Mini-WM: Morscheid für Deutschland, Tarforst für Spanien

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TRIER. Das WM-Fieber in der Region kennt schon rund drei Monate vor dem Auftaktspiel in Brasilien keine Grenzen mehr: Am Donnerstagabend fand beim FSV Trier-Tarforst die Zulosung der Wochenspiegel-Mini-WM statt. Getreu dem großen Vorbild in Brasilien treten am Samstag und Sonntag, den 14. und 15. Juni, 32 E-Jugend-Teams aus der Eifel, von Mosel und Saar sowie vom Hunsrück auf dem Kunstrasenplatz des FSV am Trimmelter Hof an, um ihren Sieger zu ermitteln.

„Glücksfee“ Paul Linz meinte es bei der Zulosung besonders gut mit der DJK Morscheid, die für die deutsche Elf antritt, die JSG Geichlingen trägt die Farben von Brasilien, der FSV Tarforst I geht für Titelverteidiger Spanien an den Start – und die JSG Kell spielt für den vierfachen Weltmeister Italien. Vorfreude herrscht aber auch bei denjenigen, die den Part von Außenseiter-Teams übernehmen. So schlüpft die SpVgg Mülheim-Braunenberg in die Rolle von Honduras, der Iran wird durch die JSG Buchholz vertreten, Algerien wiederum vom SV Eintracht Irsch.

Über 100 Bewerber

Der WOCHENSPIEGEL führt die Mini-WM gemeinsam mit dem FSV Trier-Tarforst durch. Dessen Vorsitzender Werner Gorges freut sich „schon jetzt über ein solch außergewöhnliches Event, das in unserem Veranstaltungskalender einen ganz besonderen Platz einnimmt“. WOCHENSPIEGEL-Verlagsleiterin Evelin Maus hofft, dass „wir durch die Mini-WM und die damit verbundenen Aktivitäten die Begeisterung für die WM und den Fußball allgemein noch einmal verstärken können“. Über 100 E-Junioren-Mannschaften aus der Region hatten sich für die Teilnahme beworben. 30 davon wurden im Vorfeld ausgelost. Der FSV Trier-Tarforst ist als Gastgeber mit zwei Teams gesetzt.

Große Resonanz

Ob aus Pronsfeld, Traben-Trarbach oder aus Wincheringen: Vertreter von nahezu allen Teilnehmern waren am Donnerstag Abend im Funktionsgebäude am Tarforster Kunstrasenplatz vor Ort, um die Zulosung zu verfolgen und die Turnierregularien zu erfahren. Demnach werden am Samstag, den 14. Juni, von 10 bis 19.30 Uhr die Gruppenspiele absolviert. Sonntags treffen sich dann ab 11 Uhr die jeweils beiden Besten aus den Gruppen zu den K.o.-Spielen wieder.

Paul Linz mit Fach-Kommentaren

Der frühere Eintracht-Trier-Erfolgstrainer Paul Linz hatte die Zulosung mit witzigen („Wenn wir jetzt Liechtenstein ziehen, haben wir irgendetwas falsch gemacht.“), aber auch mit fachmännischen Kommentaren begleitet: Der DFB-Elf räumt er durchaus Chancen ein, bis ins Halbfinale vorzustoßen. Vom jüngst so mäßigen Auftritt beim 1:0 im Test gegen Chile lässt er sich nicht verunsichern: „Zu viele von unseren Spielern sind mit ihren Gedanken noch bei der Bundesliga oder der Champions-League. Wenn sich die Jungs ab Mai konzentriert auf die WM vorbereiten, sieht es wieder anders aus.“ Gastgeber Brasilien hält er für den Topfavoriten. Außenseiterchancen räumt Linz, der seit vergangenem Jahr eine Fußballgolf-Anlage in Riol betreibt, sich eine Rückkehr auf die Trainerbank aber auch nochmal vorstellen kann, den Shootingstars aus Belgien ein.

Fußballkreis stiftet Fairness-Preis

„Wir haben bereits bei früheren Weltmeisterschaften sehr positive Erfahrungen mit einer Mini-WM gemacht. Von daher finden wir es klasse, dass sich der WOCHENSPIEGEL und der FSV Trier-Tarforst hier ins Zeug legen“, betonten Bernd Marx und Michael Herrmann, Vorsitzender und Jugendchef des Fußballkreises Trier-Saarburg. Um dem Turnier eine zusätzliche Aufwertung zu geben, kündigten sie an, einen Preis für das fairste Team zu stiften.

Buntes Aktionsprogramm

Damit es möglichst stilecht bei der Mini-WM zugeht, erhalten die teilnehmenden Mannschaften Trikots in den jeweiligen Länderfarben und werden im Vorfeld ihrer Gruppenspiele zu den Klängen der Nationalhymnen und mit selbst gebastelten Fahnen einlaufen. Die schönsten Flaggen prämiert eine Jury mit WM-Überraschungspaketen. Das Mini-WM-Wochenende wird zudem durch ein buntes Aktionsprogramm auf dem Kunstrasenplatz am Trimmelter Hof in Tarforst begleitet. (red)

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