SPD Trier fordert mehr Sicherheit für Kinder

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    TRIER. Die Trierer SPD sieht die Kommunalpolitik in der Verantwortung, der steigenden Zahl an Verkehrsunfällen mit Kindern mit wirksamen Maßnahmen entschieden entgegenzuwirken.

    „Die Aussage der Polizeisprecherin des Polizeipräsidiums Trier, dass Kinder zu den Hauptrisikogruppen im Straßenverkehr gehören, bestätigt unsere Befürchtungen. Die Mehrheit aus CDU, FWG und FDP hat mit der Ablehnung der Einführung einer kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung in Trier nun auch nachweislich der Verkehrssicherheit unserer Kinder einen Bärendienst erwiesen. Die SPD wird im neuen Rat das Thema direkt wieder auf die Tagesordnung heben“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Sven Teuber.

    Der Sprecher für Mobilität der SPD, Rainer Lehnart, ergänzt: „Dass Trier bundesweit bei der Unfallquote bis 15 Jahren nahezu das Schlusslicht bildet, wie man lokalen Medien vom 24. April entnehmen konnte, zwingt nun spätestens alle Parteien zum Handeln. Ginge es nach der SPD, hätte es bereits einen Beschluss über die Einführung von kommunalen Geschwindigkeitsüberwachungen im Stadtgebiet gegeben. Mit den Einnahmen hätte darüber hinaus eine nachhaltige Umgestaltung von Straßenzügen zur Steigerung der Verkehrssicherheit finanziert werden sollen. Für die SPD ein logischer Schritt, um mittelfristig durch umgebaute Straßenzüge vor Schulen, Kitas und in Wohngebieten das Rasen nahezu unmöglich zu machen. Tempo 30 ist ruhiger, sicherer und sauberer. Dadurch wird die Wohnqualität gesteigert. Aber nur die Kontrolle der Einhaltung in Wohngebieten stellt die Verkehrssicherheit auch wirklich sicher.“

    Aktuell kontrolliert noch die Polizei den fließenden Verkehr. Die Polizei hat jedoch neben dem Stadtgebiet auch den Landkreis mit zu kontrollieren. Demzufolge bleiben Gebiete vor Schulen, Kitas oder in Wohngebieten nahezu immer ohne Kontrollen und bieten Rasern die Möglichkeit, sich auch weiterhin verantwortungslos zu verhalten. Die Wirksamkeit von kommunalen Geschwindigkeitsüberwachungen zeigen Stellungnahmen des Städtetags Rheinland-Pfalz oder auch Beispiele anderer Kommunen wie Kaiserslautern oder Mainz.

    „Unsere Kinder brauchen den größtmöglichen Schutz. Wir als politische Verantwortliche haben im öffentlichen Raum dafür einzutreten. Verweise auf Zuständigkeiten anderer Ebenen oder Behörden helfen hier nicht weiter. Trier braucht sichere Straßen. Jedes Kind, das an einem Unfall beteiligt wird, ist zu viel. Wir müssen daher kontrollieren, ahnden und unsere Straßen dort baulich sicherer gestalten, wo Kinder ihre täglichen Bewegungsräume haben,“ fasst der Sozialdemokrat Teuber abschließend die Erwartung an den neuen Stadtrat zusammen. (red)

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    1 KOMMENTAR

    1. Bin auch für die kommun. Verkehrsüberwachung ! Ist leider mit den vorhandenen geistigen Ressourcen nicht machbar! Und ob sich die ganze Sache noch rechnen lässt wenn man wieder neue und auch qualifizierte Mitarbeiter einstellen muss , ist zu bezweifeln. Allerdings sollten die Kosten im Bezug auf unsere Kinder eine untergeordnete rolle spielen .

    2. Alles logisch, alles richtig.

      Da ich ein Grundsatz-Freund bin, stellt sich mir auch hier die Frage nach dem „Warum?“.

      Warum werden unverantwortliche Geschwindigkeiten gefahren?
      Stärker zu kontrollieren löst meiner Meinung nach auch hier nicht das komplette Problem, wenngleich es es aber wohl mindert.

      Die grundsätzliche Frage bleibt das „Warum?“.
      Ist es fehlendes Bewusstsein, mangelnde Intelligenz, plump Zeitdruck, falsche Sportlichkeit? Ich finde diese Dinge gilt es zu untersuchen und dann wirklich grundlegend zu handeln.
      Wir sind heute und morgen, wir können Trier, die Region, RLP, Deutschland, Europa – die ganze Welt besser machen.

      Wann wurde Tempo 30 überhaupt erfunden?
      So lange kann das noch nicht her sein – baut nicht auf irgendwas aus heute veralteten Ansichten, sondern fragt nach dem Grundsatz.

      Auch die Kinder und Eltern stehen, neben dem ganzen Bildungssystem, das auch die Fahrer rückwirkend betrifft, in der Pflicht.

      Verkehrserziehung – wenn ich daran zurückdenke eine beschämende Veranstaltung, der Unterricht in der Fahrschule das gleiche.

      Heute fahre ich das, was man einen SUV nennt, einen Range Rover, der, mir schaudert es wenn ich daran nur denke, mit Tempo 30 keinem Fussgänger, egal welchen Alters, Schutz bietet.

      Fahrzeuge sind Waffen, nicht nur die grossen. So manches Coupe ist, so schön sie auch sind, eine wahre Sprungschanze.

      Unterm Strich: Grundsätzlich denken – unser Land und seine Gesetze ust noch nicht so alt wie wir denken.

      @SPD Fangt ihr schonmal an, dann habt ihr ein richtig massgebendes Profil.
      Oder fragt mich, ich helfe.

    3. Geschwindigkeitskontrollen sind auch Aufgabe der Polizei. „Dreyers SPD“ spart die Polizei jedoch auf Landesebene kaputt. „Jensens SPD“ macht sich hier vor Ort die Sache ganz einfach und vor allem billig, indem Aufgaben des kommunalen Ordnungsdienstes auf die Polizei abgewälzt werden („nächtlche Rufumleitung“ etc.). Wenn dann noch die ‚halbe Mannschaft‘ von höchster Stelle für die Suche nach einem Obdachlosen ‚abkommandiert‘ wird, der vielleicht einfach von seiner freien Wahl seines Aufenthaltsortes Gebrauch gemacht hat,
      geht dies auch zu Lasten der allgemeinen Aufgaben.

      Und jetzt will „Teubers SPD“ daraus auch noch auf dem Rücken der Opfer Kapital für den Kommunalwahlkampf schlagen?

      Das ist selbst für Sozialdemokraten zu niveaulos.

    4. Soso. Die SPD will also mehr Sicherheit für Kinder auf den Straßen. Sehr Löblich.
      Ist das etwa die SPD, die dazu beigetragen hat, das die Kürenzer schule geschlossen ist und die Schulkinder morgens im dicksten Berufsverkehr durch die Unterführung Avelsbacher Straße und über die Metternichstraße gehen sollen? Die SPD, die es nicht ausgeschlossen hat, das auch die Martinsschule geschlossen werden soll und die Kinder somit Quer durch einen Großstadtbereich laufen sollen?
      Die SPD, deren alter Baudezernent (P.Dietze) jahrelang keinen Cent in die Sicherung der Fußwege gesteckt hat?
      Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich mich ausschütten vor Lachen.
      Die halten uns wohl alle für Blöd.
      Mein armes Trier

    5. @Sven Dahmen:nur eins ist aber auch sicher;die truppe mit den schusssicheren westen findet den nie! reine Beschäftigungstherapie für angeblich unterbesetzte Abteilung!

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