Osterbrauchtum: Pferdesegnung in Steiningen

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    STEININGEN. Für viele Pferdehalter in der Vulkaneifel ist das Osterfest ohne die Pferdesegnung in Steiningen nicht komplett. Seit 1749 gibt es die Pferdesegnung in Steinigen (Vulkaneifelkreis) – die Tierfreunde erhoffen sich vom Segen im Namen des Heiligen Mauritius Gesundheit und Wohlergehen für ihre Pferde und für sich.

    Von Helmut Gassen

    Bei herrlichem Frühlingswetter und einem strahlend blauen Himmel konnte die Gemeinde Steiningen diesmal ihre 265. Pferdesegnung feiern. „Das Wetter ist ein Gedicht“, freute sich Ortsbürgermeister Reinhold Schäfer. Dieser von der Gemeinde intensiv gepflegte Brauch besteht nun schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts und ist Höhepunkt der alljährlichen Osterkirmes.

    Was in Steinigen seit 1749 durchgeführt wird, ist aber auch in anderen Regionen von Deutschland schon seit Jahrhunderten fester Bestandteil vor allem des katholisch geprägten Lebens. Rund 600 Besucher erfreuten sich in Steiningen an den 142 Pferden und neun geschmückten Kutschen sowie zwei Eseln die durch das Dorf zogen. Hoch zu Ross auf dem Haflinger „Max“ segnete Kaplan Oliver Seis die Tiere und die Menschen.

    Jedes Jahr am Ostermontag macht eine Vielzahl von Pferdehaltern mit ihren Tieren auf den Weg nach Steiningen, um vor der Kapelle, die dem hl. Mauritius geweiht ist, den Segen für sich und ihre Tiere zu erbitten oder einfach dabei zu sein, wie Wolfgang von Ammeln aus Lutzerath der zum fünften Mal zur Segnung nach Steiningen kam. „Es ist die Gemeinschaft und der Sport der mich dazu bringt nach Steinigen zu kommen. Der Segen ist immer inbegriffen“, sagt der 73-jährige der mit seinem Quarterhorse „Lisa“ zur Pferdesegnung gekommen war. Die besondere Atmosphäre des Brauchs zieht auch von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. 

    Zum ersten Mal war die 18-jährige Annika Zenner aus Tettscheid dabei. „Ich wollte schon als kleines Kind immer mal hierhin, das ist ein schönes Gefühl mit dem Pferd dabei zu sein“, sagt sie. Mitten drin seit über 20 Jahren auch Ludwig Barger aus Hillesheim mit seiner Kutsche und seinen Schwarzwälder Füchsen „Momo“ und „Viktor“. 2004 war er mit der Kutsche von Hillesheim bis nach Berlin und dort durch das Brandenburger Tor gefahren. (hega)

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