Optimistisch in schwere Aufgaben

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TRIER. Die Vorzeichen für die beiden regionalen Protagonisten in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar werden sich in dieser Saison nicht mehr ändern. Der SV Mehring befindet sich seit Monaten im Abstiegskampf, der FSV Salmrohr mischt im Rennen um die Spitze mit. So unterschiedlich die Rollen sind – sie garantieren für die Anhänger beider Lager Hochspannung pur.

SV Mehring – SV Gonsenheim (Sonntag, 15 Uhr, Auf der Lay)

„Da wir auswärts immer noch keinen Sieg verzeichnen konnten, sind wir umso mehr darauf angewiesen, zuhause drei Punkte zu holen“, argumentiert Mehrings Trainer Frank Meeth vor dem Duell „mit einer der spielstärksten Mannschaften der Liga.“ Die Gäste gehören dem gehobenen Mittelfeld an, haben keine Ambitionen mehr nach oben, aber auch keine Sorgen mit einem Blick nach unten. „Man darf sie nicht ins Spiel kommen lassen, weil sie mit ihrer Offensivqualität dann jedem Gegner das Leben schwer machen können.“ Inzwischen haben die Mainzer auch defensiv deutlich an Stabilität gewonnen, „seit sie Jonas Raltschitsch unter Vertrag genommen haben.“ Der Ex-Eintrachtler war einst zum FSV Mainz 05 gewechselt und wurde nun, da vertragslos, von Gonsenheim unter Vertrag genommen. Meeth strahlt im Blick auf die Sonntagspartie Optimismus aus. Nicht zuletzt deshalb, weil sich das Lazarett weiter gelichtet hat. Verzichten muss der Coach nur noch auf Marc Willems und Yannick Müller. Nach langer Zeit gehört Simon Monzel wieder zum Kader und auch Amodou Abdullei, der im letzten Heimspiel gegen Burgbrohl (3:0) mit zwei Treffern einen glänzenden Einstand feierte, hat seine fiebrige Erkältung überwunden und wird auflaufen können.

VfB Borussia Neunkirchen – FSV Salmrohr (Samstag, 14.30 Uhr, Stadion Ellenfeld)

„Wir freuen uns auf das Spiel“, so die erste Aussage von FSV-Trainer Uwe Schüller vor der Reise zum Traditionsclub ins Saarland. In der Winterpause, als die Borussen auf dem Transfemarkt zuschlugen und Spitzenresultate gegen höherklassige Vereine in der Vorbereitung erzielten, wurden sie von der gesamten Liga zum Topfavoriten erkoren. Dem 5:0-Kantersieg gegen Mehring folgten jedoch zwei Pleiten hintereinander. Jetzt droht Neunkirchen sogar den Anschluss an die Titelkandidaten zu verlieren. Deshalb stellt Schüller auch klar: „Wir könnten mit einem Remis leben, Neunkirchen wohl nicht.“ Was aber nicht zu dem Rückschluss führen soll, die Salmtaler würden sich schon im Vorfeld mit einem solchen Ergebnis anfreunden. „Wegen der aktuellen Situation glaube ich aber, dass wir eine gute Chance haben“, sagt Schüller, der auf „eine sehr gute Trainingswoche“ zurückblickt. An der kniffligen Personalsituation hat sich nichts geändert. Außer Mathias Fischer, der wieder in den Kader zurückkehrt, kann Schüller, der in der Saison 1986/87 selbst die Fußballschuhe für die Borussen schnürte, keinen weiteren aus der Kranken- und Verletztenliste streichen. (wir)

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