OPL glänzt in Moskau und Sankt Petersburg

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LUXEMBURG/MOSKAU/ST. PETERSBURG. Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) ist am Montagmittag von seiner Russland-Tournee zurückgekehrt. Auf dem Programm standen 2 Konzerte in der Moskauer Tschaikowski Concert Hall am 9. und 10. April, sowie Konzerte im Mariinsky Theatre in Sankt Petersburg am 12. und 13. April.

Vor jeweils prall gefüllten Sälen hat das luxemburgische Orchester von Anfang an überzeugen können und jeweils großen Zuspruch vom russischen Publikum geerntet. Dabei fing die Tournee am Dienstag, 8. April, für die 102 Musiker gar nicht so einfach an: Unmittelbar vor dem Flug nach Moskau wurde ihnen verkündet, dass OPL-Chefdirigent Emmanuel Krivine krankheitshalber nicht mit nach Russland fliegen könne. Einen Tag vor dem Abflug der OPL-Administration hatte Krivine mit großem Bedauern mitgeteilt, dass er die Reise nicht antreten könne. Den Orchester-Verantwortlichen blieben nur wenige Stunden um einen Ersatz-Dirigenten zu finden der für die Zeit der Tournee verfügbar, im Besitz eines russischen Passes oder Visums war und gleichzeitig auch das vorbereitete Repertoire übernehmen konnte. Vassily Sinaisky, ehemaliger Chefdirigent des Moskauer Bolschoi-Theaters, der schon vorher mit dem OPL zusammengearbeitet hat, war bereit, kurzfristig einzuspringen. „Es war ein Wiedersehen mit Freunden“, beschreibt der russische Maestro die Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Orchester.

Das OPL spielte bei dieser Tournee zwei verschiedene Programme: das erste Programm umfasste Beethovens Violinkonzert mit der Solistin Baiba Skride und die Symphonie Fantastique von Berlioz. Im zweiten Programm spielte das OPL zusammen mit Solist Nikolai Lugansky Chopins zweites Klavierkonzert sowie die „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Johann Strauß (Sohn). Die „Seejungfrau“ von Alexander Zemlinsky, die als Abschluss dieses zweiten Programms eingeübt worden war, konnte aufgrund des Dirigentenwechsels nicht gespielt werden, dafür stand Dvoraks 8. Symphonie auf dem Programm.

„Eine solche Tournee schweißt das Orchester zusammen und bringt es auch auf künstlerischer Ebene voran“, unterstreicht Generaldirektor Stephan Gehmacher die Wichtigkeit dieser Konzerte im Ausland. Doch es gab nicht nur russische Zuhörer bei den Konzerten: Auch rund 60 Luxemburger der „Amis de l’OPL“ sind nach Sankt Petersburg gereist um das Orchester im Mariinksy Theater zu hören. (red)

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