TBB Trier: Am Ende ging die Puste aus – 72:84-Niederlage gegen Ulm

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TRIER. 3547 Fans kamen am 01. Mai in die Arena, um sich das Spiel der TBB Trier gegen ratiopharm Ulm anzusehen. Lange Zeit hielt das stark ersatzgeschwächte Team von der Mosel gut mit, unterlag aber am Ende mit 72:84. Überragend bei den Gästen war Daniel Theis, dem mit 19 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double gelang.

Wer auch immer in der Liga die Idee hatte, am 01. Mai um 15 Uhr ein Basketballspiel anzusetzen, obwohl es auch problemlos einen Tag später hätte angesetzt werden können, sollte sich hinterfragen. Die Arena Trier war trotz des unsäglichen Termins und des niedrigen sportlichen Werts gut gefüllt.

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Die Ulmer, bei denen Per Günther die ersten fünf Punkte erzielte, starteten stärker in die Partie als die TBB. Schnell erspielte sich die Schwaben einen Vorsprung von acht Punkten (5:13), dem die Trierer fortan hinterher liefen. Rödl Erst mit der Umstellung auf eine Zonenverteidigung kamen die Moselstädter besser in die Partie und konnten sich näher an die spieltstarken Gäste herankämpfen (12:18). Sofort reagierte Thorsten Leibenath ebenfalls mit einer Timeout – viel besser lief es danach aber nicht bei seinem Team. Beim Stand von 16:21 war für Trier nach dem ersten Viertel noch alles drin.

Im zweiten Spielabschnitt konnte die TBB Trier nach tollem Beginn schell ausgleichen (24:24). Vor allem Jermaine Bucknor spielte wesentlich stärker auf, als zuletzt. Doch dann verloren die Mannen von Henrik Rödl wieder etwas den Faden und kassierten schnell sechs Punkte (24:30). Der Trierer Headcoach sah sich zu einer weiteren Auszeit gezwungen.  Dreier von Ward, Bucknor und Mönninghoff brachten Trier schnell wieder in Schlagdistanz (33:35). Es war bis dato die mit Abstand stärkste Leistung seit dem verletzungsbedingten Ausfall von Trevon Hughes und Laurynas Samenas. Bei den Gästen machte vor allem Daniel Theis auf sich aufmerksam. Der athletische Forward erzielte bis zum Pausentee elf Punkte. Zur Halbzeit lag man nach einem Buzzer-Beater von Will Clyburn mit 40:46 im Rückstand – es war noch alles drin gegen den schon für die Playoffs qualifizierten Pokal-Finalisten.

Dass Trier nach der Hälfte des dritten Durchgangs mit zehn Punkten zurücklag (52:62), konnte man dem Team von Henrik Rödl nicht wirklich zum Vorwurf machen. In einem Spiel mit unglaublichen Wurfquoten lief Philipp Schwethelm heiß und verwandelte binnen kürzester Zeit drei Dreier. Außerdem schadete Warren Ward seinem Team mit einem unsportlichen Foul. Rödl bat zur Besprechung. Die Quoten bei Ulm gingen nun merklich nach unten. Die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands nutze dies, um wieder in Schlagdistanz zu kommen. Die starken Kanadier Ward und Bucknor hatten großen Anteil daran, dass Thorsten Leibenath beim Stand von 57:62 rund 1,5 Minuten vor Viertelende eine Auszeit nehmen musste. Diese fruchtete, auch Dank der tatkräftigen Mithilfe von Anne Panther. Während die Kollegen zwei ähnliche Situationen auf der anderen Seite lediglich als normale Fouls ahndeten, bestrafte sie Jermaine Anderson mit einem unsportlichen Foul ab. Rödl war mehr als angefressen über diese Entscheidung. Ulm nutze die Situation und setze sich wieder auf acht Punkte ab. Mit einem 59:67 ging es in das entscheidende letzte Viertel.

Dort lief 3,5 Minuten lang für beide Teams fast nichts zusammen. Nur zwei Punkte von Daniel Theis konnten notiert werden (59:69). Rödl wollte sein Team noch einmal für die letzten Minuten motivieren und nahm eine Auszeit. Trier scorte danach zwar wieder häufiger, doch Ulm behielt die Kontrolle über die Partie. Am Ende fehlte auch die Kraft, mit dem schmalen Kader den tief besetzten Ulmern weiter Probleme zu bereiten. Trier unterlag starken Spatzen letztlich verdient 70:82. (cw)

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