Abstiegsrunde angehen. Immer mit dem Wissen, es selbst in der Hand zu haben, die Liga zu halten. (red)

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