Rathaus erstürmt – Straßenkarneval startet

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TRIER. Mit der Erstürmung des Rathauses und der Übergabe des Rathausschlüssels an die Narrenschar begann heute um 11.11 Uhr der Straßenkarneval. Bis Aschermittwoch ist die Stadt nun in Narrenhand. Am Trierer Hauptmarkt feiern an diesem Morgen hunderte Karnevalisten im „Narrenkäfig“.

Der Stadtvorstand hatte sich in Schale geworfen, als die Trierer Närrinen das Rathaus an diesem Morgen stürmten. Auf der Bühne am Hauptmarkt im sogenannten Narrenkäfig wurde anschließend der Rathausschlüssel von Oberbürgermeister Klaus Jensen herausgerückt.

Die Erstürmung des Rathauses ist der Auftakt für ein spannendes karnevalistisches Programm am Hauptmarkt. Im sogenannten Narrenkäfig fanden sich am Morgen bereits hunderte Feierwütige ein. Bisher verläuft die Veranstaltung ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Hauptaufgabenfeld der Polizei bleibt es bislang lediglich, die Karnevalisten auf das herrschende Alkoholverbot aufmerksam zu machen. Viele – vor allem Jugendliche – führen Sekt, Bier oder harte Alkoholika mit sich,  was allerdings laut Gefahrenabwehrverordnung heute im Zeitraum zwischen 9 und 19 Uhr verboten ist. Hinweisschilder darauf finden sich jedoch nicht. So müssen die eingesetzten Beamten viele Feiernde erst auf das Verbot aufmerksam machen und um die „Vernichtung“ am nächsten Kanaldeckel bitten. An vielen Stellen wird auf das Verbot jedoch gar nicht aufmerksam gemacht.  In vielen Nebenstraßen wird trotz Gefahrenabwehrverordnung ungehindert Alkohol konsumiert. 

Der eingerichtete „Narrenkäfig“ des ATK trifft derweil auf geteilte Meinungen. Vor allem die Mitglieder der Karnevalsvereine zeigten sich gegenüber lokalo begeistert von der Alternativlösung.  „Das Programm ist besser als letztes Jahr und betrunkene Jugendliche sind mir bisher nicht über den Weg gelaufen“, kommentiert Maria (45), die sich heute als Indianerin verkleidet hat. Anders sieht die Meinung beim jüngeren Publikum aus. „Dann hätten die doch direkt den ganzen Hauptmarkt freigeben sollen, anstatt dass man sich da reinquetschen muss. Außerdem trinkt hier sowieso jeder trotz Verbot seinen Alkohol“, beschwert sich Lisa (18), die extra mit dem Zug aus Konz angereist ist. (rom)

Ein ausführlicher Bericht zum Weiberdonnerstag folgt.

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