Miezen in Göppingen nur Außenseiter

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TRIER. Mit neuem Elan und Schwung gehen die Trierer Bundesliga-Handballerinnen in den vielleicht vorentscheidenden Monat April und haben das spielfreie Wochenende genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen. „Uns tat diese spielfreie Woche gut, die Partie gegen Blomberg hatte ihre Spuren hinterlassen“, sagt Co-Trainerin Jana Arnošová. Für die Begegnung am Sonntag (16 Uhr) in Göppingen sind bis auf die Langzeitverletzten Mégane Vallet (Kreuzband), Maria Kroyer (Knie) und Silvia Solic (Hüfte) alle Spielerinnen an Bord.

Im Schwabenland sind die Miezen klarer Außenseiter, wollen sich aber dennoch so teuer wie möglich verkaufen. „Wir sind realistisch genug, um zu wissen, dass es in Göppingen sehr, sehr schwer wird. Für uns geht es darum, unseren Rhythmus zu finden und ein gutes Spiel abzuliefern“, erklärt Arnošová. Viel wird davon abhängen, mit welcher Einstellung die Gastgeberinnen, für die es in der Abstiegsrunde um nichts mehr geht, in das Spiel gehen.

Sollte die Mannschaft um Top-Torschützin Beate Scheffknecht (171 Treffer) nachlässig agieren, wollen die Moselstädterinnen – ähnlich wie zum Auftakt gegen Bietigheim – da sein und die Gunst der Stunde nutzen. Göppingens Saisonverlauf gleicht einer Achterbahnfahrt: Vor heimischer Kulisse sind die Schwäbinnen in der Lage, jeder Mannschaft der Liga Paroli zu bieten, auswärts dagegen geht nicht viel. Das Saisonziel Meisterschaftsrunde wurde trotz hoher Qualität im Kader klar verfehlt.

Die Miezen dagegen sind ganz nah dran, ihr Saisonziel zu erreichen: Mit sechs Punkten Vorsprung auf Bensheim-Auerbach der Ligaverbleib zum Greifen nahe. Gegen Göppingen will die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutierrez „an die guten Leistungen aus den vorangegangenen Spielen anknüpfen“, der Blick bei allen Beteiligten geht aber bereits eine Woche weiter. Am 12. April kommt es in Bensheim zum „Abstiegs-Showdown“, dort könnten die Miezen dem Aufsteiger den endgültigen Genickschlag verpassen.

Deshalb gilt in Göppingen, die für ihre intensive und robuste Spielweise bekannt sind, vor allem: Rhythmus finden, ein gutes Spiel abliefern und keine weiteren Verletzungen einfangen. „Wir werden nichts her schenken oder mit angezogener Handbremse spielen. Wir werden allerdings auch kein Risiko eingehen“, erklärt Arnošová. Die Rechnung aus Miezen-Sicht ist einfach: In den beiden Partien im April sollen und müssen zwei Punkte her. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man auch in der kommenden Spielzeit erstklassig ist. (red)

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