Miezen werden immer stärker

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Spielertrainerin Cristina Cabeza kam zwar zu keinem Treffer, konnte aber einen weiteren Sieg feiern

Bildquelle: TriSign

GÖPPINGEN. Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen sind in der Abstiegsrunde weiterhin nicht aufzuhalten und gewannen auch in Göppingen. Gegen die favorisierten Gastgeberinnen gab es den dritten Sieg im vierten Spiel.

24:22 (14:11) hieß es am Ende für kämpferisch starke Miezen. Mit nun acht Punkten Vorsprung auf Bensheim und den einzigen Abstiegsplatz hat die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutiérrez und Jana Arnošová am kommenden Samstag (17.30 Uhr) beim Schlusslicht den ersten „Matchball“.

„Einfach geil“, kommentierte Co-Trainerin Arnošová die Leistungen ihrer Mannschaft, die Göppingen 60 Minuten einen heißen Fight lieferte und am Ende die Nerven behielt. Denn nachdem Natalie Adeberg ihre Farben mit 22:17 (46.) in Führung brachte, hatten die Miezen ihren obligatorischen Hänger. Die bis dahin völlig indisponierten Gastgeberinnen kamen, angeführt von Beate Scheffknecht (sieben Tore), vier Minuten vor Ende der Partie auf 21:22 heran.

Judith Derbach, an diesem Nachmittag überragende Akteurin auf Seiten der Moselstädterinnen, machte mit ihrem achten Treffer im Gegenzug dann aber alles klar und ließ die Miezen-Bank jubeln. „Ich habe einfach nichts gedacht“, kommentierte Derbach ihren wichtigen Treffer zum 23:21 (57.) und ergänzte: „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte, aber das wichtigste ist der Sieg.“

Bis dahin hatte der deutsche Meister von 2003 – wie schon die gesamte „Play-down-Runde“ – eine hervorragende Leistung abgeliefert. In der Defensive hatte man den starken Göppinger Rückraum weitestgehend im Griff, auch weil dieser eine gewisse Lethargie an den Tag legte und offensichtlich nicht wirklich Lust auf Bundesliga-Handball an diesem Sonntag hatte. Der Cabeza-Sieben war das allerdings herzlich egal, die Fehler der Gastgeberinnen wurden eiskalt bestraft. Zur Pause führte man bereits 14:11 und ließ sich diese bis zum Ende der Partie nicht mehr aus der Hand nehmen. Göppingen lag in der gesamten Begegnung nicht ein einziges vorne.

„Wir haben gesagt, dass wir da sind, wenn wir die Chance haben. Und das haben wir heute gemacht“, sagte Arnošová in der anschließenden Pressekonferenz und lobte vor allem das Kämpferherz ihres Teams: „Wir haben dagegen gehalten, gekämpft und uns nach allen Bällen geschmissen. Genau das ist Abstiegskampf.“ Mit nun acht Punkten Vorsprung können die Miezen am kommenden Samstag in Bensheim alles klar machen und wollen den ersten „Matchball“ auch nutzen. „Klar wollen wir da gewinnen und wenn wir so zusammenspielen und füreinander kämpfen, ist das auch möglich“, sagte Derbach und verschwand zur Dopingkontrolle. Diese war an diesem Tag die einzige Herausforderung für die 26-Jährige, nach fast zwei Stunden hatte sie aber auch das gemeistert. (red)

DJK/MJC Trier: Jessica Kockler, Verena Flöck (n.e.); Katja Pötters (n.e.), Katrin Irsch (n.e,), Hannah Sattler (n.e.), Franziska Garcia (1), Esther Mohr, Katrin Schneider (5), Andrea Czanik (4), Natalie Adeberg (5/1), Marta Pilmayer (1), Jana Kordel (n.e.), Judith Derbach (8), Cristina Cabeza

Spielfilm: 3:5 (8.), 6:8 (17.), 10:11 (25.), 11:14 (Halbzeit); 13:18 (36.), 15:20 (41.), 17:22 (46.), 21:22 (56.), 22:24 (Endstand)

Schiedsrichter: Thomas Kern/Thorsten Kuschel – Zuschauer: 400

Beste Werferinnen für Göppingen: Beate Scheffknecht (7), Alena Vojtiskova und Nicole Dinkel (je 6)

Weitere Ergebnisse und die Tabelle der Abstiegsrunde finden Sie unter http://www.hbf-info.de/home-1-2-1-0.html

 

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