Kämpfen für „Meggie“

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TRIER. Es könnte alles so schön sein bei den Trierer Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier. Zum Start der „Playdown-Runde“ zwei Siege, ein überzeugendes Derby gegen Koblenz/Weibern und sechs Punkte Vorsprung auf Bensheim sowie den einzigen Abstiegsplatz. Sportlich liegen die Miezen vor dem Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Arena Trier) gegen die HSG Blomberg-Lippe klar auf Kurs erste Liga, das Training am Mittwochabend machte aber alles das zur Randnotiz.

Denn Mégane Vallet verletzte sich so schwer, dass sie in dieser Spielzeit keine Partie mehr für die Moselstädterinnen bestreiten wird und mehrere Monate ausfällt. Es war eine „Allerweltsbewegung“, ein Ablauf, wie es mehrere tausend Mal gegeben hat. Nur in diesem Moment spielte das linke Knie der Französin nicht mit. Vorderes Kreuzband, Innenband und Außenmeniskus gerissen – so die niederschmetternde Diagnose am Donnerstag nach der MRT-Untersuchung. Das Saison-Aus für die Spielführerin, deren Verletzung nicht nur eine große Schockstarre, sondern auch eine Leere mit sich brachte.

„Wir können das alle nicht fassen“, sagt etwa Katrin Schneider und Trainerin Cristina Cabeza Gutierrez ergänzt: „Wir alle sind unendlich traurig und geschockt.“ Vorstand Jürgen Brech, in seiner Zeit bei den Miezen schon mit etlichen Höhen und Tiefen, sagte: „Immer wenn wir wirklich mal eine Phase haben, in der es gut läuft, in der es scheint, als würden wir Konstanz in unsere Form bringen, bekommen wir einen solchen Genickschlag verpasst.“ Es herrschte eine große Fassungslosigkeit am Tag der Diagnose, man dachte dabei vor allem an den Menschen Vallet.

Sportlich wird die 25 Jahre alte Französin nur schwer zu ersetzen sein, besonders in der Defensive muss sich das Trainergespann Cabeza/Jana Arnošová etwas einfallen lassen. Es gilt den Ausfall als Team zu kompensieren und in dieser entscheidenden Saisonphase noch enger zusammenzurücken. „Wenn jede für die andere rennt und kämpft, können wir zu Hause jeder Mannschaft Probleme bereiten. Und nach dem Ausfall von ‚Meggie‘ müssen wir das noch mehr tun“, erklärt Co-Trainerin Arnošová.

Das Spiel gegen die Mannschaft aus dem Lipperland steht ganz unter dem Motto „Kämpfen für Meggie“. Es ist eine weitere Bewährungsprobe für die Miezen, die nach einem perfekten Start in die Abstiegsrunde normalerweise mit viel Selbstbewusstsein und einem Lächeln in ihr Heimspiel gehen sollten. Der Mittwochabend hat die Stimmung aber gedrückt. Vallet aber macht ihren Kolleginnen Mut: „Diese Verletzung ist natürlich sehr, sehr bitter. Aber es ist ja nicht mehr zu ändern. Die Mannschaft schafft das und wird sich gegen Blomberg zerreißen.“ Ein Sieg wäre wohl die schönste „Aufmunterung“, die die Miezen ihrer Spielführerin am Samstag machen könnten. (red)

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