Gegen den Abstieg und den Frust punkten

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MEHRING/SALMROHR. Von einem Spieltag zum anderen haben sich die Voraussetzungen für die Vereine der Region Trier in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar völlig geändert. Während der SV Mehring weiter an Stabilität gewonnen hat und auf dem Weg zum Klassenerhalt ist, droht dem FSV Salmrohr Ungemach. Die kommissarische Clubführung hat beim Amtsgericht Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Die kommenden Spiele trägt der Tabellenzweite somit „auf Verdacht“ aus. Sollte dem Antrag nämlich stattgegeben werden, bedeutet das den Abstieg.

SV Mehring – SV Rossbach/Verscheid (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz, Auf der Lay)

Frank Meeth, Trainer des SV Mehring, ist weit davon entfernt, angesichts der Probleme des Lokalrivalen Schadenfreude zu empfinden. „Ich wünsche dem FSV, dass er diese schwierige Phase übersteht.“ Kein Wort darüber, dass eine Salmrohrer Insolvenz den Klassenerhalt leichter machen würde. „Wir wollen die Klasse sportlich halten und dazu müssen wir vor allem unsere Heimspiele, gerade gegen direkte Konkurrenten gewinnen“, sagt Meeth, der mit seiner Elf erneut vor einem so genannten „Sechs-Punkte-Spiel“ steht. Mehring, wegen des Völklinger Sieges im Freitagsspiel gegen Mechtersheim auf den letzten Rang abgerutscht, hat 25 Punkte auf dem Konto, die Gäste stehen mit 27 Zählern nur unwesentlich besser da. Meeth kann, ein Novum in seiner erst kurzen Amtszeit, mit Ausnahme von Johannes Diederich (Muskelfaserriss) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Bei 18 Feldspielern kann er sogar Akteure zur 2. Mannschaft abstellen. Die Gäste aus dem Wiedtal gelten als unangenehmer Gegner. Nur 34 Gegentore in 25 Spielen sind für ein Kellerkind der Liga ein Topwert. „Ganz unangenehm wird es, wenn sie in Führung gehen“, weiß Meeth, der Cemal Kaldirim, Tobias Bauer und Juri Pineker als Schlüsselspieler der Gäste bezeichnet.

Spvgg. Burgbrohl – FSV Salmrohr (Samstag, 15.30 Uhr, Rasenplatz Burgbrohl)

Seit dieser Woche ist beim FSV Salmrohr nichts mehr, wie es war. Ob der Verein noch die Klasse halten kann, liegt nicht mehr in den Händen des trainierenden und spielenden Personals. Dass diese Ungewissheit die Akteure unbeeinflusst lässt, ist unwahrscheinlich. Da jeder für sich anders damit umgehen wird, ist eine Prognose vor der Partie in Burgbrohl, einem Gegner aus dem oberen Mittelfeld, schwierig. Trainer Jörg Stölben ist zwar überzeugt, dass die Spieler die Köpfe frei haben, da der mit dem insolvenzrechtliche Bevollmächtigte Prof. Dr. Dr. Thomas Schmidt der Mannschaft einen Besuch abgestattet und ihnen die nächsten Schritte erklärt hat, aber sicher kann sich niemand sein. Klar ist nur, dass der einzige echte Salmrohrer Stoßstürmer, Tobias Baier, weiterhin ein Wackelkandidat bleibt – er laboriert an einer Leistenzerrung – klar ist auch, dass Alexander Adrian nach wochenlanger Pause (Bänderriss) wieder in den Kader zurückkehrt. Fraglich ist auch noch Mathias Fischer. Burgbrohl ist ein starker Gegner, hat am vergangenen Spieltag mit 3:1 gegen Borussia Neunkirchen gewonnen und hat gleich eine Handvoll überdurchschnittlicher Oberliga-Spieler in seinen Reihen. „Wir spielen auf Sieg“, sagt Stölben, „aber wenn wir den erringen wollen, dürfen wir uns nicht so viele Ballverluste erlauben, wie bei der Niederlage gegen Elversberg.“ (wir)

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