Deutlicher Anstieg der Straftaten im Dienstbezirk der Polizei Birkenfeld

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BIRKENFELD. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei Birkenfeld 1126 Straftaten in der „Polizeilichen Kriminalstatistik“, ein Anstieg zum Vorjahr um knapp 19 Prozent.

Die polizeiliche Kriminalstatistik dient der Beobachtung der Kriminalität sowie einzelner Deliktsarten. Durch die Erhebungen werden Erkenntnisse zur vorbeugenden und verfolgenden Kriminalitätsbekämpfung gewonnen.

Hierbei ist zu beachten, dass die polizeiliche Kriminalstatistik nur die ihr bekannt gewordenen und durch sie endbearbeiteten Straftaten erfasst. Das sogenannte Dunkelfeld, also die der Polizei nicht bekannt gewordene Kriminalität, wird nicht abgebildet.

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Bereich der Verbandsgemeinde Birkenfeld ist deutlich angestiegen. Waren es im Jahr 2012 noch 947 Straftaten, so wurden im vergangenen Jahr 179 Straftaten mehr registriert. 63,6 Prozent der bekannt gewordenen Straftaten konnte die Polizei aufklären, was um 2,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt (60,9 Prozent) liegt. Insgesamt ermittelte die Polizei 472 Tatverdächtige. Knapp über neun Prozent waren nichtdeutsche Tatverdächtige.

Im Bereich der Gewaltkriminalität, die unter anderem auch gefährliche Körperverletzungen umfasst, liegt die Aufklärungsquote bei knapp 93 Prozent.

Erfreulicherweise ist ein deutlicher Rückgang im Bereich der gefährlichen und der schweren Körperverletzungsdelikte zu verzeichnen. Erfasste die Polizei 2012 noch 31 Delikte, so wurden 2013 nur 20 derartig gelagerte Fälle polizeilich bekannt. Somit ein Rückgang um mehr als 35 Prozent. Die Aufklärungsquote im Bereich gefährliche und schwere Körperverletzung liegt bei deutlichen 95 Prozent.

Der Rückgang der Gewaltkriminalität ist eine positive Resonanz anlässlich konsequenter Durchführung präventiver Maßnahmen der Polizei, insbesondere auch die Überwachung der Einhaltung des Alkoholverbotes an ausgewiesenen Plätzen der Stadt Birkenfeld. Alkohol in erhöhtem Maße ist häufig Auslöser für Aggressionsdelikte. Je höher der Alkoholpegel steigt, desto eher sinkt die Hemmschwelle für gewalttätige Auseinandersetzungen. Kontrollmaßnahmen, auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Birkenfeld, sollen dazu beitragen, die Fallzahlen weiter zu senken und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu steigern.

Im Bereich Straßenkriminalität ist ein deutlicher Anstieg bei Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen erkennbar. Wurden 2012 26 Fälle erfasst, registrierte die Polizei Birkenfeld im vergangenen Jahr 44 Fälle, ein Anstieg um 69,2 Prozent. Die Straftaten verteilen sich sowohl auf die Stadt Birkenfeld wie auch die Ortsgemeinden, ein örtlicher Schwerpunkt ist nicht zu erkennen.

Im Gegensatz hierzu sind Sachbeschädigungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen um über 52 Prozent gesunken.

Wohnungseinbruchsdiebstähle und Tageswohnungseinbrüche sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 17 Fälle angestiegen. Konsequente Bestreifung, insbesondere in Wohngebieten, sowie Sensibilisierung der Bürger, sollen hier zur nachhaltigen Verbesserung führen.

Abschließend werden solche Delikte durch die Regionale Kriminalinspektion Idar Oberstein bearbeitet.

Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten ist die Fallzahl um mehr als das Doppelte zum Vorjahr angestiegen. Insgesamt wurden 262 Fälle erfasst, wobei die Aufklärungsquote erfreulicherweise bei knapp 84 Prozent liegt. Es wurden insbesondere viele Geschädigte Opfer von Betrügern.

Die Polizei bittet, Warnhinweise in den Medien und Ratschläge zu befolgen, um nicht Opfer dieses Phänomenbereichs zu werden.

Schließlich wurde 2013 auch bei der Rauschgiftkriminalität eine fast hundertprozentige Tataufklärung erreicht. Insgesamt wurden 46 Fälle erfasst.

„Auch zukünftig wird die Polizei Birkenfeld alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das gute Aufklärungsergebnis zu stabilisieren und gegebenenfalls sogar noch zu verbessern. Hierdurch soll das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gesteigert werden. Auf die Mithilfe der Bevölkerung ist die Polizei natürlich angewiesen.“ (red)

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