Salmrohr zittert sich zum Sieg – Mehring verschenkt zwei Punkte

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SALMROHR/PFEDDERSHEIM. Beide Vertreter aus der Region Trier haben am Wochenende die angepeilten Ziele in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar erreicht, dennoch war die Stimmungslage nach den Spielen ganz unterschiedlich. Während sich der FSV Salmrohr über einen 3:2 (1:0)-Duselsieg über Idar-Oberstein freuen konnte, verschenkte der SV Mehring beim 2:2 (2:1)-Remis bei der TSG Pfedderseheim zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

FSV Salmrohr – SC Idar-Oberstein 3:2 (1:0)

3:0 hatte Salmrohr zunächst gegen die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Gäste geführt, musste sich dann aber sogar noch bis ins Ziel zittern. Wegen der schwachen Ergebnisse der Konkurrenten Hauenstein und Ludwigshafen haben die Salmtaler auf dem zweiten Tabellenplatz nun einen ordentlichen Punktevorsprung und den Gegner von Samstag wohl endgültig aus dem Kreis der Relegationsplatz-Kandidaten gekickt.

Beim 3:0 hätte das Spiel entschieden sein müssen. Als der FSV Salmrohr am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den SC 07 Idar-Oberstein durch Julian Bidon nach 56 Minuten den dritten Ball im Tor versenkt hatte, wägten sich die Spieler und Fans in Sicherheit. Zu früh gefreut. Durch ein Abseitstor von Idar-Obersteins Tim Eckstein, der in seiner Jugend selbst in Salmrohr und anschließend länger bei Eintracht Trier spielte, machten die Hunsrücker in der 65. Minute klar, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Kurz darauf machte der SC sogar den Anschlusstreffer. Ab dann war es, wie Salmrohr-Trainer Jörg Stölben in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte, „ein Schwimmkurs bis zum Schluss“.

Schon nach acht Minuten hatte Salmrohr die Führung markiert. Einen Freistoß aus etwa 25 Metern Entfernung spielte Kapitän Daniel Schraps einen Ball flach in Richtung Tor-Aus-Linie und in den Rücken der Mauer. Von dort passte Daniel Petersch zurück zu FSV-Verteidiger Lars Schäfer, der in der zweiten Reihe abzog und ins linke untere Eck einnetzte.

270 Zuschauer bekamen insgesamt ein gutes Spiel beider Mannschaften zu sehen. Idar-Oberstein bot den Hausherren paroli, hatte bis zur Pause insgesamt drei Torchancen durch Nico Pantano und Tim Eckstein.

Die Gäste mussten früh auswechseln: Michael Lehmann verletzte sich schwer an der Hand, als er bei einem Zweikampf mit Dominik Kinscher zu Boden ging und der Salmrohrer versehentlich mit dem Stollenschuh über die Handinnenfläche rutschte. Lehmann kam nach Wittlich ins Krankenhaus und musste mit zwölf Stichen genäht werden, berichtete SC-Trainer Thomas Riedl nach dem Spiel.

Nach der Halbzeitpause ging es nahezu ausgeglichen weiter, Salmrohr hatte aber bis zur 60. Minute ein Übergewicht. So trafen auch Dominik Kinscher in der 52. Minute nach einer schnellen Vorwärtsbewegung sehr überlegt und Julian Bidon in der 56. Minute im Nachschuss, als Kinscher Obersteins Torwart Nico Adami zur Glanzparade gezwungen hatte.

Die Nachlässigkeit in der Folge (Stölben: „Das passiert, wenn man sich zu sicher ist“), hatte die Auswirkung, dass die letzten 20 Minuten der Partie und die vier Minuten Nachspielzeit zur Zerreißprobe wurden. Salmrohr hätte einen Foulelfmeter bekommen müssen, Idar-Oberstein einen Handelfmeter und Tim Eckstein hatte drei Mal noch das Tor zum Ausgleich für die Elf von der Nahe auf Fuß oder Kopf.

Die Gastgeber hatte Eckstein mehrmals zu frei zum Abschluss kommen lassen, retteten sich am Ende aber auch dank des starken Keepers Sebastian Grub ins Ziel.

