SPD Trier zur Kultur: Klare Bekenntnisse – Viele Ideen

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TRIER. “Mein Platz in Trier” – für Sozialdemokrat Markus Nöhl ist dieser Ort Stadttheater. Neben dem Theater liegt dem bisherigen kulturpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat aber auch die freie Kunstszene am Herzen. Laut Fraktionschef Teuber soll der kommende Wahlkampf ein “Graswurzelwahlkampf” werden – weniger Infostand, mehr Haustür.

Von Yvonne Romes

Knapp 700 Mitglieder zählt die SPD Trier. 14 Stadträte stellte sie in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. 15 waren es bis zum Wechsel von Peter Spang zur FWG-Fraktion. Und 15 oder mehr sollen es auch wieder werden. Dazu präsentieren sich die sozialdemokratischen Kandidaten unter dem Motto “Mein Platz in Trier” vor ihren jeweiligen Lieblingsplätzen der Stadt.

Neben den klassischen Plakat- und Infostandelementen setzt die SPD diesmal laut Parteichef Sven Teuber auf einen “Graswurzelwahlkampf”. Man wolle weg vom Infostand, mehr an die Haustüren und ins Internet.

Ähnlich innovativ klingen auch die sozialdemokratischen Ideen im Kulturbereich. Die Stadtratsresolution zum Erhalt des Drei-Sparten-Theaters habe man maßgeblich mitgestaltet. Inklusive neuem Intendanten sollen die Abläufe innerhalb des Theaters nicht nur optimiert, sondern auch verstärkt auf Kooperationen mit der freien Kunstszene gesetzt werden. Die unter Dezernent Thomas Egger erarbeiteten Kulturleitlinien sollen dafür als Grundlage dienen. Ähnlich wie die CDU sieht auch die SPD keinen finanziellen Handlungsspielraum für eine parallele Tufa- und Theatersanierung.

Auch Eggers Überlegungen rund um einen “Römischen Sommer” werden von Teuber und Nöhl begrüßt, obwohl noch wenige Einzelheiten bisher bekannt sind. Der zuletzt im Stadtrat beschlossene “Nucleus” (Anm. d. Red.: Arbeitstitel der Konzeption), der über den Sommer hinweg ähnlich des Mosel Musik Festivals eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen bietet, wird positiv aufgenommen. Für die Sozialdemokraten besteht dennoch ein Muss darin, die Stadt auch im Sommer darüber hinaus kulturell zu bespielen. “Da sind viele Ideen denkbar”, betont Nöhl und gibt einen breiten Einblick in mögliche Konzepte, wie beispielsweise der Bespielung städtischer Flächen durch das Theaterensemble oder Veranstaltungskonzepte ähnliche dem Kleinkunstfest “Ars ante portas”. “Dafür braucht die freie Szene aber auch Geld aus dem städtischen Haushalt”, betont Nöhl. Oftmals reichten hier schon kleinere Summen, wie das Kleinkunstfestival vom Verein “Kultur Raum Trier” im vergangenen Sommer zeigte.

Nöhl sprüht nur so vor möglichen Ideen, dass sein Wahlplakatmotiv vor dem Theater passend gewählt erscheint. Aber: auch über das Theater hinaus haben die Sozialdemokraten ihre Hausaufgaben gemacht. Für die Umsetzung dieser Ideen müssen im neuen Stadtrat aber noch Partner gefunden werden. Eine Koalition wie das “Ampel-Bündnis” aus der vergangenen Legislatur kommt laut Parteichef Teuber aber weniger in Frage. Nur im Falle der sonstigen Handlungsunfähigkeit des Rates zum Beispiel im Falle einer zu großen Zersplitterung, wäre dies eine Option. Anders sehen das die Grünen, die dafür werben auch in Zukunft wieder ein Bündnis zu schmieden. Dazu morgen mehr in Teil 3 der lokalo-Kommunalwahlserie. (rom)

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