Portugiesische Nelkenrevolution in Literatur, Film und Theater

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    TRIER. Aus Anlass des 40. Jahrestages der Portugiesischen Nelkenrevolution vom 25. April 1974 veranstalten die Universität des Saarlandes und die Universität
    Trier am 2. und 3. Mai ein gemeinsames Kolloquium, in dem nicht nur im Sinne
    der Gedächtniskultur an die friedliche Revolution erinnert wird.

    Vielmehr gehen lusitanistische Wissenschaftler in geschichts-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Vorträgen der Frage nach, wie die Ereignisse jener Zeit, die gesellschaftlichen Verwerfungen und Umbrüche in der portugiesischsprachigen Literatur und auch in Theater und Film damals und heute thematisiert, problematisiert und inszeniert wurden und werden. Es wird zu diskutieren sein, wie die historische Wende auf die Kulturproduktionen eingewirkt, sie beeinflusst und verändert hat im Sinne eines „aesthetic turn“.

    Am 25. April 1974 lehnte sich ein Großteil der portugiesischen Armee gegen
    das Regime um António de Oliveira Salazar auf. Der Umsturz verlief weitgehend
    friedlich und ebnete den Weg zu einer Demokratie. Zum Dank steckte die
    Bevölkerung den Soldaten rote Nelken in die Gewährläufe – sodass die Ereignisse des Tages unter dem Namen Nelkenrevolution in die portugiesische Geschichte eingegangen sind. Wie der „25 de abril“ in der portugiesisch- sprachigen Literatur und Musik sowie in Theater und Film damals und heute verarbeitet wurde und wird, diskutieren Forscher Anfang Mai auf dem Saarbrücker Campus. Die Tagung steht unter dem Motto „Wir haben sie so geliebt, die Nelkenrevolution!“

    Die wissenschaftliche Leitung und Organisation liegt in Händen von Prof. Dr.
    Janett Reinstädler (Universität des Saarlandes) und Prof. Dr. Henry Thorau
    (Universität Trier). Im Rahmen der Tagung wird die Trierer Studierenden-
    Theatergruppe „Kreuz & Quer“ das von Henry Thorau ins Deutsche übersetzte
    portugiesische Theaterstück „Manchmal schneit es im April“ („Às vezes neva
    em Abril“) von João Santos Lopes aufführen (Donnerstag, 1. Mai, 19 Uhr, im
    „Theater im Viertel“, Landwehrstraße 2).

    Veranstaltungsort des Kolloquiums: Universität des Saarlandes, Campus, C7 4
    Weitere Informationen: www.romanistik.de/aktuelles/94

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