Trierer Informatiker knacken Mozillas Login-System

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    TRIER. Daniel Fett, Ralf Küsters und Guido Schmitz von der Professur für Informationssicherheit und Kryptographie an der Universität Trier haben das von Mozilla entwickelte Login-System „Persona“ analysiert und dabei gravierende Sicherheitslücken entdeckt. Die Forscher fanden heraus, dass sich Hacker mit beliebigen E-Mail-Adressen von Google- oder Yahoo-Benutzern bei einer Webseite anmelden können. Über diese Zugänge ist es den Hackern möglich, Daten aus fremden Benutzerkonten auszuspähen und zu verändern.

    Webseiten bieten immer öfter Möglichkeiten wie „Login mit Facebook“ oder „Anmelden mit Google“ um sich anzumelden. Bei diesem sogenannten Single-Sign-On (SSO) dient das vorhandene Facebook- oder Google-Konto als „Ausweis“ gegenüber der Webseite. Ein neues Passwort wird überflüssig. Der Nachteil: Google und Facebook haben Kontrolle darüber, wann und wo sich ihre Benutzer einloggen.

    Mozilla, die Entwickler des Firefox-Browsers, verfolgen mit dem SSO-System „Persona“ einen neuen Ansatz, bei dem der Datenschutz im Vordergrund steht: Wann und bei welchen Internetseiten ein Benutzer sich einloggt, erfährt kein Dritter. Das war zu Beginn zumindest die Theorie.

    Bevor die Wissenschaftler auf die Mängel öffentlich hinwiesen, haben sie Mozilla darauf aufmerksam gemacht. Und mittlerweile ist diese Sicherheitslücke geschlossen. Dem Grundkonzept von „Persona“ stellen die Trierer Forscher hingegen ein gutes Zeugnis aus: „Es hebt sich, neben einigen technischen Vorteilen, durch seinen datenschutzfreundlichen Ansatz wohltuend von anderen Systemen ab“, sagt Professor Ralf Küsters. Er warnt aber zugleich davor, Anwendungen blind zu vertrauen: „Sicherheitslücken verstecken sich meist in subtilen Details und sind oft nicht auf einen Blick auszumachen.“ Deshalb entwickeln die Informatiker um Ralf Küsters seit vielen Jahren Verfahren für die Sicherheitsanalyse von Internet-Anwendungen.

    Die Forscher der Universität Trier stellen ihre Ergebnisse im Mai auf der renommierten IT-Sicherheitskonferenz „Security and Privacy 2014“ in San José im US-Bundesstaat Kalifornien vor. (red)

    Weitere Informationen: Professur für Informationssicherheit und Kryptographie an der Universität Trier: http://infsec.uni-trier.de/

    Informationen zu Mozilla Persona: http://de.wikipedia.org/wiki/Mozilla_Persona

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