Zehn Spiele für das große Ziel

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TRIER. Die Schonfrist für die Trierer Bundesliga-Handballerinnen ist vorbei: Wenn am Samstag die Partie in Bietigheim (20 Uhr, Sporthalle am Viadukt) angepfiffen wird, geht es in den kommenden drei Monaten ums sportliche Überleben.

In der Abstiegsrunde müssen die Miezen in zehn Partien beweisen, dass sie zu Recht in die erste Bundesliga gehören. „Jedes Spiel zählt – und so müssen wir auch auftreten. Abstiegskampf ist Wille, Leidenschaft und Kampf“, sagt Co-Trainerin Jana Arnošová.

Triers ärgster Widersacher im Kampf um den Klassenerhalt wird wohl Aufsteiger Bensheim-Auerbach sein. Die Hessen liegen als Tabellenletzter derzeit mit zwei Punkten Rückstand auf dem einzigen Abstiegsplatz. Sich allerdings einzig und allein auf diese direkten Duelle zu konzentrieren, wäre fatal. Dessen ist sich jeder Einzelne im Lager der Miezen auch bewusst: „Ich bin überzeugt, dass wir jedes Spiel in den ‚Playdowns‘ gewinnen können. Es ist nicht einfach, aber wir können“, erklärt Cristina Cabeza Gutiérrez.

Auch in Bietigheim traut die spanische Spielertrainerin ihrem Team etwas zu, wenngleich Cabeza deutlich macht, dass „alles passen muss, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen.“ Im Schwabenland sind die Moselstädterinnen nur Außenseiter, auch weil man nach neun – teils heftigen – Pleiten in Folge auf der Suche nach Sicherheit ist. Während es für die Miezen in quasi jeder Partie ums Überleben geht, können die Gastgeberinnen die Abstiegsrunde völlig entspannt angehen.

Die Hauptrunde schloss der Aufsteiger als Siebter ab und hat mit dem Abstieg überhaupt nichts am Hut. Vor allem zu Hause ist die Mannschaft des Dänen Bo Milton eine Macht: acht der neun Saisonsiege feierte die Mannschaft um Ex-Mieze Kira Eickhoff vor heimischer Kulisse. Die letzten vier Heimspiele – unter anderem gegen Oldenburg – wurden allesamt gewonnen. Eine Tatsache, die die Aufgabe für die „Cabeza-Sieben“ nicht einfacher macht, auf der anderen Seite könnte Bietigheim auch die nötige Spannung fehlen.

Aber egal wie, die MJC weiß, was die Stunde geschlagen hat. Denn auch wenn in Bietigheim der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelingen sollte, gilt es den Abstiegskampf anzunehmen. „Ich erwarte, dass jede Einzelne alles gibt, was sie hat. Nur dann können wir das große Ziel erreichen“, so die 37 Jahre alte Spanierin, die im ersten Spiel der Play-down-Runde auf Maria Kroyer (Knieverletzung) verzichten muss. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen auch in der Saison 2014/2015 erstklassig sein.“ (red)

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