Bandendiebstahl: 34 Straftaten werden verhandelt

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    TRIER. In der vergangenen Woche wurde vor dem Landgericht Trier die Anklage gegen fünf Männer verlesen, die aus dem russisch-sprachigen Kulturraum stammen, aber zum Teil schon lange in Deutschland leben. Allein für die Auflistung der insgesamt 34 Straftaten benötigte Oberstaatsanwalt Ingo Hromada 45 Minuten. Am Montag, 14. April sollen nun erste Zeugen vernommen werden.

    Begangen wurden die Taten – die Bandbreite reicht von Einbruch, Raub, Diebstahl, Körperverletzung bis zu Erpressung – im Zeitraum zwischen 2009 und 2013. Die meisten Taten wurden im Raum Trier begangen, Treffpunkt für verschiedene Aktivitäten war dabei immer wieder das Billardcafé Royal in der Trierer Karl-Marx-Straße.

    Was die Ermittlungen so schwierig machte und sich auch auf die Dauer des Verfahrens auswirken könnte, ist die Tatsache, dass nicht alle in der Anklage aufgeführten Taten auch von allen Angeklagten ausgeübt wurden. Immer wieder waren auch nur zwei oder drei Täter – und die auch schon mal im Wechsel – an den diversen Straftaten beteiligt. Schon bei der Anberaumung des heutigen Termins ließ die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz anklingen, dass die Verhandlungsdauer wesentlich davon abhängt, ob die Angeklagten überhaupt aussagewillig sind.

    Die Plätze auf den „Anklagebänken“ sind jedenfalls gut gefüllt. Jeder Angeklagte hat einen eigenen Verteidiger, hinzu kommen noch zwei Dolmetscher – für russisch und armenisch.

    Hauptangeklagter ist Valerij D., ein in Baku (Aserbeidschan) geborener Mann, der nach der Anklageschrift an allen dem Quintett vorgeworfenen Straftaten beteiligt und somit der Kopf der Bande gewesen sein soll. (wir)

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