Abschaltperspektive für Cattenom muss das Ziel bleiben

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TRIER. Der Trierer Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster fordert von der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks erneut Gespräche über eine realistische Abschaltperspektive für das Atomkraftwerk Cattenom auf höchster politischer Ebene zu forcieren. Jedoch sind die Reaktionen aus dem Bundesumweltministerium (BMU) bisher ernüchternd.

Vor dem Hintergrund des enttäuschend verlaufenden Energie-Gipfels in Trier, der keinen entscheidenden Fortschritt bei energiepolitischen Themen und insbesondere im Umgang mit dem Atomkraftwerk Cattenom erzielen konnte, betont der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Bernhard Kaster, dass eine Lösung nur auf höchster politischer Ebene zu erreichen sei. Deshalb hatte Kaster sich bereits Anfang des Jahres in einem Schreiben an die Bundesumweltministerin Hendricks für eine Intensivierung der Gespräche auf höchster politischer Ebene eingesetzt.

Im Bundesumweltministerium wird der Status quo der Zusammenarbeit mit Frankreich jedoch als zufriedenstellend angesehen und daher plane man auch keine Intensivierung der Gespräche bezüglich Cattenom. Sowohl der Energie-Gipfel als auch eine frühere Initiative Kasters – gerichtet an seine französischen Abgeordnetenkollegen in der Grenzregion –  sei bisher jedoch enttäuschend verlaufen: „Hier wird deutlich, dass die politischen und gesellschaftlichen Sichtweisen in Frankreich in dieser Angelegenheit grundsätzlich andere sind. Deshalb brauchen wir eine europäische Lösung für die grenzüberschreitende aber letztlich nationale Energiepolitik.“ Die Maßgabe müsse sein, auf bilateraler und europäischer Ebene unter Einbindung des Großherzogtums Luxemburg und der Unterstützung der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland für eine Energiewende und damit auch einen neuen Energiemix im Nachbarland zu werben, betonte der Trierer Bundestagsabgeordnete.

Gerade im speziellen Fall von Cattenom werde deutlich, dass diese Zusammenarbeit noch nicht weit genug geht, betont Kaster. Cattenom sei eine Problematik, die auf europäischer Ebene gelöst werden muss. „Obwohl Subsidiarität wichtig ist, zeigt sich beim Thema Energie und Kernkraft, dass eine europäische Lösung her muss“, so der Trierer Bundestagsabgeordnete. Vor diesem Hintergrund sieht der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Kaster auch weiterhin die Bundesumweltministerin in der Pflicht, verstärkt den Dialog mit ihrem französischen Amtskollegen zu suchen und eine europäische Lösung zu forcieren, die eine realistische Abschaltperspektive zum Ziel hat. (red)

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1 KOMMENTAR

  1. Das ist mal ne Wende!
    Kaster hat Namentlich im Bundestag, Frühling 2013 den Grünen Antrag abgelehnt, das die Bundesregierung Gespräche bezüglich der Abschaltung Cattenoms führen soll.

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