TBB Trier: 60:72 gegen FCB – Rebounds entscheiden Defensivschlacht

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TRIER. TBB Trier verschlief beim FC Bayern München die Anfangsphasen beider Halbzeiten und lief diesem Rückstand über die gesamte Spielzeit hinterher. Am Ende unterlagen die Moselstädter mit 60:72. Ausschlaggebend war, neben einer überforderten Offensive, die schwache Arbeit am defensiven Brett. Bayern gelangen 16 Offensivrebounds. Zudem tauchte Kapitän Andreas Seiferth nach einer starken Anfangsphase komplett ab.

Die Chancen der Trierer stiegen schon vor dem ersten Sprungball: John Bryant stand nicht im Kader des FC Bayern. Allerdings mussten die Trierer auf Routinier Jermaine Bucknor verzichten.

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Wenn man gegen den FC Bayern eine Chance haben will, muss man von Beginn an dagegenhalten. Leider gelang das den Moselstädtern nicht, die erst nach über vier Minuten den ersten Korb erzielten. Andreas Seiferth traf zum 2:9. In erschreckender Verfassung präsentierte sich zu Beginn Jermaine Anderson. Der Kanadier wirkte, als sei er mit den Gedanken noch in der Kabine. Mehrere haarsträubende Fehlpässe führten zu einfachen Punkten der Münchner. Beim Stand von 2:11 nahm Rödl die erste Auszeit. Erst mit der Einwechslung von Trevon Hughes gelang der TBB-Offensive etwas mehr, obgleich Anderson weiterhin Turnover um Turnover fabrizierte. Pesic nahm eine Auszeit, nachdem Seiferth per Hakenwurf zum 8:15 traf. Nach der Timeout fand sich Anderson auf der Bank wieder und zwei Dreier von Laurynas Samenas brachten die Moselstädter zwischenzeitlich auf 14:18 heran. Leider bekamen die Trierer sowohl die gegnerischen Offensivrebounds, als auch Boris Savovic nicht in den Griff. So ging es mit 14:20 in die erste Viertelpause.

Leider ließen die Schützlinge von Henrik Rödl auch zu Beginn des zweiten Durchgangs viele gute Gelegenheiten liegen. Bestes Beispiel: Stefan Schmidt, der einen Dunking nicht verwandelte. So zog der FCB wieder mit 11 Punkte davon (16:27). Durch die hohe Foulbelastung merkte man den Ausfall von Bucknor extrem. Im Rebound wurden die Trierer regelrecht abgekocht und hatten es nur den starken Leistungen von Samenas und Hughes zu verdanken, dass man im Spiel blieb. Letztgenannter streute zwei Dreier ein – Pesic nahm eine weitere Auszeit (27:33). Trotz nicht stattfindender Reboundarbeit am eigenen Brett und 13 Turnovern hatte die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands zur Halbzeit noch alle Chancen – mit 30:38 ging es in die Kabine.

Leider setzte sich das schwache Rebounding auch in der zweiten Hälfte fort. Gleich die ersten beiden Körbe der Münchner resultierten aus zweiten Wurfchancen und die Isarstädter zogen Punkt für Punkt davon. Auch Anderson knüpfte nahtlos an die erschreckende Leistung in den ersten 20 Minuten an und konnte lediglich Verunsicherung zum TBB-Spiel beitragen. Beim Stand von 34:48 hatte Trier fünf Mal die Gelegenheit zu verkürzen, scheiterte nach guten Defensiv-Sequenzen aber immer wieder mit schwachen Aktionen in der Offensive. Letztlich traf Savovic zum 34:51 für die Bayern. Defensiv machte Trier einen sehr guten Job, doch in der Offensive zeigte man sich wie schon so oft in dieser Saison sehr ideenlos. Andersons Tempo und die aggressive Ganzfeldverteidigung der Münchner sorgten dafür, dass Trier meist nur noch wenige Sekunden für organisiertes Setplay blieben. So gelangen im dritten Viertel lediglich neun Punkte und man ging mit einem 39:54 Rückstand in das letzte Viertel.

Neben einem guten Start, gab es auch eine Schrecksekunde am Anfang der letzten zehn Minuten. Laurynas Samenas fiel in der Defense unglücklich auf die Schulter und musste ausgewechselt werden. Seine Mitspieler verkürzten den Rückstand in dieser Phase sukzessive – trotz diskussionswürdigem unsportlichen Foul von Anderson. Mit einem Dreier über Brett minimierte der Kanadier den Rückstand sogar auf neun Punkte (49:58). Benzing sorgte mit fünf Punkten in Serie wenig später für die Entscheidung – denn am Ende war die offensive Ausbeute und die Arbeit am defensiven Brett der Mannen in Grün zu schwach. Ebenfalls bitter: Andreas Seiferth gelang nach einem ordentlichen ersten Viertel nichts mehr. Das Centerduell ging auch ohne MVP John Bryant klar an die Münchner Bayern. Trier unterlag auch in der Höhe verdient mit 60:72. (cw)

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