Andreas Hesslein lässt Mehring jubeln

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MEHRING. Dank einer großartigen kämpferischen Einstellung und mit viel Moral hat der SV Mehring am am 24. Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt und mit dem 3:2 (2:0) über den SV Gonsenheim den Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle gefunden. Der entscheidenede Treffer gelang dem aufgerückten Innenverteidiger Andreas Hesslein, der den Ball nach einer Ecke von Sven Kohlei aus drei Metern über die Linie der Gäste aus der Landeshauptstadt köpfte (83.).

„120 Prozent Leidenschaft und Einstellung“, hatten Trainer Frank Meeth und der Vorsitzende Günter Schlag bei einer flammenden Rede in der Kabine vor dem Match gefordert – und wurden nicht enttäuscht. Die Mehringer mussten aber alle kämpferischen Register ziehen und hatten zudem auch ein wenig Glück, ehe der wichtige Dreier auf dem Weg zum Klassenverbleib gegen die spielstarken und homogen wirkenden Gonsenheimer eingetütet war.

Die Mainzer waren zunächst besser in der Partie – in der fünften Minute drehte SVM-Schlussmann Philipp Basquit den Ball nach einem gefährlichen Freistoß von Steve Ridder gerade noch um den Pfosten. Sieben Minuten später herrschte Uneinigkeit in der Mehringer Hintermannschaft, Arif Güclü war auf dem Weg zu seinem neunten Saisontreffer, wurde vom bärenstarken Hesslein aber noch gebremst.

Dann fiel überraschend das Führungstor der Hausherren. In der 20. Minute nahm Jo Inoue im Strafraum die Hand zur Hilfe; Schiedsrichter Thorsten Rock aus Perl zeigte auf den Punkt – Kapitän Sebastian Ting (21.) verwandelte souverän.

„Nach unserem guten Start waren wir bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr präsent“, räumte Gästetrainer Jörg Jansohn in der Pressekonferenz ein. Die Offensivaktionen der Moselaner nach dem 1:0 zwingender. Unter anderem scheiterte der neben Hesslein und Basquit überzeugende Ting mit einem Freistoß (24.), dann hatte der Gonsenheimer Torwart Benjamin Krause bei einem Schuss des Ex-Trierers (27.) einige Probleme. Kurz darauf das 2:0: Nach einer Ting-Ecke war Amodou Abdullei (28.) zur Stelle und nickte ein – der dritte Treffer im dritten Spiel des aus Nigeria stammenden Angreifers. Eine Minute vor dem Seitenwechsel hatte Mehring noch Dusel – Ertan Ekiz traf per Hinterkopf nur den Pfosten.

Zur zweiten Hälfte stellte Gonsenheim auf Dreierkette um und brachte mit Spieler-Co-Trainer Babak Keyhanfar einen zusätzlichen Stürmer. Mit durchschlagendem Erfolg, denn Keyhanfar drückte den Ball nach einer Flanke (47.) aus kurzer Distanz über die Linie.

Danach schnürte der immer wieder gut kombinierende Gast die Mehringer minutenlang in der eigenen Hälfte ein. Nach knapp einer Stunde rettete Basquit famos gegen Keyhanfar. Kurz darauf tankte sich Domenik Kohl auf der Gegenseite prima durch, schlenzte die Kugel aber am Pfosten vorbei. In der 75. Minute konnte sich Basquit erneut auszeichnen, als er im Eins-gegen-Eins dem eingewechselten Benjamin Vladic das Nachsehen gab. Dann war es aber soweit: Nach einem Freistoß von links stand der frühere Trierer Jonas Raltschitsch (78.) goldrichtig und markierte das 2:2.

Mehring kam aber durch Hessleins Treffer zurück und hätte am Ende nach einigen guten Kontern fast noch weitere Treffer erzielt.

Gästetrainer Jansohn ärgerte sich über die unglückliche, aber auch unnötige Niederlage – unter anderem kritisierte er das Fehlverhalten seiner Schützlinge bei den beiden Gegentoren nach Ecken. Sein Gegenüber Frank Meeth war wenige Minuten nach dem Abpfiff „geschafft und riesig erleichtert“ ob des dramatischen und unterm Strich erfolgreichen Spielverlaufs. „Ob glücklich oder nicht, ist mir letztlich egal. Die Jungs haben den Sieg erzwungen und sich ihn aufgrund des tollen Fights auch irgendwo verdient.“ (red)

SV Mehring: Philipp Basquit – Mario Kön, Andreas Hesslein, Domenik Kohl, Kevin Heinz – Markus Schottes – Maximilian Meyer, Sebastian Ting (76. Sven Kohlei), Xavier Alsina-Fonts (90.+1 Michael Fleck) – Amodou Abdullei, Ahmed Boussi (85. Simon Monzel)

Tore: 1:0 (21.) Sebastian Ting (Handelfmeter), 2:0 (28.) Amodou Abdullei, 2:1 (47.) Babak Keyhanfar, 2:2 (78.) Jonas Raltschitsch, 3:2 (83.) Andreas Hesslein

Schiedsrichter: Thorsten Rock (Perl) – Zuschauer: 157

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