TBB Trier: Mit Rumpfkader nach Bayreuth

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TRIER. Der Rumpfkader der TBB Trier kann sich nicht ausruhen: Bereits am heutigen Sonntag müssen die Moselstädter erneut antreten. Es geht zum abstiegsgefährdeten medi Bayreuth. 

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran“, sangen schon die Fehlfarben in den achtziger Jahren. Für die TBB Trier gilt aktuell nur der erste Teil dieses Refrains, denn es gibt im Spielplan kurz vor Schluss der Hauptrunde quasi keine Zeit zur Regeneration. Bereits am Sonntag um 17 Uhr, weniger als zwei Tage nach dem kräftezehrenden Heimspiel gegen ALBA BERLIN am Freitag (61:81) muss die Mannschaft von Henrik Rödl im Fränkischen antreten – bei medi bayreuth, dem Ex-Club von TBB-Center Stefan Schmidt.

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Pikant wird diese Begegnung aus mehreren Gründen:

Erstens: Trier wird mit einer Rumpftruppe antreten müssen. Neben dem Langzeitverletzten  Anthony Canty (Schulter) sitzen mittlerweile auch Laurynas Samenas (Muskelfaserriss in der Wade) und Trevon Hughes (Knie) auf der Verletztenbank, was schon am gestrigen Freitag gegen Berlin dazu führte, dass die verbliebenen Spieler auf den kleinen Positionen zum Teil sehr lange Minuten gehen mussten – das zehrt.

Zweitens: Die kurze Pause zwischen den Spielen tut ein Übriges, Jermaine Anderson und Co. müssen schnell wieder zu Kräften kommen, zumal Bayreuth am Freitag kein Spiel hatte und die komplette Woche zur Vorbereitung nutzen konnte.

Drittens: Die Hausherren werden in der Oberfrankenhalle mit richtig viel Elan in die Partie gehen: Nach den Ergebnissen vom Freitag (Tübingen und Würzburg gewinnen ihre Duelle im Kampf gegen den Abstieg) ist für medi bayreuth das Spiel gegen Trier am Sonntag ein kleines Finale, noch ist der Klassenerhalt nicht sicher, mit einem Sieg gegen Trier allerdings schon.

Henrik Rödl ist denn auch gewarnt: “Der Fall ist klar. Das Spiel ist extrem wichtig für Bayreuth. Die Mannschaft hat sich, seit Mike Koch als Coach übernommen hat, extrem gesteigert. Mir gefällt auch der neue Shooting Guard Dennis Seeley, der für 20 Punkte gut ist. Bayreuth ist offensiv extrem stark und wird zu Hause alles geben.  Es wird darum gehen, wieviel Kraft wir am Sonntag nach dem Spiel gegen ALBA aufbringen können.”

medi bayreuth war nach einer verkorksten Anfangsphase im Abstiegsstrudel gelandet, aus dem die Franken sich jetzt “kurz vor knapp”  endgültig befreien wollen. Kurz vor dem Hinspiel in Trier hatte Mike Koch von Predrag Krunic das Traineramt übernommen – damals stand eine Serie von zwölf Niederlagen aus 15 Spielen zu Buche. Das Hinspiel ging für die Franken noch verloren (79:71), danach konnte Koch ganz langsam das Ruder herumreißen – sollte der Klassenerhalt jetzt funktionieren, wäre das der starken Phase seit Anfang März mit sechs Siegen aus neun Spielen geschuldet, an der besagter Dennis Seeley mit 13,4 Punkten im Schnitt seinen Anteil hatte.

Achten muss Trier außerdem, gerade vor dem Hintergrund der Ausfälle auf den kleinen Positionen, auf Point Guard Kevin Hamilton, der mit 5.7 Assists im Schnitt sein Team in Szene zu setzen weiß. Topscorer der Franken ist nach wie vor Kyle Weems mit 14.6 Punkten und 5.7 Rebounds, dazu holt Center Brian Qvale starke 6.1 Rebounds – auch auf Stefan Schmidt kommt also an alter Wirkungsstätte viel Arbeit zu.

Die Vorzeichen stehen also eher auf “Klassenenerhalt für Bayreuth” als auf “Auswärtssieg für die TBB”. Henrik Rödl ist nicht eben angetan vom Spielplan: “Wir sind zum Glück in der Situation, dass uner Klassenerhalt schon länger feststeht; wäre ich in den Schuhen von Würzburg oder Tübingen und müsste gegen einen ausgeruhten Gegner ums Überleben spielen, wäre das fatal. Es wird natürlich sehr schwer am Sonntag, aber das ist nicht zu ändern.”

Die TBB ist bereits am Samstag um 13:30 Uhr nach Bayreuth aufgebrochen. Das Spiel wird am Sonntag ab 16:30 Uhr im webTV-Livestream von basketball-stream.de auf www.tbb-trier.de/ivestream übertragen.

Eine genauere Diagnose von Trevon Hughes’ Knieverletzung wird am Montag erwartet.

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