UPDATE III: Umweltskandal in Trier-Feyen und Konz-Roscheid

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TRIER. Groß war die Freude der Bewohner der Stadtteile Feyen, Weismark und Grafschaft in Trier-Süd. Nach einer Anfrage von Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD) an die Deutsche Telekom soll in den kommenden Monaten die Internetverbindung in den südlichen Stadtteilen erneuert und die veraltete Technik durch neue Glasfaserkabel ersetzt werden. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Anfallender Schutt und Schlamm werden jedoch anscheinend rechtswidrig entsorgt, das zumindest ergibt sich aus Beobachtungen besorgter Bürger, die unsere Redaktion informiert haben.

Nach Informationen, die der lokalo-Redaktion vorliegen, entsorgt die beauftragte Firma aus dem Raum Kassel auf der Baustrecke zwischen Konz-Roscheid, dem Löllberg und Trier-Feyen den Schutt einfach in die Entwässerungskanäle an der „Alten Estricher Straße“ oder im alten Löschweiher, der in Konz-Roscheid in einem Naturschutzgebiet liegt. Die Entwässerungskanäle werden durch den dort entsorgten Abraum blockiert, so dass diese wohl in nächster Zeit auf Kosten der Steuerzahler wieder freigeräumt werden müssen. Nicht zuletzt droht bei starkem Regen dort auch eine Überflutung der Straße. Auch die Abladung von Schutt im alten Löschweiher in Roscheid stellt eine illegale Lösung für die Entsorgung von Altmaterial dar. Die Aushebungsarbeiten waren nötig geworden, da Platz für neue Leerrohre im Erdreich geschaffen wird, um später die Glasfaserkabel verlegen zu können.

Anwohner aus Feyen haben unsere Redaktion informiert und darum gebeten, die vermutete Straftat anzuzeigen und bei der Aufklärung der Vorkommnisse mitzuhelfen. Einige der uns als Beweis zugespielten Fotos sehen Sie als Aufmacher zu unserem Artikel.  

Die zuständigen Behörden und Naturschutzverbände waren für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen.

Wir werden in dieser Sache weiter recherchieren und Sie über mögliche Folgen auf dem Laufenden halten. (bas)

1 KOMMENTAR

  1. Die Wartezeit auf eine Reaktion seitens der Stadt Trier kann lange, sehr lange dauern: Ich habe um Ostern 2013 dem Ordnungsamt alte, stilgelegte KFZ , aus denen Öl austrat auf dem Wendeplatz und der Wiese in der Riverisstraße gemeldet. Erst nach mehreren nachfragen bekam ich zur Antwort, das man keinen Grund zum eingreifen sehe.

  2. @schneider:das ist nix neues;in der franz-bußstr. steht seit Wochen ein abgemeldetes Fahrzeug im öffentl strassenraum.trotz mehrmaligem anruf beim Ordnungsamt ,passiert nix!ach ja hatte vergessen der kom.vollzug ist unterbesetzt!

  3. Ja, das ist die alleinige Schuld vom Stadtrat und Dezernenten: Die haben dem Amt vorgegeben, das zuallererst der Bewirtschaftete teil der Innenstadt kontrolliert werden muss. Und der Personalrat hat mit seiner strammen Gewerkschaftstreue verhindert, das auch nachts und Sonntags kontrolliert werden darf. Und dank FWG und CDU darf auch weiter gerast werden. In meinen Augen trägt die FWG mit Ihrer Politik der Verwaltungsverschlankung in Zukunft bei jedem durch Raserei verursachten Unfall eine moralische Mitschuld!
    Apropo Schlanke Verwaltung: Wieso hat das Stadttheater 200 Beschäftigte, die Verkehrsabteilung aber nur 16?

  4. @fischer: schön und gut ,aber wenn man bei Veranstaltungen nur hinter der Polizei herfährt, dann hat man natürlich schnell seine Sollstunden voll! Wenn man effizient arbeiten würde ,würde die Personalstärke locker reichen!

  5. @ Kenner: ja, da haben Sie, was den Kommunalen-Vollzug betrifft, vollkommen recht.
    Die haben es immerhin geschafft, in einem Jahr genau 0 ( Null) Bußgelder wegen freilaufender Hunde zu verhängen. Ich würde in einer halben Stunde Palastgarten locker 5 schaffen.
    Für den hier genannten fall in Feyen ist das Baudezernat und die untere Wasserbehörde zuständig( ja, unser aller Freund , der Mann mit dem Krug).
    Und was der macht ist ja bekannt: Nix.
    Und die untere Wasserbehörde (eigentlich auch nur 1 Mann)kann nur dahin kommen, wo auch der Bus hinfährt. Weil: Es gibt kein Dienstfahrzeug für diese Stelle.
    Wie gesagt: Alles dem Stadtrat und dem Dezernatsausschuss bekannt. Aber vom Rat nicht gewollt.
    Für diesen Stadtrat muss man sich als Trierer ja Fremdschämen! Pfui, wie die meine Stadt zugrunde richten!
    Viele Probleme kann man auch im Bürgerhaushalt nachlesen. Und Verwaltung/Rat sie nicht dementiert, was denen möglich gewesen wäre. Der Stadtrat ist immer über alles Informiert. Er hat ja die Aufsicht über die Verwaltung.

  6. Wieso meldet sich hier eigentlich kein Ratsmitglied zu Wort? Lesen tun das fast alle.
    Anscheinend werden alle Vorwürfe wohl zutreffen, sonst wären sie doch schon längst dementiert worden.

  7. Da wird der dicke „Kulturpapst“ aber wieder dumm gucken! Wieso hat sein Medium diesen Skandal nicht thematisiert?Ist wohl ein Werbekunde! Danke Lokalo,macht bitte weiter so!

  8. @lieter dinz: Ne, die haben genug mit den Afrikaafrika-Plakaten, die immer noch in Trier herumhängen zu tun. Erst haben die sich bei der Zeitung darauf eingeschossen. Und dann wurde ihnen erklärt, das ihr eigener Zeitungsname als Partner auf den Plakaten mit draufsteht. Oder was glauben Sie, warum die Stadt hier nix unternimmt?

  9. Es ist lange überfällig: Matthias J. Fischer, ich bewundere Sie.

    Hören Sie bitte niemals auf sich so für unsere Stadt zu interessieren und uns Ihre Meinung so ungefiltert wiederzugeben.

    @lokalo Quant gemacht, weiter so. Mediale Angsthasen haben wir hier genug.

    Uns schöner Trier! Ruft es von den Dächern.

    @KabelDeutschland Hut ab, schnell und sauber reagiert. Bonuspunkte

  10. Das ist aber schon seltsam, dass der Volksfreund diese Sache mit keiner Zeile erwähnt. Können die einfach nicht ab wenn jemand vor ihnen die Meldung bringt oder was??

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