Miezen vergeben ersten Matchball

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AUERBACH. Mit großer Euphorie waren die Trierer Bundesliga-Handballerinnen nach Bensheim gereist, um den ersten „Matchball“ im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Am Ende wurde nichts aus der angestrebten großen Party, der Aufsteiger gewann völlig verdient mit 27:21 (16:12) und konnte die Entscheidung zumindest vertagen. Die Miezen haben mit sechs Punkten Vorsprung bei noch fünf ausstehenden Partien dennoch weiterhin alles selbst in der Hand.

„Heute war Bensheim die bessere Mannschaft, so fair sind wir. Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden“, sagte Co-Trainerin Jana Arnošová nach der Begegnung. Die Enttäuschung nach Ende der Partie stand den Spielerinnen ins Gesicht geschrieben: In intensiven 60 Minuten zeigte der Aufsteiger seine wohl beste Saisonleistung und feierte nach zwölf Niederlagen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis. Die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutierrez dagegen konnte nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen nicht anknüpfen. In der Defensive präsentierte man sich – vor allem in der ersten Hälfte – nicht bissig genug. Bensheim kam, egal ob im Gegenstoß oder Positionsangriff, immer wieder zu einfachen Treffern.

Nach nicht einmal sechs Minuten und einem 1:5-Rückstand war Cabeza bereits zu einer Auszeit gezwungen, um ihre Sieben neu zu justieren. Bis zum 5:10 brachte dies allerdings nicht viel: Trier hatte gegen dem schnellen und variablen Spiel der Gastgeberinnen nichts entgegenzusetzen, auch gegen die offensive Abwehr agierten die Moselstädterinnen mit zu wenig Struktur. Dann aber besannen sich die Gäste auf ihre Stärken. Beim 9:11 durch Judit Derbach (23.) durften die mitgereisten Fans wieder hoffen, auch beim 12:16 zur Pause lag man in Schlagdistanz.

„Wir wussten, dass Bensheim in der zweiten Hälfte oft einbricht, da wollten wir da sein“, so Arnošová. Allerdings taten die Gastgeberinnen den Miezen diesen Gefallen nicht: Nach einem verworfenen Siebenmeter von Katrin Schneider, erhöhte die an diesem Abend überragende Antje Lauenroth (8 Tore) das 17:12 (33). Diesen Fünf-Tore-Vorsprung verwaltete der Aufsteiger bis zur 52. Minute: Die Miezen machten hinten wie vorne zu viele Fehler und hatten Probleme mit der aggressiven Spielweise der Hausherrinnen. „Bensheim war heute galliger und wollte diesen Sieg unbedingt“, sagte Franziska Garcia und ergänzte: „Wir haben heute eine große Chance liegen lassen. Aber es ist wichtig nach Niederlagen wieder aufzustehen und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.“

Den ersten „Big Point“ haben die Moselstädterinnen also verpasst. Besonders die Art und Weise der ersten 30 Minuten stieß Cabeza bitter auf: „Wir wussten, dass es schwer und hart wird. Wir haben zu spät angefangen uns zu wehren.“ Die Spanierin wollte aber auch nicht zu hart mit ihrem Team ins Gericht gehen, „denn immerhin haben wir noch immer alles in der Hand.“ Nach zwei spielfreien Wochen haben die Miezen dann am 4. Mai zu Hause gegen Bietigheim die nächste Chance den Klassenerhalt perfekt zu machen. (red)

DJK/MJC Trier: Jessica Kockler, Verena Flöck (n.e.) – Katja Pötters (n.e.), Katrin Irsch (n.e.), Hannah Sattler, Franziska Garcia (2), Esther Mohr (1), Katrin Schneider (6/5), Andrea Czanik (2), Natalie Adeberg, Marta Pilmayer (4), Judit Derbach (3), Cristina Cabeza (3)

Beste Werferinnen Bensheim-Auerbach: Antje Lauenroth (8), Pia Hildebrand und Jennifer Rode (je 4)

Spielfilm: 1:5 (6.), 5:10 (16.), 9:11 (23.), 12:16 (30.), 12:17 (33), 15:20 (41.), 18:24 (54.), 21:27 (60.)

Schiedsrichter: Florian Gerhard/Tobias Küsters – Zuschauer: 500

Alle Resultate und die Tabelle der Abstiegsrunde sind im Internet (http://www.hbf-info.de/home-1-2-1-0.html) abrufbar.

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