„Narrenkäfig“ – Bürgermeisterin Birk zieht positives Fazit

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    TRIER. Der „Narrenkäfig“ auf dem Hauptmarkt am Weiberdonnerstag sowie das zeitgleich geltende Alkoholverbot in der Trierer Innenstadt waren am Donnerstag Thema in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

    Im einzigen öffentlichen Punkt der Tagesordnung zog Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) ein rundum positives Fazit des „Fetten Donnerstag“. Ungeachtet der teils heftigen Kritik im Vorfeld und auch am Tag selbst, sprach Birk davon, dass sich das Konzept der Stadt in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis Trier Karneval“ (ATK) sowie der Polizei bewährt habe. Ausführlich werde das Thema jedoch erst am Runden Tisch Anfang April besprochen und analysiert. Birk wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass nach wie vor ein schwebendes Verfahren vor dem Verwaltungsgericht anhängig sei. Die FDP hatte gegen das Glas- und Alkoholverbot geklagt (lokalo berichtete). „Es gab zwar eine für uns positive Eilentscheidung des Gerichts“, so Birk, „aber das Urteil im Hauptverfahren steht eben noch aus.“

    Der Vertreter der Trierer Polizei schloss sich Birks positivem Fazit an. Die Einsatzkräfte hätten das Ordnungsamt in der Umsetzung der Gefahrenabwehrordnung unterstützt. Im „Narrenkäfig“ selbst habe es keine Probleme gegeben. Überdenken wollen MJC und Ex-Haus ihre Konzepte, zeitgleich zur zentralen Veranstaltung auf dem Hauptmarkt Partys für Jugendliche anzubieten.

    Im Mergener Hof, wo die unter 16-Jährigen alkoholfrei feiern durften, hatten sich am Weiberdonnerstag gerade einmal 30 Jugendliche eingefunden. „Vielleicht ist das einfach nicht karnevalistisch genug“, sagte eine Sprecherin der MJC. Das müsse nächstes Jahr anders werden. Der Sprecher des Ex-Hauses sprach von einer unproblematischen Veranstaltung. Rund 600 Teilnehmer hätten im Ex-Haus gefeiert. Es sei kein „voller Erfolg“ gewesen, trotz relativ guter Präsenz. Auch deshalb wolle man das Konzept noch einmal überdenken.

    Birk verteidige anschließend noch einmal die erlassene städtische Verordnung zum Glas- und Alkoholverbot. Ohne sie sei ein Einschreiten der Ordnungskräfte nicht möglich, „weil ansonsten die Grauzone zu groß ist“. Zum „Narrenkäfig“ sagte die Grüne: „Ich hoffe, dass wir da finanziell null auf null nach Hause gehen.“ (et)

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    1 KOMMENTAR

    1. Birk verteidige anschließend noch einmal die erlassene städtische Verordnung zum Glas- und Alkoholverbot. Ohne sie sei ein Einschreiten der Ordnungskräfte nicht möglich, „weil ansonsten die Grauzone zu groß ist“.

      Naja, ein Blick ins Gesetz hilft auch Frau Birk. Alkohol U16 bzw. U18 und Polizei darf einschreiten.
      Wo ist die Grauzone?
      Hauptsache, eine ganze Stadt bevormundet!

    2. Frau Birk irrt: Die Stadt kann wohl eingreifen. Hierfür stehen Ihr die Regeln des StGb, des JuSchG und die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Trier zur Verfügung. Alles da. Man muss nur das Personal darauf ansetzten.
      So ist an Weiberfasstnacht kein einziges ( 0 ) Bußgeld aufs Wildpinkeln oder Müll hinterlassen erhoben worden. Obwohl 20 beamte Ordnungsamt und 120 Polizeibeamte im Einsatz waren.

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