Idar-Oberstein ist damit aus dem Aufstiegsrennen ausgeschieden und plant laut Trainer Riedl nun mit der nächsten Saison in der Oberliga.

Durch die gleichzeitige Niederlage des SC Hauenstein und das Unentschieden des SC Arminia Ludwigshafen vom Freitag hat der FSV Salmrohr den zweiten Platz gefestigt. Dieser Platz berechtigt – die Lizenzerteilung vorausgesetzt – nach der Meisterschaftsrunde zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga berechtigt. Salmrohr hat mit 51 Punkten nun fünf Zähler Vorsprung auf Ludwigshafen (3./46) und liegt sogar sechs Zähler vor Hauenstein (4./45). Ferdinand Kinkel

FSV Salmrohr: Sebastian Grub – Daniel Petersch, Lars Schäfer, Dominik Zwick, Daniel Braun – Daniel Schraps, Pascal Meschak – Julian Bidon, Sebastian Schäfer (83. Mathias Fischer), Dominik Kinscher (74. Matondo Makiadi) – Robin Mertinitz

Tore: 1:0 (8.) Lars Schäfer, 2:0 (52.) Dominik Kinscher, 3:0 (56.) Julian Bidon, 3:1 (65.) Tim Eckstein, 3:2 (69.) Nico Pantano

Schiedsrichter: Daniel Hilgert (Losheim) – Zuschauer: 270

TSG Pfeddersheim – SV Mehring 2:2 (1:2)

Der SV Mehring, bis zur Winterpause immer nur als Punktelieferant auf Auswärtsfahrten unterwegs, ist zwar seit drei Spielen auf fremden Plätzen ungeschlagen, Trainer Frank Meeth war nach der Partie in Rheinhessen dennoch höchst unzufrieden. „Wir führen 2:0, haben Chancen satt und genug, um drei Punkte mitzunehmen und legen uns selbst die zwei Eier zum Remis ins Nest. Da kann ich nicht zufrieden sein.“

Durch einen Doppelschlag lagen die Gäste schon nach weniger als 20 Minuten mit 2:0 in Front. Die Führung hatte Domenik Kohl nach 16 Minuten erzielt, als er ein Zuspiel von Keven Heinz über rechts aus sechs Metern unter die Latte drosch. Nur zwei Minuten später – die Hausherren leisteten sich aus beim nächsten Angriff einen Fehlpass und dann beim Gegenstoß der Mehringer einen Querschläger, traf Amodou Abdullei aus 11 m durch die Beine von Schlussmann Nicolai Alexander Rühm zum 2:0.

Lange sorgte dieser Vorsprung aber nicht für Ruhe. Nach 23 Minuten nahm Philipp Basquit ohne Bedrängnis einen Rückpass von Mario Kön in die Hände. Marcel Veek drosch den indirekten Freistoß nach kurzem Antippen eines Mitspielers aus sechs Metern in die Maschen.

Nach dem Wechsel gelang der TSG sogar der Ausgleich. Wie schon eine Woche zuvor ließ Basquit einen Freitsoß aus mehr als 30 m passieren, der im Torwarteck einschlug. Die Moselaner ließen sich dennoch nicht beirren und hatten viele Großchancen, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Domenik Kohl (57.) und Sebastian Ting (68.) scheiterten am Pfeddersheimer Torwart, Abdullei (69.) an der Latte. Kurz vor Schluss wurde ein Kopfball von Andreas Hesslein (87.) noch von einem Verteidiger von der Linie geschlagen.

„So ärgerlich das Resultat auch ist“, sagte Meeth, „wir haben gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Beim nächsten Mal müssen wir nur aus mehr Kapital aus unseren Vorteilen schlagen.“ Willi Rausch

SV Mehring: Philipp Basquit – Mario Kön, Andreas Hesslein, Domenik Kohl (73. Maximilian Meyer), Kevin Heinz – Markus Schottes – Johannes Diederich, Sven Kohlei, Sebastian Ting – Amodou Abdullei (86. Marc Willems), Ahmed Boussi

Tore: 0:1 (16.) Domenik Kohl, 0:2 (18.) Amodou Abdullei, 1:2 (23.) Marcel Veek, 2:2 (55.) Dennis Seyfert

Schiedsrichter: Christian Lamberti (Scheuern) – Zuschauer: 150

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