TBB Trier: Gelingt gegen Meister Bamberg der dritte Streich?

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TRIER. Zwei Siege in Serie, den Klassenerhalt in der Tasche: Es gibt schlechtere Voraussetzungen, den amtierenden deutschen Meister in der heimischen Arena Trier (Donnerstag, 20 Uhr) zu empfangen. Die TBB Trier wird alles daran setzen, den Spielern von Chris Fleming den Ausflug an die Mosel so schwierig wie möglich zu machen. 

„Serienmeister“ ist ein Attribut, das nicht genau definiert ist – landläufig sollte die „Serie“ wohl erst bei drei Meisterschaften anfangen (zwei sind „nur“ eine Titelverteidigung). Und Meisterschaftsserien sind in der Liga nicht mehr ganz so extrem wie damals, als der Meister von 1990 bis 2003 entweder Bayer Leverkusen (insgesamt 14 Meisterschaften, von 1990 bis 1996 sieben in Serie) oder ALBA Berlin hieß (acht Mal insgesamt, davon sieben in Serie von 1997 bis 2003, alle mit Henrik Rödl).

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Danach schien es sich ganz oben zunächst etwas ausgeglichener zu verteilen – bis 2010 die Brose Baskets ihre Serie begannen. Vier Meisterschaften am Stück von 2010 bis 2013 bringen die Franken in die Rechnung mit ein, in den ersten drei Jahren gelang dazu noch das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Die Brose Baskets aus Bamberg sind so in den letzten Jahren zum Maß der Dinge im deutschen Basketball geworden – ein Prädikat, das ihnen zum Beispiel der FC Bayern München mittelfristig gerne streitig machen würde.

Einen wichtigen Schritt dahin haben die Bayern am vergangenen Samstag getan: Mit 75:76 gewannen sie in der Bamberger Brose Arena und sicherten so die Tabellenführung gegen den Deutschen Meister, der damit weiter auf Platz zwei liegt – das Prestigeduell mitten im Playoff-Rennen ging an den Herausforderer.

Doch das sind Randerscheinungen, die Chancen auf die fünfte Bamberger Meisterschaft in Folge stehen so schlecht nicht: Die Brose Baskets haben bisher erst fünf Niederlagen kassiert (darunter zweimal gegen München) und zeigen sich im Saisonverlauf gewohnt stabil. Eine Serie von zehn Siegen wurde Mitte März erst von Ex-Serienmeister ALBA Berlin gestoppt.

Baskets-Coach Chris Fleming bedient sich dabei eines Kaders, mit dem der fünfte Titel in Folge ohne weiteres möglich scheint: Tief, athletisch, international erfahren – und über die Saison mit einigen Neuzugängen angereichert. Topscorer und Publikumsliebling ist nach wie vor Anton Gavel, der aktuell 12,8 Punkte und 3,7 Assists markiert. Dicht auf Gavels Fersen ist der erste Anwärter für den „Transfer des Jahres“: Elias Harris, deutscher Nationalspieler und Absolvent des renommierten Gonzaga College, kam Mitte Dezember von der absoluten Topadresse Los Angeles Lakers an die Regnitz, wo er im Moment mit einer Dreierquote von 44,4% und 11,4 Punkten im Schnitt überzeugt.

Getoppt wird der Harris-Wechsel allerdings noch von einem Transfer innerhalb der Liga: Nach der Trennung von Point Guard Zack Wright verpflichteten die Brose Baskets niemand Geringeren als Jared Jordan von den Telekom Baskets Bonn – nicht nur in den Augen von TBB-Coach Henrik Rödl ist er der beste Point Guard der Beko BBL, sieben Assists im Schnitt belegen das auch bei Jordans neuem Arbeitgeber überdeutlich. Gegen die Artland Dragons waren es gar 13, allerdings blieb er gegen ALBA BERLIN für seine Verhältnisse blass. Auch Center D’Or Fischer ist ein Neuzugang. Der international erfahrene Routinier ist mit 67,2% aus dem Feld, 6,3 Rebounds und knapp 11 Punkten der effizienteste Bamberger (16,9). Ihm zur Seite steht am Brett ein alter Bekannter: Maik Zirbes, der Mann von der Mosel, der in Trier unter Josip Bosnjak und Henrik Rödl erst vom NBBL-Talent zum Nationalspieler reifte, um dann zum Deutschen Meister und Euroleague-Teilnehmer Bamberg zu wechseln – mit 17:48 Minuten und immerhin 8,6 Punkten im Schnitt.

Neben vielen Neu-Bambergern gehören John Goldsberry, Casey Jacobsen und Karsten Tadda an der Regnitz mittlerweile zum Inventar, vor allem Jacobsen ist bekannt dafür, die „big points“ zu machen.

Im Hinspiel Ende November verkaufte die TBB sich teuer, war damals zum ersten Mal seit der Vorbereitung fast komplett und unterlag am Ende nach großem Kampf nur knapp mit 94:88. Jermaine Bucknor mit 16 und Laurynas Samenas mit 17 Punkten trugen die TBB in der Brose Arena.

Es wird für die Gastgeber am Gründonnerstag vieles richtig laufen müssen, um gegen den Meister zu bestehen, der auf gutem Weg ist, die fünfte Meisterschaft in Folge einzufahren – unmöglich ist die Mission „Meister ärgern“ nach zwei wichtigen Trierer Siegen aber nicht. Henrik Rödl ist, wie so oft, Realist: „Bamberg ist Serienmeister, hat nach wie vor einen unglaublichen Kader. Für uns ist das eine schwere Aufgabe, das weiß hier auch jeder. Aber eben auch eine besondere Gelegenheit, denn wir spielen im Moment ganz anständig. Und wir müssen ein ganz besonderes Spiel abrufen, mit Unterstützung unserer Fans, damit hier was möglich ist.“ Rödl kann für dieses besondere Spiel aus dem Vollen schöpfen, Jermaine Bucknor ist nach muskulären Problemen im Oberschenkel seit Montag wieder im Training.

basketball-stream.de überträgt die Partie live auf www.tbb-trier.de/livestream(Sendebeginn 19:30 Uhr). Es kommentieren Tom Rüdell (TBB Trier) und Thorsten Vogt (Brose Baskets TV).

Die Arena öffnet um 18 Uhr, Tickets gibt es unter der Hotline 0651-9790777, online unter tbb.trier.de/tickets sowie bei allen VVK-Stellen von Ticket Regional. Bitte beachten: Der Ticketverkauf der TBB Trier befindet sich noch wie gehabt am Fort-Worth-Platz 1! Vergünstigte Tickets im Paketpreis enthält das Ticketpaket “B GREEN – Sei grün” – alle Infos dazu auf www.mirsinntrier.de! (PM TBB Trier)

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