Das war knapp! Eintracht Trier erreicht Halbfinale

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KOBLENZ/TRIER. Nach zuletzt wechselnden Leistungen in der Liga gewann der SV Eintracht Trier 05  das Viertelfinale des Rheinlandpokals am Mittwochabend im regionalliga-internen Duell gegen die TuS Koblenz mit 6:4 n.E.. Ein hartes Stück Arbeit für das Team von Jens Kiefer, das mit dem Sieg einen großen Schritt Richtung DFB-Pokal gehen konnte und nun als Favorit unter den letzten Vier im Rheinlandpokal zu sehen sein dürfte.

Das Spiel begann mit einer Verzögerung, da es in und um Koblenz zu einem Feierabend-bedingten Stau gekommen ist. Am Einlass zum Gästeblock durfen sich die Eintracht-Anhänger über eine Schuhkontrolle freuen. Im Heimblock brannte es lichterloh.

Vor 1978 Zuschauern im Koblenzer Oberwerth Stadion fand die Eintracht nicht richtig ins Spiel. Bereits nach 2 Minuten brannte es vor dem Trierer Tor. Patrick Stumpf verpasst nach einer Hereingabe nur Zentimeter das frühe 1:0 für die Gastgeber. Wie von Jens Kiefer erwartet, versuchten die Gastgeber, über hohe Bälle und Freistöße Gefahr und Druck auf das Trierer Tor auszuüben. Bei der Eintracht war nichts vom angekündigten „Brennen“ zu sehen. Kaum Ideen im Spielaufbau und fehlende Gefahr für den Kasten von Koblenz Torhüter Fabrice Vollborn waren die Folge. In der 21. Minute dann die logische Konsequenz. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld haben die Gastgeber plötzlich eine Überzahl in der Hälfte der Eintracht. Kevin Lahn wurde nur halbherzig gestört und konnte fast unbedrängt den Ball ins Tor schieben. Die Eintracht wie im Schockzustand. Das Spiel nach vorne wurde fast komplett eingestellt. Alleine Christoph Anton war es zu verdanken, dass wenigstens ein wenig Torgefahr entstand.

In der Halbzeitpause fand Gästecoach Jens Kiefer anscheinend nur bedingt die richtigen Worte. Eintracht Trier weiterhin mit wenig Drang nach vorne und einfachen Ballverlusten. Doch auch die TuS aus Koblenz stellte das Fußballspielen zunehmend ein. Das Spiel plätscherte bis zur 67. Minute vor sich hin. Dann vergab Patrick Stumpf freistehend vor Andreas Lengsfeld, der heute anstelle von Chris Keilmann zwischen den Pfosten der Eintracht stand. Die Chance stellte sowas wie einen Weckruf für Trier dar. Man merkte, dass die Mannschaft nun siegen wollte. Bereits vier Minuten später dann der Ausgleich. Steven Kröner nahm sich ein Herz. Sein Gewaltschuss aus 20 Metern fand den Weg ins Tor. Die Trierer merkten, dass hier mehr zu holen ist. Größere Laufbereitschaft und besseres Spiel nach vorne machten dies deutlich. Glück für die Eintracht allerdings dann kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Kevin Lahn spielt Bender aus, Lengsfeld kann den Schuss noch parieren, wäre beim Nachschuss von Saito allerdings machtlos gewesen. Glück für die Eintracht, dass der Koblenzer den Ball neben das Tor setzte.

Es ging in die Verlängerung. Hier entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 100. Minute versuchte es Steven Kröner. Sein Schuss fand das Ziel jedoch nicht. Auf der anderen Seite klatschte ein Lupfer von Stumpf aus 30 Metern nur an die Latte. Ein letztes Mal wurden die Seiten gewechselt. Man merkte beiden Mannschaften die zunehmende Erschöpfung an. Immer wieder mussten Spieler beider Mannschaften mit Krämpfen behandelt werden. Logische Konsequenz – Elfmeterschießen. Dort hatte die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands die besseren Nerven und gewann mit 6:4. (bas)

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