760 Bäume seit 2012 in Trier gefällt

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    TRIER. Vor dem Hintergrund der massiven Baumfällungen in den vergangenen Monaten, kritisiert die Fraktion Bündnis 90/Grüne die verantwortliche Dezernentin Simone Kaes-Torchiani. Mittlerweile seien fast 760 Stadtbäume gefällt, nachdem am 22. November 2012 eine morsche Kastanie im Rautenstrauchpark umgestürzt war und eine Passantin tödlich und ein Mann schwer verletzt wurde. (lokalo berichtete)

    Die zuständige Dezernentin sagte unmittelbar nach dem Unglück: „Unsere Bäume sind scheckheftgepflegt.“ Vor diesem Hintergrund sind die rigerosen Baumfällarbeiten zu sehen. Dazu die Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin Anja Reinermann-Matatko: „Lediglich etwa die Hälfte der Bäume konnte bisher ersetzt werden. Auch sollte die Stadt ihre Fällpraxis überdenken: Anstatt der von der Verwaltung ausnahmslos praktizierten Komplett-Fällung eines Baumes, kann ja auch einen Teil des Stamms stehenbleiben. Dieser dient dann als Lebensraum für Tiere z.B. als Nistgelegenheit, oder auch als Denkmal mit der Option, von Bildhauern weiter gestaltet zu werden.“

    Gerade im Bereich des Moselufers ist dies nach Ansicht der Grünen eine optisch und ökologisch schöne Kompromisslösung. Denn bis die Nachpflanzungen so groß gewachsen seien wie all die gefällten Bäume, vergingen Jahrzehnte.

    Nach wie vor fehle zudem in Trier bis heute eine wirksame Baumschutzsatzung, so die Grüne. Die Fraktion hatte mehrmals vergeblich versucht mit Anträgen im Stadtrat eine Einführung zu erreichen. Zudem habe es die Stadt versäumt, eine Veranstaltung zum Tag des Baumes am 25. April zu organisieren, um auf den ökologischen Wert der Stadtbäume hinzuweisen. (red)

    1 KOMMENTAR

    1. Die Frage , die sich stellt: Was ist mit dem ganzen Holz passiert? Öffentliche Ausschreibungen für dieses Holz gab es nicht.
      Städt.Gebäude werden auch nicht mit Holz beheizt. Und das das Holz an arme Familien verschenkt wurde, ist auch nicht bekannt. Wo ist es also?

    2. Bei normalem 80 g/m² Papier, ergibt ein Baum mit ca. 50kg nutzbarem Holz rund 2.800 DIN A4 Blätter.

      Alle 760 Bäume zusammen genommen, ergeben also rund 2.128.000 Blatt Papier.

      Also rd. 20 Blatt für jeden Einwohner.

      Diese können im Rathaus abgeholt werden. Denk‘ ich zumindest mal.

    3. Habe schon gehört das einige Anwohner den Holzfällern das Holz direkt vor Ort abkaufen. Gegen einen finanziellen Zuschuss liefern diese Herren das Holz auch frei Haus. Finde ich persönlich gut so.

    4. Ansichtssache.
      Ich persönlich erkenne daran nicht verwerfliches (Nein, ich bin kein Ver-/Käufer). Die Leute kommen günstig an Holz zum heizen und die andere Seite verdient ein kleines bisschen dazu. Es kommt doch da niemand zu schaden… 🙂 Besser so, als wenn alles klein gerasspelt und zur verschönerung an der Pellinger verteilt wird.

    5. Das verwerfliche daran ist m.E., dass hier offensichtlich Holz von Personen verkauft wird, denen das Holz gar nicht gehört.

      Das ist demnach Hehlerei.

      Ausserdem gehe ich davon aus, dass dies während der von der Stadt bezahlten Arbeitszeit geschieht und hierfür ausserdem städtisches Eigentum, insbesondere zum Transport, genutzt wird.

      Das ist auch irgendein Tatbestand.
      Nennen wir ihn pauschal „Skandal“.

      Unterm Strich also: Ein Unding.

    6. @ Daniel: Was finden sie nicht verwerflich? Das , wenn es Hypotetisch so wäre, Städt. Mitarbeiter öffentliches Eigentum einfach so verkaufen ohne das Geld zu melden?
      Im Artikel ist die rede von 760 Bäumen!
      Das ist nicht nur Brennholz(aber das meiste), das ist auch einiges an Wertholz dabei.
      Ich denke, das die Verwaltung, wenn da mal die Presse oder die Politik nachfragt, den verbleib eines jeden Cm³ Holz in ihren Büchern nachweisen kann.

    7. Klar kann die Stadt jeden Cm³ auflisten, denn der wird bei Abgabe aufgeschrieben. Was vorher weg ist, ist weg. Man kann sich echt über alles aufregen, und das wird hier gerne von vielen gemacht. Jeder will doch mal Nutzen von etwas ziehen und wenn es wie in diesem Fall keinem weh tut – Bitte. Ich denke mal das diese Arbeit nach Feierabend gemacht wurde…und selbst wenn nicht: Einige von euch trödeln auch während der Arbeitszeit privat im Internet rum oder quatschen privat mit Kollegen – das kostet auch euren Arbeitgeber 😉 Wer ohne Sünde ist etc.pp.

    8. @Daniel

      Dein Wohlwollen der städt. Bediensteten in allen Ehren. Ich verstehe Deinen Ansatz, aber diese, unsere, Stadt, ist nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Wo fängt was an – wo hört was auf?!

      Wenn das Ordnungsamt durch die Stadt fährt, kann ich da eventuell mal kurz einsteigen und mir das Taxi sparen? Ich bezahle die Damen und Herren selbstverständlich. Wäre der Polo(?) größer, gerne auch mal nach Feierabend zu Möbel Martin.

      Gleich gehe ich (während der Arbeitszeit) ins Hallenbad – ohne zu zahlen. Tut auch keinem weh. Die Becken sind sowieso voll.

    9. Peanuts, wisst ihr eigentlich dass der Trierer alle Fahrtkosten auswärtiger Schulen zu tragen hat. Faktum wir zahlen die Beförderungskosten der Schüler welche auf Trierer Schulen gehen, “ Nur wir, Trierer Bürger“. moralisch ist das richtig mit den Bäumen und dem Holz aber Kohle steckt woanders wo sie ausgegeben wird. Encora ein Eifeler verklagt die Stadt Trier auf Beförderungskosten seines Kindes zur Schule. Ich finde das ist ein S
      kandal und Wahnsinn

    10. @Die Maus

      Die Maus hat immer Recht. 🙂

      Ich bin allerdings von durchschnittlich 50kg nutzbarem Holz je Baum ausgegangen. Diese Brummer, die die Maus da zeigt, sind hoffentlich nicht in der Anzahl von 760 gefällt worden.

      Falls doch: :-O

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