Konzer Messerstecher verurteilt

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    TRIER. Am heutigen zweiten Verhandlungstag gegen den Deutsch-Tunesier Rene S. fällte die 1. Große Jugendkammer unter Vorsicht von Richter Albrecht Keimburg das Urteil. 9 Jahre muss der 20-jährige Angeklagte ins Gefängnis. Ihm wurde vorgeworfen, aus Habgier und Wut einen Drogendealer in Konz niedergestochen zu haben.

    Nachdem sich der Angeklagte bei der Prozesseröffnung (lokalo berichtete) nicht zu seiner Person und zu den Geschehnissen am Tattag äußern wollte, ließ er heute über seine Verteidigerin Martha Schwiering eine Erklärung verlesen, in der er sich voll geständig zeigte. Nach den Aussagen der Jugendgerichtshilfe und des psychiatrischen Gutachters plädierten sowohl Verteidigung als auch Staatsanwalt Eric Samel auf eine Haftstrafe von 9 Jahren. Beide Parteien hatten sich bereits während der letzten Verhandlung auf das Strafmaß festgelegt. Nur die Frage, ob der Angeklagte nach Jugendstrafrecht zu verurteilen sei, sollte am heutigen Tag noch festgestellt werden. Da jedoch sowohl Jugendgerichtshilfe als auch Gutachter die Anwendung des Jugendstrafrechts befürworteten, kam die Kammer nach einer Beratungspause den Anträgen nach.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten haben noch die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen. (bas)

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