Abgesägter Maibaum wird teuer

0

IGEL. Aufmerksame Zeugen meldeten gegen 2.45 Uhr, in der sogenannten Hexennacht vom 30. April auf den 1. Mai, Unbekannte würden sich an dem Maibaum in Igel zu schaffen machen.

Die alarmierten Beamten der Polizeiinspektion Trier waren schnell vor Ort und konnten zunächst nur den in einer Höhe von ca. 120 cm angesägten Maibaum feststellen.

Bei einer intensiven Suche im Nahbereich, u.a. auch mit einem Polizeihund, konnten sechs Männer im Alter zwischen 22 und 31 Jahren aus einem angrenzenden Trierer Stadtteil ausfindig gemacht werden. Die Männer hatten sich im Umfeld in Hecken versteckt.

Bei der Personenkontrolle zeigten sie wenig Reue für ihr Tun. Sie hatten versucht, den Maibaum vollständig abzusägen. Das Thema Alkohol spielte eine nicht unerhebliche Rolle.

Damit der ca. 15 Meter hohe Maibaum nicht auf angrenzende Häuser fallen sollte, war die Möglichkeit, den Baum durch Gurte in die „richtige Richtung zu lenken“ bereits vorbereitet.

Die Beamten erteilten einen Platzverweis, dem die Gruppe auch nachkam.

Bei Inaugenscheinnahme des angesägten Maibaumes durch die Feuerwehr, musste festgestellt werden, dass dieser nicht mehr sicher steht. Anschließend musste der Baum wiederum durch Wehrleute der Feuerwehr Igel, die mit zwei Fahrzeugen anrückte, gefällt werden.

Die sägenden Männer, die offensichtlich Spaß dabei hatten, dem Brauchtum zu frönen, erwartet nun eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung sowie die Erstattung der Baumkosten. Teurer zu stehen kommt sie jedoch vermutlich der Einsatz der Feuerwehr, die die Einsatzkosten bei den sechs Männern einfordern dürfte. (red)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

1 KOMMENTAR

  1. Na toll. Bei altem Brauchtum greift die Polizei mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel auf die Härteste Art durch.
    Liebe Polizei ( In Trier gibt es ja kaum noch Trierer Polizisten) , lasst euch gesagt sein: das war schon immer so zw. Igel und Zewen(woher sollten die Männer sonst gekommen sein). Und wenn der Baum hätte auf ein Haus stürzen können, dann ist das alleine ein Problem der Igeler, dann haben diese nämlich den baum falsch aufgestellt. Ja, liebe Polizei, auch hierfür gibt es in RLP exakte Vorschriften.
    Aber solange ich, ohne Gurt mit Handy am Ohr und kaputten Lampen und Tempo 70 bei 2 Meter Abstand hinter einem Streifenwagen die Kaiserstraße hinterherfahren kann ohne angehalten zu werden, solange weis ich, das ich in Trier bin. In Koblenz oder Mainz würde man mich dafür dem Haftrichter vorführen.

  2. In Trier werden reihenweise Häuser ausgeräumt… Und die Polizei ermittelt wg. einem gefällten Maibaum. Dau bis Trier.

  3. Schweinerei !! Warum sollen die Männer das denn bezahlen??? Das war doch immer so das aus dem Nachbardorf welche kamen für den zu fällen !! Schämt euch ihr Igler

  4. Unser Behörden gehen immer den Weg des geringsten Wiederstandes, denn alles andere wäre mit Arbeit verbunden und für Beamte unzumutbar.

  5. Da kann man doch echt nur mit dem Kopf schütteln. Die Männer waren doch bestens ausgestattet!
    Außerdem würde ich mal gern die Anwohner sehen die die Polizei gerufen haben! Wo sind wir denn, schonmal in den Kalender geschaut?
    Hätte die Polizei mal noch zwanzig Minuten gewartet hätte sich die Sache von allein geregelt. Außerdem liebe Igeler wo war denn eure Wache, 2:45 das ist doch keine Zeit?!

  6. So ein Blödsinn muß nicht sein, die Typen sollen den Einsatz von Polizei und FW bezahlen und noch eine Geldstrafe dazu bekommen. Altes Brauchtum ist heutzutage für solche Sachbeschädigung keine Ausrede mehr.

  7. woow….ich bin beeindruckt…wie man in der heutigen zeit mit alten traditionen… in trier umgeht….
    ein lob an die aufmerksamen und mutigen zeugen…die nichts besseres zu tun hatten…als gleiich die polizei zu rufen….
    ein lautes …was macht ihr da …hätte wahrscheinlich gereicht um die ertappten jungs zu verteiben…
    jungs wie blöd habt ihr euch da angestellt…
    maibaum fällen geht so…
    lage peilen..motorsäge an..fallkeil schneiden..baum schmeissen…un ab…
    das ganze darf keine 4 minuten dauern…

    liebe feuerwehrkameraden…ich bin 55 jahre und seit fast 40 jahren nach alter tradition beim maibaum aufstellen dabei…und habe auch schon so manche nachtwache gehalten….bevor ihr den jungs euren einsatz in rechnung stellt …macht euch mal ein paar gedanken…
    über die alten traditionen…vielleicht war der eine oder andere von euch…ja auch mal…
    bei so´ner aktion dabei….schmunzel…und hatte einfach nur glück…keine so übereifrige beobachter zu haben….
    es ist ja kein schaden entstanden…und bei einer nächtlichen baumwache…nach alter tradition….hätten die jungs keine möglichkeit gehabt…euren baum anzuschneiden…

  8. das pech dieser jungs war das sie auf dem land versucht haben den baum zu cutten,denn hier ist die Polizei ziemlich schnell vor ort.in Tier wäre der kommunale vollzug hierfür zuständig gewesen und die Gefahr des erwischtwerdens geht gegen null,da die jungs ja abends/nachts so gut wie nie da sind.

  9. Tja, was zu fällende Bäume angeht, ist Trier zur Zeit ja doch sensibilisiert.
    Vielleicht ist das kostbare Brennholz seiner 760 Vorgänger, Verzeihung… Vorgefallenen aber auch einfach schon ausgegangen, weil gewinnbringend an den Verbraucher gebracht. Insofern muss also jede Chance genutzt werden, um Nachschub zu erhalten.
    So weichen ein mal mehr Tradition und Althergebrachtes dem Konsum.
    Man achte beim nächsten Meter Holz, den man zur heimischen Heimeligkeit kauft, auf das Fehlen von Rinde und buntes Krepppapier – das sollte nicht mit verbrannt werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.