Start zum 70-Millonen-Projekt: Spatenstich am Moselufer

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TRIER. Am heutigen Donnerstag, den 27. März, fiel der offizielle Startschuss zum Ausbau Trierer Staustufe. Die zweite Kammer, die bis 2018 fertig gestellt sein soll und circa 70 Millionen Euro kosten wird, soll helfen, den steigenden Schiffsverkehr auf der Mosel zu bewältigen.

Mit dem symbolischen Spatenstich bei sonnigem Wetter läuteten der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Enak Ferlemann, der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Dr. Hans-Heinrich Witte, die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Heike Raab und der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen den Bau der Schleusenkammer ein.

Staatssekretär Ferlemann sprach von „einem Meilenstein für die Kapazitätssteigerung an der Mosel.“ Auch Präsident Witte sieht dies ähnlich: „Die Erweiterung trägt dazu bei, die Mosel als eine verlässliche, sichere und effiziente Wasserstraße zu erhalten.“

Der Ausbau aller Schleusen auf der deutschen Seite des Flusslaufs – und somit auch der an der Trierer Staustufe – ist nötig geworden, da die Grenzen der Kapazität schon seit Jahren erreicht sind. Als die Mosel 1964 nach dem Ausbau für die Schifffahrt freigegeben wurde, plante man mit einer Gütermenge von 10 Millionen Tonnen pro Jahr nicht überschreiten wird. Doch bereits zehn Jahre später wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Heute rechnet man mit bis zu 16 Millionen Tonnen an Gütern, hinzu kommen bis zu 5 000 Fahrgast- und Kreuzfahrtschiffe. Da diese an den Schleusen Vorfahrt haben, müssen sich Gütertransportschiffe auf bis zu zwölf Stunden Wartezeit auf der Strecke von Koblenz nach Trier einstellen.

Auch die immer größer werdenden Schiffe stellen ein Problem für die jetzige Trierer Schleuse da. Mit 170 Metern Länge und einer Breite von zwölf Metern stößt die Kammer bereits jetzt schon an ihre Grenzen. Die neue Kammer wird daher mit einer Länge von 210 Metern und 12,50 Meter Breite deutlich größer dimensioniert sein. Auch das Befüllen und Entleeren der Schleusenkammer wird sich ändern. So kommt ein System zum Einsatz, dass mit mehreren Stichkanälen arbeitet und dann den Schleusungsvorgang ruhiger und sicherer gestalten wird.

Trier ist nach Zeltingen und Fankel das dritte von zehn Projekten, dass die Mosel auf die kommenden Jahre gesehen wettbewerbsfähig machen soll. Schritt für Schritt sollen in den kommenden Jahren alles diese Schleusen bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz erneuert werden.

Die 70 Millionen teure Erweiterung der Trierer Schleuse wird mit 3,5 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt gefördert. (bas)

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