Klinikum Mutterhaus feiert Jubiläum

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    TRIER. 1994 richtete das Klinikum Mutterhaus als eines der bundesweit ersten Krankenhäuser eine eigene Palliativstation ein. 2007 zog die Abteilung vom Herz Jesu Krankenhaus in das Hauptgebäude der Feldstraße. Patienten mit einer nicht heilbaren fortgeschrittenen Erkrankung werden hier intensiv und schmerztherapeutisch behandelt und betreut.

    Zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter und Fachleute des Palliativ-Forums Süd-West feierten gemeinsam das 20-jährige Bestehen der Palliativstation im Klinikum Mutterhaus. Das interprofessionelle Team der Station setzt sich aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychotherapeutin, Musiktherapeut und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Gemeinsam werden hier die schwerstkranken Patienten physisch, psychisch, sozial und seelsorgerlich betreut. Mit der Stationsleiterin Annette Rommelfanger und ihrem Stellvertreter Werner Richarz sind noch zwei Personen aktiv, die bei der Gründung unter dem damaligen Chefarzt Dr. Franz-Josef Tentrup schon mit dabei waren.
    „Wir feiern 20 Jahre Erfolgsgeschichte mit sehr zufriedenen Patienten und Angehörigen sowie hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, begrüßte der Kaufmännische Geschäftsführer Dipl.-Kaufmann Jörg Mehr die Festgäste. „Innerhalb des Klinikums bildet die palliative Versorgung ein essentielles Glied, in dem menschliche Nähe genauso wichtig ist wie eine Medizin, die nicht mehr heilt, sondern gutes Sterben möglich macht.“
    Die Region Trier ist für die Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase sehr gut aufgestellt, denn der ambulante Hospizdienst, das stationäre Hospiz, die Palliativstation sowie die Hausärzte und alle, die an der Versorgung der Schwerstkranken und Sterbenden beteiligt sind, arbeiten eng verzahnt zusammen.

    „Ich zolle meinen Respekt der ganzen Station und ihren Mitarbeitern für ihre unvergleichliche Arbeit“, so Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen, der ein Grußwort sprach. „Im Krankenhaus ist jede Tätigkeit anspruchsvoll, aber das, was in der Palliativmedizin passiert, ist besonders anspruchsvoll, da es sich mit der Begrenztheit des eigenen Daseins und des Lebens beschäftigt. Gerade die philosophischen Fragen werden in der letzten Lebensphase dringlich. Ich danke allen, dass sie diese Arbeit tun.“ Chefarzt Dr. Lorenz Fischer ergänzte: „Eine Palliativstation funktioniert nur mit starken Partnern – auch aus anderen Häusern und Institutionen. Auch die ehrenamtlichen Helfer sind in der Palliativ- und Hospizversorgung sehr wichtig.“

    Seit dem Jahr 2003 leitet er die Abteilung Schmerz- und Palliativmedizin im Klinikum Mutterhaus. Zusammen mit den Oberärztinnen Renate Langenbach und Sabine Weykam-Mahlberg steht er für die enge Verzahnung der Station in die medizinischen Strukturen des Klinikums und auch die notwendige häusliche Versorgung der Patienten. Ein Festvortrag von Martina Kern, Pflegerische Leiterin des Zentrums für Palliativmedizin im Bonner Malteser Krankenhaus, eine kabarettistisch moderierte Podiumsdiskussion sowie musikalische und szenische Beiträge rundeten das abwechslungsreiche Programm ab. (red)

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