Jens Kiefer vor der Premiere

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TRIER. Für Jens Kiefer, den neuen Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05, geht es Schlag auf Schlag. Am Dienstag, den 18. März, war er als Nachfolger von Roland Seitz verpflichtet worden, am Mittwoch erstmals auf dem Trainingsplatz, wiederum einen Tag später bei der ersten Pressekonferenz und am Freitag (19 Uhr, Moselstadion) geht es für ihn gegen den VfR Wormatia Worms erstmals um Punkte in der Regionalliga Südwest.

Die Begründung von Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi, weshalb man sich für Kiefer als Nachfolger von Seitz entschieden habe, war ebenso knapp, wie plausibel: „Mit ihm konnten wir einen Trainer verpflichten, der in der Großregion bestens vernetzt ist und seine Qualitäten schon bei früheren Stationen unter Beweis gestellt hat, unter anderem seien hier die Aufstiege mit Homburg und Elversberg genannt.“

Der frühere Ober- und Regionalligaspieler Kiefer war bei Elversberg, Neunkirchen, Pirmasens und Homburg aktiv. Als Coach kann er auf die Stationen 1. FC Saarbrücken (Jugend- und Co-Trainer), Homburg und Elversberg verweisen. Am Dienstag, am Tag seiner Verpflichtung, hat er an der Deutschen Sporthochschule in Köln den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert.

Der 39-Jährige hat konkrete Pläne, wird und will aber nicht alles über den Haufen werfen. „Natürlich habe ich taktische Vorstellungen. Ich muss sehen, was und wie viel wir Schritt für Schritt umsetzen können““, so Kiefer in der Pressekonferenz. Was die Taktik angeht, wollte er sich gut einen Tag vor seiner Premiere nicht in die Karten schauen lassen, ließ aber durchblicken: „Wir werden versuchen, das Spiel über die emotionale Schiene anzupacken. Ich habe von Roland Seitz hier sicher keine Mannschaft übernommen, die kaputt ist. Das Gefüge stimmt. Wir werden aber versuchen, die Begeisterung auf dem Platz neu zu entfachen – und auch mit etwas mehr Risiko agieren. Gerade im letzten Drittel des Spielfeldes können meine Spieler Mut entwickeln…“

Das wichtige Match im Viertelfinale um den Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch, den 2. April, bei Ligakonkurrent TuS Koblenz ist zwar immer wieder das Thema im blau-schwarz-weißen Lager, Kiefer machte aber am Donnerstag deutlich: „Für mich zählen zunächst nur die drei Spiele davor. Aus den Partien gegen Worms, in Hoffenheim und gegen Baunatal wollen wir so viele Punkte wie möglich holen.“

Seine kürzliche Beobachtung der Wormser, hat für ihn kaum noch Informationswert: „Das kannst du nach deren Trainerwechsel in der vorletzten Woche aber größtenteils alles in die Tonne kloppen.“ Was aber umgekehrt für den Wormatia-Coach genauso gilt. Kiefer wird sich ganz pragmatisch per Videomaterial auf den neuesten Stand bringen. Ansonsten sagt er: „Mir geht es vor allem darum, dass wir unser eigenes Spiel durchziehen.“ Über den Gegner, so seine Philosophie, soll der Trainer, nicht unbedingt aber jeder Spieler alles wissen.

Was die Startelf angeht, wird Kiefer sich von Co-Trainer Rudi Thömmes Rat holen. Erik Michels und Fabian Zittlau fallen nach wie vor aus. (red)

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