TBB Trier: MBC-Rudel macht Jagd auf die Playoffs

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TRIER. Am heutigen Samstag, 19.30 Uhr, ist die TBB Trier zu Gast bei dem Überraschungsteam der Saison. Der MBC Weißenfels kämpft trotz niedrigem Etat um einen Playoff-Kampf und verkörpert viele der Werte, die auch die TBB auszeichnen. Das Hinspiel gewannen die Trierer nach großem Kampf mit 75:69 – doch die Wölfe haben mit Marcus Hatten nicht nur einen neuen Top-Spieler an Bord, sondern sind zudem in einer herausragenden Form. Das Trainergespann erwartet einen heißen Tanz.

Im April geht’s Schlag auf Schlag: Drei Heimspiele und drei Auswärtsspiele hat die TBB Trier in den letzten 21 Tagen bis Saisonende noch zu bestreiten – viel Zeit zum Ausruhen bleibt da nach dem letzten knappen Heimsieg gegen Bonn (75:71) nicht. Bereits am Freitag geht die Reise ins Burgenland nach Sachsen-Anhalt – hier wartet seit dem Wiederaufstieg 2012 der Mitteldeutsche BC auf die TBB Trier. Die „Wölfe aus Weißenfels“ sind traditionell ein unangenehmer Gegner, daran hat sich auch diese Saison nichts geändert. Mit sieben Siegen aus den letzten zehn Partien (darunter Braunschweig, Oldenburg und Ludwigsburg) stehen die Gastgeber aktuell auf Platz acht der Tabelle und haben im Rennen um die Playoffs ein gewichtiges Wörtchen mitzureden – eine beeindruckende Leistung, wenn man den schmalen Etat der Wölfe bedenkt, deren Budget sicher keinem einstelligen Tabellenplatz entspricht.

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MBC-Headcoach Silvano Poropat hat trotz dieser Beschränkung ein schlagkräftiges Team geformt, aus dem vier Spieler herausragen: Mit Angelo Caloiaro stellt der MBC den effizientesten Spieler der Liga. Der bewegliche Italo-Amerikaner auf der Power Forward-Position kommt auf 17,9 Effizienzpunkte – ein Traumwert, der sich unter anderem aus 14.3 Punkten, 7.1 Rebounds und einer Trefferquote von über 50% aus dem Feld zusammensetzt. Point Guard Adonte Parker, aus der ProB in die Beko BBL „hochgesprungen“ kommt im Schnitt auf 14,2 Punkte, die er seiner Schnelligkeit verdankt – darunter leiden ein wenig die Assists. Nur zwei Vorlagen sind wenig für einen „reinen Einser“. Sein Teamkollege Marcus Hatten kann diese Lücke füllen. Der 33-jährige Routinier war im November zu den Wölfen gestoßen, verteilt starke 4,7  Assists im Schnitt und markiert  zudem 13,3 Punkte pro Partie. Der Vierte im  Bunde derer, die für den MBC zweistellig scoren, ist Michael Cuffee, von den Wölfe-Fäns gerade erst zum „Beko BBL Top Performer“ des Monats März gekürt. Die Zahlen geben ihnen recht: Cuffee verpasste wegen einer Sprunggelenksverletzung insgesamt neun Spiele, ist mittlerweile aber mit 13,5 Punkten wieder voll da.

Keinesfalls unter ferner liefen zu nennen sind Spieler wie Hrvoje Kovacevic (zweimal Meister mit Cibona Zagreb), Martins Meiers (Center des lettischen Nationalteams) und Djordje Pantelic (den das BIG-Magazin unumwunden „Balkan-Ensminger“ nennt und im nächsten Satz das Wort „Drecksarbeit“ verwendet). Für die TBB gibt es ein Wiedersehen mit Oli Clay. Der mittlerweile 26-jährige Berliner ging 2010/11 unter Henrik Rödl in Trier seine ersten Profi-Schritte und spielte dann zwei Jahre in Würzburg, bevor er nach Weißenfels wechselte. Nach langer Verletzungspause kommt Clay mittlerweile allerdings nur auf knapp zehn Minuten.

Unterm Strich ist das, wieder einmal, eine Mannschaft ohne große Namen aber mit Biss, Talent und Disziplin. TBB-Headcoach Henrik Rödl und sein Assistent Thomas Päch outen sich, ebenfalls zum wiederholten Mal, denn auch als MBC-Fans: „Es ist mittlerweile keine Überraschung mehr, dass der MBC weiter oben mitspielen kann. Sie bauen auf dem auf, was sie sich letztes Jahr erarbeitet haben. Ich halte sehr viel von Silvano Poropat, das ist ein unglaublich guter Trainer. Die Wölfe spielen einen leidenschaftlichen Basketball, der mir sehr gut gefällt. Das wird mal wieder richtig schwer“, so Rödl.

Thomas Päch sieht das ähnlich wie sein Chef: „Mir persönlich macht der MBC großen Spaß beim Zuschauen – sie sind diszipliniert, kennen ihre Stärken, spielen physisch. Wir hatten dort immer knappe und intensive Spiele, ich denke, das wird auch dieses Jahr wieder der Fall sein. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Playoff-Rennen – aber nicht gerade am Samstag.“

Die TBB Trier fährt am Freitagmittag nach Weißenfels, Tip Off in der Stadthalle Weißenfels ist am Samstag um 19.30 Uhr. (PM TBB Trier)

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