„Für Vielfalt – gegen Rassismus“

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TRIER. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Trier beteiligen sich gemeinsam am internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März (www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de).

Um 11.55 Uhr werden sich Ehren- und Hauptamtliche des DGB und der AWO vor den Einrichtungen und Gebäuden der Arbeiterwohlfahrt mit Transparenten und Plakaten positionieren und für fünf Minuten gegen Rassismus und für demokratische Werte öffentlich ein Zeichen setzen.

Der von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Tag gegen Rassismus geht auf das Massaker des Apartheid-Regimes am 21. März 1960 im südafrikanischen Sharpeville zurück, als die südafrikanische Polizei eine friedliche Demonstration schwarzer Einwohner gewaltsam aufgelöst hat, bei der 69 Menschen getötet und hunderte teilweise schwer verletzt wurden. Als Gedenktag wird der 21. März seit 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Der DGB und die AWO sehen sich als Organisationen der Zivilgesellschaft in der Pflicht, öffentlich gegen Rassismus Stellung zu beziehen. „Rassismus und Rechtsextremismus stehen im krassen Widerspruch zu den Werten des DGB und auch der AWO. Aufgrund eigener historischer Erfahrungen und unserer demokratischen Grundüberzeugung stellen wir uns gegen jede Vorstellung, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder ihres Glaubens in vermeintlich minderwertige Gruppen einteilt und ausgrenzt. Wir fühlen uns den Grundwerten Solidarität, Toleranz, Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit verpflichtet.“, so Christian Z. Schmitz, Regionsgeschäftsführer des DGB in der Region Trier.

Der Vorsitzende des AWO-Stadtverbandes Trier, Detlef Schieben, ergänzt: „Wir nehmen mit Sorge zur Kenntnis, dass Ressentiments und Vorurteile gegenüber Menschen mit tatsächlichem oder zugeschriebenem Migrationshintergrund nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft vorkommen. Aktuelle Studien belegen das Vorkommen rechtsextremer Einstellungsmuster bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein. Gewaltbereite Rassisten stützten sich auf diese Vorurteile uns sehen ihre Taten dadurch als legitimiert an. So leider auch hier in Trier!“

„Es ist notwendig, auch öffentlich für die Werte der Demokratie einzutreten und Gesicht zu zeigen. Demokratie heißt: Hinsehen und Gesicht zeigen!“, fügt DGB-Gewerkschaftssekretär Marcus Heintel hinzu, der auch als Vorstandsmitglied beim Verein „Für ein buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts“ aktiv ist.

DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Z. Schmitz: „Gerade vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kommunal- und Europawahlen wollen wir eindringlich für die Wahl demokratischer Parteien werben. Rechtsextreme und Rechtsradikale wollen wir weder im Trierer Stadtrat, noch im Europäischen Parlament sitzen haben. Deshalb mobilisieren wir Gewerkschaften europaweit für ein demokratisches Europa mit einer sozialen Vision für die Europäische Union.“

Alle Gliederungen, Einrichtungen sowie Haupt- und Ehrenamtliche des DGB und der AWO werden dazu aufgerufen, sich an der Aktion am 21. März um 11.55 Uhr zu beteiligen.

Diese findet an folgenden Adressen statt:

– Töpferstraße 33 (SPN-Tagesgruppe)
– Saarstraße 51-53 (AWO-Begegnungsstätte)
– Hawstraße 1a (AWO-Betreuungsverein)
– An der Härenwies 31 (AWO Senioren- und Pflegeheim)
– Ottostraße 25 (Möbelbörse) (red)

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