Die FWG zur Kultur: „Theatersanierung ist eine höchst diffizile Materie“

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TRIER. Sie wollen das Beste für Trier. So jedenfalls lautet der Slogan der Freien Wählergemeinschaft (FWG) zur nächsten Kommunalwahl. „Das Beste für Trier“ bedeutet für die FWG auch, in diesem Wahlkampf auf 5 000 Euro für Wahlplakate zu verzichten und sozialen Projekten zu Gute kommen zu lassen. Stattdessen werden die Wahlziele auf sieben Seiten unter den Stichworten “unabhängig, sachorientiert und bürgernah” zusammengefasst.

von Yvonne Romes

Der Punkt “Kulturstadt Trier” wird dabei vergleichsweise kurz gehalten. “Das hat einen Grund”, erklärt der FWG-Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Hermann Kleber, der auf Listenplatz 2 kandidiert. Natürlich stehe im Kulturbereich vor allem das Theater im Mittelpunkt. „Ohne das Land ist hier nichts möglich, da darf man sich keine Illusionen machen.“ Es handele sich um eine „höchst diffizile Materie“, daher könne hier keine Partei oder Wählergruppe Überlegungen im Alleingang tätigen. Konkrete Vorschläge zum Theater sind daher von FWG-Seite nicht zu erwarten. Eine grobe Richtung ist jedoch an der bisherigen Positionierung im Stadtrat erkennbar: die gemeinsame Resolution fast aller Fraktionen zur Erhaltung des Drei-Sparten-Hauses wurde auch von den Freien Wählern unterstützt.

Grundsätzlich soll das Theater laut Kleber zum „Theater der Region“ umgewandelt werden. Dafür soll die Kooperation mit den Theatern der Großregion verstärkt werden. Ähnlich wie die Sozialdemokraten legen auch die Freien Wähler Wert darauf, dass die freie Kunstszene intensiver durch städtische Kultureinrichtungen unterstützt werden soll. Die Stadt solle hier viel eher als „Dienstleister und Kooperationspartner“ fungieren.

Auch die Freien Wähler schließen zur Umsetzung dieser politischen Ziele die Gründung eines festen Bündnisses aber aus. Dies ergibt sich laut Spitzenkandidatin Christiane Probst schon aus dem Selbstverständnis der FWG. „Unsere Stadträte sind frei in ihrer Entscheidung, wir haben keinen Fraktionszwang.“ Auch die Notwendigkeit für ein solches Bündnis sieht Kleber nicht. „Über 90 Prozent der Entscheidungen des bisherigen Rates wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Dies sollte so beibehalten werden.“ Die bisherige Fraktionsgröße von sechs Mitgliedern nach der letzten Kommunalwahl soll 2014 mindestens gehalten werden, man wolle weiterhin ein gewichtiges Sprachrohr parteiunabhängiger Bürger sein. Mit einer weiteren Partei geht es morgen im fünften Teil unserer Kommunalwahl-Serie weiter. (rom)

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