Miezen geht die Puste aus

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TRIER. Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen haben trotz einer starken kämpferischen Vorstellung ihre erste Partie in der Abstiegsrunde verloren. Zwölf torlose Minuten Mitte der zweiten Halbzeit waren ausschlaggebend dafür, dass man der HSG Blomberg-Lippe 24:28 (13:12) unterlag.

Am Ende waren sie sogar zu erschöpft, um ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Zu intensiv die Partie, zu hoch der Substanzverlust, zu wenig Alternativen auf der Bank: „Wir sind an unsere Grenzen gestoßen. In der entscheidenden Phase hatten wir keine Körner mehr, was sich in vielen technischen Fehlern wiedergespiegelt hat“, sagte Co-Trainerin Jana Arnošova. Dennoch honorierten die 1200 Zuschauer in der Arena die Leistung der Miezen, die kämpferisch eine Top-Vorstellung ablieferten.

Der Start in die Partie verlief alles andere als optimal, denn nach der 1:0-Führung durch Katrin Schneider machten die Gäste schnell deutlich, dass man die Partie – trotz des bereits feststehenden Klassenerhalts – nicht herschenken würde. So hieß es nach sechs Minuten 1:4, vor allem die Defensive hatte sich nach dem Ausfall von Spielführerin Megane Vallet (Kreuzbandriss) noch nicht gefunden. Die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutiérrez kam anschließend aber besser in die Partie und zeigte, warum man mit zwei Siegen in die Abstiegsrunde gestartet war.

Aufbauend auf einer stabileren Defensive, mit einer erneut starken Jessica Kockler zwischen den Pfosten, zwangen die Moselstädterinnen Blomberg zu Fehlern. Tor um Tor konnte man den Rückstand verkürzen und belohnte sich nach 17 Minuten mit dem 7:7-Ausgleich. Kurz darauf erzielte Schneider – mit zehn Treffern erneute beste Torschützin ihrer Mannschaft – die erste Führung, die Miezen hatten sich regelrecht in die Partie gebissen. Bis zum Halbzeitpfiff (13:12) entwickelte sich eine intensive Partie auf Augenhöhe.

Blombergs Trainer Andre Fuhr hatte offensichtlich reichlich Redebedarf, die Gäste kamen erst spät wieder aufs Feld und glichen prompt zum 13:13 aus. Die Begegnung wurde nun zerfahren und härter, beide Mannschaften produzierten eine Vielzahl technischer Fehler. Kampf war Trumpf an diesem Abend und diesen nahmen die Miezen an. Aufopferungsvoll erkämpfte sich die Cabeza-Sieben ihre Tore, versuchte den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste ständig zu attackieren. Ein Kampf, dem die Moselstädterinnen ab der 42. Minute Tribut zollen mussten.

Beim19:18 (41.) durch Schneider war der dritte Sieg in Folge noch greifbar, der Substanzverlust aber war zu groß. Zwölf lange Minuten gelang den Miezen kein Treffer, die Offensive war jetzt kraft- und ratlos, mangels Alternativen auf der Bank musste die erste Besetzung aber fast durchspielen. Blomberg hingegen hatte noch ein paar Körner übrig, vor allem die überragende Linkshänderin Isabelle Jongenelen (elf Treffer) war nicht in den Griff zu bekommen. Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die Gäste vorentscheidend auf 24:19 ab und gewannen am Ende verdient.

Für den deutschen Meister von 2003 heißt es nun Wunden lecken. Nach einem spielfreien Wochenende geht es am 6. April mit der Auswärtspartie in Göppingen weiter, bevor es sechs Tage später zum wohl vorentscheidenden Duell mit Schlusslicht Bensheim-Auerbach kommt. Denn trotz der Niederlage beträgt der Trierer Vorsprung auf den Tabellenletzten und den einzigen Abstiegsplatz weiterhin sechs Punkte. Triers ärgster Widersacher im Kampf um den Klassenverbleib verlor am Freitag auch seine dritte Partie in der Play-down-Runde (19:26 in Göppingen).

DJK/MJC Trier: Kockler, Flöck – Pötters (n.e), Irsch (n.e.), Sattler, Garcia (1), Mohr, Schneider (10/6), Czanik (4), Adeberg (2/1), Pilmayer (3), Kordel (n.e.), Derbach (1), Cabeza (3)

Beste Werferinnen für Blomberg: Jongenelen (11/1), Smits (5)

Schiedsrichter: Marcus Hurst/MirkoKrag – Zuschauer: 1200

Spielfilm: 1:4 (6.), 7:7 (17.), 13:12 (30.), 19:19 (42.), 19:24 (53.), 24:28 (60.)

Weitere Ergebnisse und die Tabelle der Abstiegsrunde finden Sie unter http://www.hbf-info.de/home-1-2-1-0.html

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