TBB Trier: Sieg in Weißenfels – Der Meister kann kommen

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    TRIER. Furios! Die TBB Trier gewann am gestrigen Donnerstag beim Mitteldeutschen BC mit 80:84 und zeigte damit weiterhin aufsteigende Form. Herausragende Akteure bei den Moselstädtern, die erneut auf Jermaine Bucknor verzichten mussten, waren Trevon Hughes und Jermaine Anderson.

    Als Trevon Hughes sich den Offensivrebound sicherte, war er im Sack – der zweite Sieg in Serie gegen einen Playoff-Kandidaten. Die TBB Trier kommt immer besser in Form und zeigte auch ohne Jermaine Bucknor eine tolle Teamleistung. Dieses Mal war es Jermaine Anderson, der das Team in brenzligen Situationen trug und von der Freiwurflinie das gewohnt sichere Händchen hatte.

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    Schon der Beginn der Partie war vielversprechend. Hughes und Samenas harmonierten wie schon gegen Bonn und brachten die Moselstädter schnell mit 10:18 in Front. Dies stachelte das Überraschungsteam der Saison scheinbar nur noch mehr an, als ohnehin anzunehmen war.  Ein furioser 12:0-Lauf des MBC führte zum 22:18-Zwischenstand nach dem ersten Viertel.

    Jermaine Anderson gelang im zweiten Spielabschnitt mit fünf Punkten in Serie zwar schnell die abermalige Führung für die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands (22:23), doch dann war es wieder der Mitteldeutsche Basketball Club, der mit 10 Punkten in Serie das Trierer Team zu einer Reaktion zwang. Vor allem Malte Schwarz bereitete Henrik Rödl un seinen Mannen mit sieben Punkten Kopfzerbrechen. Doch das mittlerweile gefestigte TBB-Team reagierte. Ein 15:2-Run von Hughes und Co. mit tollem Teamplay brachte Trier schnell wieder auf die Siegerstraße (34:38). Der knappe Vorsprung hielt auch bis zum Pausentee.

    Die Gäste von der Mosel waren es dann auch, die besser aus der Kabine kamen. Trier blieb die spielbestimmende Mannschaft und konnte sich erstmals zweistellig absetzen. Keineswegs eine Vorentscheidung, wie der bisherige Spielverlauf schon verriet. Trier war im dritten Viertel einfach wacher und ein toller Alley-Oop von Hughes auf Chikoko zeigte die Spielfreude auf Seiten der Trierer. Auch von der Freiwurflinie gaben sich Anderson und Co. keine Blöße – bis in die entscheidende Phase sollte man sogar fehlerlos vom sogenannten „Charity Stripe“ bleiben.

    Im vierten Viertel schien Trier das Spiel im Griff zu haben, zog bis auf 14 Punkte davon. Auch Treffer der Weißenfelser schienen Seiferth und Co. nicht zu beunruhigen. Das änderte sich wenige Minuten vor Schluss. Trainerfuchs Silvano Poropat stellte auf Ganzfeldpresse um und sah, wie sein Team sich Punkt für Punkt herankämpfte. 36 Sekunden vor Spielende führte man plötzlich nur noch mit drei Punkten (79:82). Kovacevic verkürzt fünf Sekunden vor Ende sogar auf 80:82. Sollte die Partie wirklich noch kippen? Trier strauchelte, fiel aber Gott sei Dank nicht. Es war dann der in den letzten Wochen überragende Hughes, der das Spiel entschied. Zunächst versagten Stefan Schmidt die Nerven von der Linie, doch Hughes schnappte sich den Offensivrebound, wurde gefoult und verwandelte beide Versuche zum 80:84. Anderson, mit 23 Punkten ebenfalls überragend und einer der Matchwinner, sicherte sich anschließend den Ball beim letzten Angriff des MBC – Trier gewann das zweite Spiel in Serie gegen einen Playoff-Kandidaten.

    Eine ganze Nummer schwerer dürfte es allerdings am Donnerstag werden, wenn man vor heimischem Publikum auf den amtierenden Deutschen Meister, die Brose Baskets Bamberg, trifft. Den Trierern ist in der aktuellen Form und das befreite Aufspielen allerdings alles zuzutrauen. (cw)

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