Der „Girlsday“ bei der Polizei Birkenfeld

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TRIER. Der gestrige Donnerstag, 27. März, stand auch bei der Polizei Birkenfeld wieder im Zeichen des Girlsday. Zwölf interessierte junge Damen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren aus der Klassenstufe 8 des Birkenfelder Gymnasiums hatten sich bei der Polizeiinspektion in der Kreisstadt eingefunden, um sich über das Berufsbild der Polizeibeamtin zu informieren und um einen Blick hinter die Kulissen dieser Behörde zu werfen.

Dienststellenleiter Rüdiger Ermel und sein Stellvertreter Heinz Greschke begrüßten die Schülerinnen am Morgen bei der Polizeiinspektion und wünschten ihnen einen kurzweiligen und informativen Tag. Danach übernahm Polizeikommissar Volker Eifler die Mädchengruppe und betreute sie fortan bei ihrem Girlsday.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde zeigte zum Einstieg ein Informationsfilm, wie breit gefächert, abwechslungs- und spartenreichen sich das Berufsbild des Polizeibeamten darstellt. Hierbei wurde den Mädchen der Arbeitsalltag der Schutz-, Kriminal- und Bereitschaftspolizei vorgestellt sowie das Aufgabenspektrum von Wasserschutzpolizei, Spezialeinheiten, Hubschrauberstaffel und LKA erläutert. Insbesondere wurden auch die Ausbildungsinhalte vorgestellt, die angehende Polizeibeamte in ihrem dreijährigen Studium auf der Landespolizeischule beim Flugplatz Hahn erwarten.

Im Anschluss durften sich die Girls mit der persönlichen Ausstattung eines jeden Polizeibeamten vertraut machen, wobei insbesondere Waffen und Einsatzmittel wie z.B. Handfessel und Pfefferspray von Interesse waren. Auch keine Scheu zeigten die Mädchen, als ihnen Schutzhelm und Demo-Schild übergeben wurden und sie sich mit dieser polizeilichen Ausrüstung gegenüberstanden.

Des Weiteren wurde den Schülerinnen auch die Funktionsweise von Atemalkoholmessgeräten und Drogentests vorgeführt. Gerade bei der Problematik Drogen zeigten sich die Mädels sehr interessiert und stellten hierzu erfreulich viele Fragen, da dieses Thema auch im Schulunterricht bereits angesprochen wurde.

Nachdem die polizeiliche Spurensicherung in der Theorie erläutert und in der Praxis selbst durchgeführt worden war, unterzog POK Norbert Gaukler einige Freiwillige einer erkennungsdienstlichen Behandlung. Die Probandinnen waren danach erleichtert, als sie hörten, dass ihre Fotos und die abgenommenen Fingerabdrücke natürlich nicht in die „Verbrecherdatei“ der Polizei eingestellt werden.

Anschließend wurden den zwölf Schülerinnen das Arbeitsgeschehen auf der Wache der Inspektion vorgestellt. Hierbei zeigte sich dann jedoch schnell, dass im Polizeidienst häufig auf unvorhersehbare Einsätze und Sofortlagen reagiert werden muss: So musste innerhalb kurzer Zeit die Festnahme zweier Männer geplant und durchgeführt werden, so dass die Girls die Einsatzleitstelle der Polizeiinspektion umgehend für die Profis räumen mussten. Beim weiteren Rundgang durch die Dienststelle machten die jungen Damen dann auch die Erfahrung, wie ungemütlich und beklemmend ein Aufenthalt in einer abgeschlossenen Gewahrsamszelle sein kann.

Der langgehegte Wunsch einiger Mädchen, bei eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn endlich einmal in einem Polizeieinsatzfahrzeuges sitzen zu dürfen, wurde ihnen dann im Hof der Inspektion ermöglicht. Hierbei war die Freude der jungen Damen deutlich hörbar.

Am frühen Nachmittag trafen die Diensthundeführer POK Ludwig Wagner und PK Carsten Herres von der Polizeihundestaffel Trier in Begleitung ihrer vierbeinigen Kollegen „Falko“ und „Max“ zum Girlsday bei der Polizei Birkenfeld ein. Nach theoretischer Erklärung, wie ein Polizeihund trainiert und eingesetzt wird, führten die beiden Diensthundeführer vor, wie dies in der Praxis aussieht. Gewohnt routiniert zeigte der 10jährige „Falko“ seine Fähigkeiten bei Unterordnung und Suchdienst. Der erst 1jährige Diensthund „Max“, dessen eigentliche Ausbildung erst im April beginnt, zeigte danach, dass auch er sich für den Polizeidienst hervorragend eignet, als er zur Demonstration zubeißend den Hundeführer Wagner attackierte. Dies hinterließ bei den zwölf Schülerinnen einen bleibenden Eindruck und den Mädchen konnte verdeutlicht werden, dass diese Hunde gelehrige und gut gehorchende „Polizisten“ sind.

Danach ging es endlich zum echten Polizeidienst auf die Straße, wo sich der Großteil der Arbeit einer jeden Polizeiinspektion abspielt. Nach einer kurzen Einweisung durch ihren Praxisanleiter durften die Mädchen eigenhändig Geschwindigkeitskontrollen mit dem Lasermessgerät durchführen und stellten sich dabei auch recht geschickt an. Zu Verkehrsverstößen kam es im Rahmen dieser Kontrolle jedoch glücklicherweise nicht.

Ebenso professionell führten die jungen Damen anschließend auch echte Verkehrskontrollen durch. Dabei staunten die Autofahrer nicht schlecht, als sie von jungen Schulmädchen angehalten und nach Führerschein und Fahrzeugschein gefragt wurden bzw. die Schülerinnen das Vorzeigen von Verbandskasten und Warndreieck verlangten. Erfreulicherweise spielten alle kontrollierten Pkw-Fahrer bei dieser ungewöhnlichen Verkehrskontrolle mit und fügten sich den „polizeilichen“ Weisungen der jungen Damen.

Dies war für alle der krönende Abschluss eines gelungenen Tages bei der Polizeiinspektion Birkenfeld, was bei der Abschlussbesprechung durchweg in positiven Rückmeldungen zum Ausdruck gebracht und honoriert wurde. Auch PK Eifler war vom Interesse und der ungezwungenen Offenheit der zwölf Mädels sehr erfreut, denn nur durch die Mitarbeit einer guten Gruppe lässt sich ein abwechslungsreicher Informationstag wie der Girlsday, der höchstwahrscheinlich auch im kommenden Jahr wieder bei der Polizei Birkenfeld stattfindet, erfolgreich bestreiten. (red)

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